"Tomb Raider"

USA 2001
Regie: Simon West
Darsteller: Angelina Jolie
Iain Glen
Noah Taylor
Daniel Craig

Alle 5000 Jahre stehen die Planeten des Sonnensystems in einer bestimmten Konstellation. Wem es zu diesem Zeitpunkt gelingt, die beiden Hälften eines ominösen magischen Dreiecks zu vereinen, so erzählt die Legende, dem wird von diesem Relikt beinahe gottgleiche Macht geschenkt.
Im Jahr 2001 steht diese Planetenkonstellation unmittelbar bevor. Diesen Umstand will sich der Geheimbund der "Erleuchteten" zunutze machen. Jedoch sind die Teile des Dreiecks schon seit Jahrtausenden verschollen.
Unterdessen findet die Titelheldin Lara Croft in der Hinterlassenschaft ihres verstorbenen Vaters eine reichlich merkwürdige Uhr, die jedoch eher an einen Kompaß erinnert. Natürlich wendet sich die Unwissende prompt an den Falschen, um ihre Fragen bezüglich dieses Fundstücks zu klären, so daß ihr die "Erleuchteten" schon sehr bald diese Uhr, die den Besitzer direkt zu den Teilen des verlorenen Dreiecks führt, abluchsen.
So beginnt für Lara Croft eine Verfolgungsjagd um den halben Erdball, immer bemüht, die "Erleuchteten" von ihren bösen Zielen abzuhalten.

Wann immer ein Buch, ein Comic oder auch ein Computerspiel bisher verfilmt wurde, freuten sich die einen, und die anderen bewehklagten bereits im Vorfeld die Demontage ihrer jeweiligen Idole. Nicht anders war es bei der Verfilmung des legendären Tomb Raider. (Es sei angemerkt, daß der Schreiber dieser Zeilen noch nie die Hysterie um dieses Computerspielchen mit einem mehr als nur altbackenem Spielkonzept verstanden hat.) (* Hi Danijel - oder immer noch "Magic M."? - da bist Du ja wieder! Ich nehme mal an, Lara Croft ist eben einfach nicht 'Dein Typ'... ich habe von Leuten gehört, die nur wegen ihr (O-Töne: 'tolle Power-Frau, super Figur, starke Kämpferin' etc. etc...) Tomb Raider spielen... Heike)
Nichtsdestotrotz löst auch Tomb Raider wieder einen Run auf die Kinosäle der Republik aus, was wohl nicht nur an den ganzen Fans des Computerspiels, sondern auch an den zugegebenermaßen tollen Spezialeffekten (und nicht zuletzt an der knappen Kleidung Angelina Jolies) liegen dürfte (wohl dem einzigen Punkt, an dem bei der Produktion gespart wurde). (* Klar, die Titelheldin wird nur leicht bekleidet, damit bloß nicht so viel Geld für modischen Firlefanz ausgegeben werden muß... grins... wird die Produktionskosten aber wohl nur geringfügig gesenkt haben. Heike)
Nach Besichtigung des Films bleibt mir nur festzustellen: ja, die Effekte waren ordentlich, und Angelina Jolie hat wirklich eine tolle Figur... und das war's dann auch schon.
Dieser Film, der ja auch darauf spekuliert, alte Indiana Jones-Fans in die Kinos zu locken, kann seinem großen Vorbild außer in den bereits genannten Punkten keinesfalls das Wasser reichen.
Die Story ist abgedroschen bis zum Gehtnichtmehr und bietet dem Zuschauer einfach rein gar nichts an Überraschungen. Ich schätze, jede Autobahn hat mehr Wendungen als dieser Möchtegern-Indy. Angelina Jolie reduziert ihr schauspielerisches Talent auf mehrere mimische Variationen, die wohl Agressivität ausdrücken sollen, und auch die ständigen Erkundungen ihrer Anatomie durch die Kamera können davon nur zeitweise ablenken. Dazu nervt es, daß es in den USA scheinbar Mode wird, seine Filmhelden merkwürdige akrobatische Übungen machen zu lassen, die wohl einzig und allein der Überleitung in eine pseudo-spektakuläre Kampfszene dienen. Allmählich nervts.
Letzten Endes wirkt auch noch das Wenige, das in diesem Film an Humor vorkommt, arg bemüht und gestellt. Kein Vergleich zu den ständigen Anspielungen und hommageartigen Seitenhieben eines Indiana Jones.

Fazit:
Da hat man sich doch zu sehr bemüht, den Film dem Spiel anzupassen. Zu blöd, daß dies auf der Leinwand einfach nur langweilig wirkt. Für die netten Special-Effects und für Angelinas ansehnliche Figur (verzeih mir den Sexismus, Heike) (* Ich nehme an, ihre Figur ist tatsächlich nicht von schlechten Eltern, also ist ein gewisses Maß an Sexismus wohl kaum vermeidbar. ;-) Aber wieso soll ausgerechnet *ich* Dir das verzeihen? Keine Freundin, die das machen könnte? <hämischgrins> Und außerdem weiß ich doch ganz genau, wie Ihr Männer so seid. <nochvielhämischergrins!> >:-)) Heike) gibt es so mit Mühe und Not gerade noch 2 Punkte. 

Danijel Majic

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