Peter Terrid:

"Fährte nach Andromeda"

(Reihe: Moewig fantastic - Terra Astra Band 2)
D 1971/72
(224 Seiten, Hardcover im Taschenbuchformat, Moewig, ISBN 3-8118-7512-4, DM 16,80)
- erschienen: Juni 2001 -

Zum Inhalt:
Der erste Versuch der Menschheit, ein fremdes Sonnensystem zu erreichen, wird von Marsh Garfield kommandiert. Der Vorstoß ist erst einmal geheim, und prompt kommt es am Ende des Fluges zu einem tragischen Unfall, bei dem der Antrieb des Schiffes vernichtet wird. Es gelingt den Raumfahrern, auf dem Zielplaneten zu landen, doch dort erwartet sie eine Überraschung...

In diesem Band der Terra Astra-Abteilung der Reihe Moewig fantastic wurde nun ein klassischer, locker zusammenhängender Dreiteiler von Peter Terrid veröffentlicht, der bereits Anfang der 70er Jahre in der Reihe Terra Astra erschienen ist und eines der Frühwerke des Autors darstellt.
Der lockere Zusammenhang der drei Romane ist vor allem im Übergang zwischen dem ersten und zweiten Roman zu bemerken, bei dem selbst die Protagonisten nicht erhalten bleiben (vom zweiten zum dritten Roman sieht dies teilweise anders aus). Hier sieht es so aus, als ob Terrid zu Anfang eigentlich gar keine Fortsetzung geplant hatte, sie ein paar Monate später dann jedoch in Angriff nahm. Vor allem auch handlungstechnische Unterschiede zwischen den Romanen eins und zwei scheinen eine solche These zu stützen.
Die Geschichte selber, die die drei zusammengefaßten Romane erzählen, ist eher typisch für das Ende der 60er / den Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Eine Aufbruchshandlung aus dem Sonnensystem hinaus in die Weiten der Galaxis, die angesichts der gerade erst erfolgten Mondlandung natürlich besonders beliebt war - bei Autoren ebenso wie bei Lesern. Führt Terrid den Leser im ersten Roman noch gerade einmal aus dem heimatlichen Sonnensystem hinaus, muß es beim zweiten Roman bereits eine andere Galaxis sein, in die er im dritten Roman zurückkehrt. Dies ist eine wohl zeittypische Erscheinung, die die eher triviale SF dieser Zeit durchzieht, die Sucht nach einer Größe, die der Mensch bewußt nun gar nicht mehr begreifen kann. Hier wäre weniger wahrscheinlich mehr gewesen...
Wie dem auch sei, das Buch wird noch von einem zwar kurzen, aber auch informativen Nachwort von Heiko Langhans ergänzt, der sich mit dem Autor auseinandergesetzt hat und Hintergrundinformationen auch zu diesem Werk liefert.

Fazit:
Über den Sinn oder Unsinn dieses Zweigs der Reihe "Moewig fantastic" kann man trefflich streiten. Die Wiederveröffentlichung klassischer Romane der Reihe Terra Astra, die ursprünglich in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erschienen sind, ist sicherlich nicht uninteressant, und vor allem für die Fans des Autors ist ein Blick in sein Frühwerk sicherlich von Wert. Alles in allem bleibt dies jedoch eine für die Zeit zwar hochwertige, heutzutage jedoch eher belanglose Heftroman-Trilogie. Wer sich nicht gerade für die Heftroman-SF der 60er/70er Jahre interessiert, wird mit einem guten aktuellen SF-Roman wohl sicherlich besser bedient sein. Die Zielgruppe der nostalgischen SF-Leser ist hiermit jedoch bestens bedient.
8 Punkte.

Winfried Brand


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