Vier Monate
nach dem Einschlag des Kometen schlägt sich eine Kompanie
Soldaten zu ihrem Zielpunkt, Fort Clark, durch. Sie sollen dort
Nahrungskonzentrate abliefern, müssen aber feststellen,
daß mittlerweile Kannibalen und ferngesteuerte Killermaschinen
das Feld übernommen haben. Es gelingt der Kompanie nur knapp, in
den Bunker zu gelangen; und sie stoßen dort auf Experimente,
die auf die Anführerin, Captain Queen, noch unangenehme
Auswirkungen haben werden.
Unterdessen haben sich Matt und Aruula bis zu der Stadt Dawson
durchgeschlagen. Während die beiden ihre Vorräte erneuern,
treffen sie auf Orville. Nach einer kleinen Schlägerei, bei der
sie ihn vor schlimmeren Verletzungen bewahren, bietet Orville ihnen
an, mit ihm zu reisen. Laut einer Karte befindet sich in der
Nähe des ehemaligen Forts Clark ein unermeßlicher Schatz.
Matt weiß nicht so recht, was er davon halten soll. Am
nächsten Morgen jedoch treffen Soldaten aus Waashton ein - und
Matt und Aruula bleibt nichts anderes übrig, als Orvilles
Angebot anzunehmen. Und noch jemand macht sich mit ihnen auf die
Reise: eine junge Frau namens Laara, die angeblich von den Soldaten
des Weltrats verfolgt wird. In Wirklichkeit ist sie jedoch Lynne
Crow. Durch Funkkontakt informiert sie die Soldaten.
Nachdem die von Orville angeheuerten Raufbolde eine Meuterei
starteten und Orville, Matt, Aruula sowie noch zwei Männer diese
glimpflich überstanden haben, bleibt der Truppe nichts anderes
übrig, als in den Dschungel zur "Todeszone" aufzubrechen.
Natürlich treffen sie auf einige unangenehme Kreaturen. Dann
jedoch werden die beiden Männer von Empies entführt.
Natürlich machen sich die restlichen Vier auf, um ihre Kameraden
zu befreien - und tappen dummerweise den Amrysten, Nachfahren der
Kompanie von Fort Clark, in die Falle. Glücklicherweise scheint
deren Anführerin von Matts friedlichen Argumenten überzeugt
zu sein. Dummerweise machen Fost und Swafhad sich jedoch mal wieder
auf eine Extratour - und damit Matts Versuche zunichte.
Etwas später wird Matt von Elys, der Anführerin der Empies
(der Krieger der Amrysten) zu sich geholt. Sie verkündet, die
Königin hätte ihn als ihren Kammerherrn auserwählt -
eine Stellung, die Matt dazu nützen könnte, die
Königin zu töten. Am nächsten Morgen soll ein Fest
stattfinden, und auf ein bestimmtes Stichwort hin soll Matt die
Königin töten. Im Gegenzug werden er und seine Begleiter
freigelassen.
Glücklicherweise hat der kleine Gnom Grom einen Plan. Grom
gehört zu den Nachkommen der Zwillinge, die Captain Queen einst
geboren hat. Die gentechnischen Versuche, die im Bunker angestellt
wurden, haben sich negativ auf die Nachfahren ausgewirkt. Grom ist
der letzte seiner Art, und ihn verbindet eine Art gedankliches Band
mit der Königin.
Tags darauf führt Matt den Mordanschlag tatsächlich durch -
aber er ist nur vorgetäuscht. Der an sich perfekte Plan wird von
den Agenten des Weltrats durchkreuzt, die den Bunker und die
Unterwelt der Amrysten stürmen. Matt hat schon längst
geargwöhnt, daß Laara eine Agentin des Weltrats ist.
Glücklicherweise hat Grom, der über ein
Rassengedächtnis verfügt, einen Ersatzplan in Petto: Er
besetzt den bis dahin inaktiven Computerraum, und es gelingt ihnen,
Crow und ihre Männer zu vertreiben.
Nach all den Ereignissen wird Elys verurteilt; Matt sowie seine
Gefährten dürfen gehen, und der Schatz entpuppt sich als
verfaultes Nahrungskonzentrat.
Matt geht also wieder auf Reisen. Nachdem wir in den letzten zehn
Heften einen Zyklus hatten, kehrt die Serie damit wieder an ihre
Wurzeln zurück. Wobei wir in diesem Roman den Weltrat noch nicht
ganz hinter uns gelassen haben - und ob der jemals die Verfolgung von
Matt einstellen wird, ist fraglich.
Alles in allem haben wir einen vergnüglichen, sehr soliden Roman
vor uns. Die zahlreichen Anspielungen von Ronald sorgen für den
vergnüglichen Part, die Handlung selbst für den soliden
Teil.
Im Grunde genommen passiert eigentlich nichts großartiges -
Matt und Aruula treffen mal wieder auf ein sehr exotisches Volk, und
nach einigen Mißverständnissen dürfen beide wieder
gehen. Doch die Art, wie Ronald diese Maddrax-Standardsituation
schildert, ist derart amüsant und zuweilen auch recht rasant, so
daß man als Leser fasziniert die Handlung verfolgt und gar
nicht erwarten kann, endlich ans Ende des Romans zu kommen.
Ab und an schimmert Ronalds Humor durch den Text durch. Einzelne
Formulierungen - man denke an den rechten Arm, den mancher für
Aruula hergeben würde oder an die Formulierung, die Matt
für das Fortbleiben von der Truppe gebraucht - aber auch etliche
Szenen sind von Rons Humor förmlich durchtränkt. Ironisch
nimmt er die heute gebräuchliche Kartenzahlung auf die Schippe,
und die Eierlegende Wollmilchsau bleibt auch nicht verschont. An
manchen Stellen hätte ich mir mehr Humor gewünscht, aber
anscheinend hat Ron die Auflage bekommen, nicht allzusehr mit seinem
Talent zu wuchern. Nun ja, das ist Geschmackssache.
Fazit:
Ein angenehm zu lesender Roman, der beim Lesen selbst Spaß
macht und zudem eine solide Handlung bietet.
10 Punkte