In einer
Übertragung des Residenz-Funks fordert der Erste Terraner
Maurenzi Curtiz die Bevölkerung des Solsystems zum Widerstand
gegen die Besatzer auf.
Dort bleibt der TLD nicht untätig. In einem Handstreich gelingt
es einem Kommando, insgesamt 680 Millionen von den Arkoniden
beschlagnahmte PsIso-Netze in Sicherheit zu bringen. Da die
Träger dieser Netze nicht von SEELENQUELL kontrolliert werden
können, wird ihr Besitz von den Arkoniden bei Androhung der
Todesstrafe verboten.
Roi Danton versucht inzwischen - zusammen mit Noviel Residor, dem
Chef des TLD - auf Terra den Widerstand gegen die Invasoren zu
organisieren. Danton hat sich inzwischen wieder vollständig
unter Kontrolle; die letzten Spuren von Torrics Persönlichkeit
ebenso wie die Nachwirkungen von Shabazzas Manipulation sind
beseitigt.
Perry Rhodans Sohn ruft die Gruppe "Sanfter Rebell" ins Leben. Ziel
dieser Organisation soll nicht der bewaffnete Kampf gegen die
Arkoniden sein, sondern einzig passiver Widerstand. Er rekrutiert auf
zahlreichen Veranstaltungen, auf denen er per Transmitter erscheint,
neue Mitarbeiter für seine Organisation, darunter auch den
Berufsdieb Lucius Volpe. Noviel Residor überläßt
Danton die 680 Millionen PsIso-Netze, die dieser heimlich an
insgesamt ebenso viele Terraner verschickt - verbunden mit der
Aufforderung, sich der Gruppe "Sanfter Rebell"
anzuschließen.
Die Terranerin Cari Kadjan, die als Chef-Technikerin in einer
Hypertrop-Zapfstation der Energieversorgung Terranias arbeitet,
erhält eines dieser Netze. Da sie weiß, daß ihr die
Hinrichtung droht, wenn die Arkoniden das Netz bei ihr finden, ist
sie zunächst massiv verunsichert und versteckt das
Gerät.
Cari Kadjan ist zunächst der Meinung, ihr eigenes Leben sei
durch die neuen Verhältnisse auf Terra nicht unmittelbar
betroffen. Sie muß diese Einstellung rasch revidieren. Als sie
ihrer Arbeitsstelle fernbleibt, wird sie von einem Arkoniden
aufgefordert, umgehend dort zu erscheinen.
Ein Zaliter namens Fengoy, der von einem Katsugo-Kampfroboter
geschützt wird, erhält die Aufsicht über die Crew des
Hypertrop-Zapfers. Fengoy ist machtbesessen, und er hat einen
Haß auf alle Arkoniden, die ihn und sein Volk als zweitklassig
ansehen. So nutzt er seine Stellung dazu, die ihm unterstellten
Techniker brutal zu schikanieren - allen voran Cari Kadjan, die von
ihrem Äußeren her eine Arkonidin sein könnte.
Gleichzeitig will Fengoy die Frau besitzen, weil er nie eine
Arkonidin haben könnte.
Mascant Kraschyn läßt als Machtdemonstration sein
Flaggschiff, die AUMOKJON, genau an der Stelle postieren, wo
früher die Solare Residenz schwebte. Der Arkonide hat
Schwierigkeiten mit den Terranern. Trotz aller Anstrengungen lassen
sich die Übertragungen des Residenz-Funks nicht verhindern.
Kraschyn muß zudem erkennen, daß die Terraner sich
weigern, trotz der Androhung der Todesstrafe ihre PsIso-Netze
abzugeben. Deshalb läßt er zur Abschreckung drei Terraner,
die sich weigerten, ihre Netze abzugeben, exekutieren und dies
öffentlich in den Medien übertragen.
Cari Kadjan und ihre Crew werden weiterhin von Fengoy terrorisiert,
bis sich eines Tages die gesamte Crew des Hyperzapfers sich gegen ihn
auflehnt, woraufhin er verschwindet.
Später dringt der Zaliter in Caris Wohnung ein. Er versucht, sie
zu vergewaltigen, doch glücklicherweise hat er bei seinem
Hereinkommen die Wohnungstür offengelassen. So gelingt es
Mohamin Skana, einem Arbeitskollegen Caris, den Zaliter zu stellen.
Es kommt zum Kampf, und Fengoy stürzt gegen eine Säule und
wird von einer herunterfallenden Skulptur erschlagen. Mohamin Skana,
der offenbar Kontakte zum TLD hat, verständigt diesen, um die
Leiche des Zaliters verschwinden und alle Spuren beseitigen zu
lassen. Cari Kadjan und ihre Kollegen schließen sich der Gruppe
"Sanfter Rebell" an.
Die erste große Kundgebung der Gruppe findet öffentlich im
Gobi-Park, am Denkmal der STARDUST, statt. Als Kennzeichen der
Zugehörigkeit zum Widerstand hat sich eine weiße Armbinde
durchgesetzt. Es erscheinen zunächst mehr als eine
Viertelmillion Terraner, schließlich sind es mehr als 370.000.
Roi Dantons Ankündigung, auf dieser Veranstaltung zu sprechen,
erweist sich jedoch als Finte. Perry Rhodans Sohn kann einen
öffentlichen Auftritt nicht riskieren, denn er steht auf den
Fahndungslisten der Arkoniden.
Diese sehen den Kundgebungen der Terraner tatenlos zu, greifen aber
nicht ein, da von den Demonstranten keine Gefahr ausgeht.
Roi Danton und Noviel Residor sind zufrieden mit dem Verlauf der
Demonstration. Die Gruppe "Sanfter Rebell" entwickelt sich langsam zu
einer Massenbewegung, die den Invasoren zunehmend Probleme bereiten
wird. Diese sind zunächst hilflos, da sie einem unbekannten
Phänomen gegenüberstehen.
Danton erfährt, daß Alpha Karthago, dessen Position streng
geheimgehalten wird, sich unter dem künstlichen See befindet,
über dem die Solare Residenz schwebte - und damit nur wenige
hundert Meter von Kraschyns Flaggschiff entfernt.
Uschi Zietsch (alias Susan Schwartz) hat hier ihren besten Roman seit
langer Zeit abgeliefert.
Die Perry Rhodan-Serie zeigt sich hier einmal aus einer ganz anderen
Perspektive. Am Anfang des Romans gibt es zwar einen actionreichen
Risiko-Einsatz, doch war das in dieser Richtung schon alles.
Der Roman besticht durch andere Dinge. Terra unter fremder Besatzung
- da hatte ich unwillkürlich etwas ähnliches wie in den
Ertrus-Romanen erwartet: bombenwerfende Untergrundkämpfer. Weit
gefehlt. Hier geht man einen völlig anderen Weg; man versucht es
mit passivem Widerstand und Zivilcourage. Klar ist, daß die
Terraner allein damit SEELENQUELL nicht loswerden, doch das ist wohl
auch nicht der Sinn der Sache. Die Bevölkerung des Solsystems
soll vor allem moralisch aufgerichtet werden. Man kann den Invasoren
nicht viel entgegensetzen, aber das eigene Selbstbewußtsein
wird enorm gestärkt. Ob diese Gewaltlosigkeit letztlich zu etwas
führt, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Die Schilderung, wie aus einer scheinbaren "Ein-Mann-Gruppe" eine
Massenbewegung wird, ist beeindruckend. Doch die besten Passagen des
Romans sind die, in denen die "Normalterraner" beschrieben werden.
Die Charaktere sind zwar klischeehaft angelegt (hier die
unterdrückten Terraner, dort der böse Arkonide - falsch!
Zaliter), doch das werte ich hier als positiv, denn es handelt sich
um Beispielcharaktere. Diese besitzen enorme Tiefe - etwas, das man
sonst oft vermißt. Hier werden Durchschnittsmenschen mit all
ihren Ängsten und Unsicherheiten gezeigt - und diese
Gefühle verwandeln sich in Aufsässigkeit, Ungehorsam,
Trotz. Wenn viele an einem Strang ziehen, läßt sich etwas
bewegen. Wenn die Besatzer den Bogen überspannen, führt
dies zum Gegenteil dessen, was man zu erzwingen versucht. Insoweit
hat der Roman auch eine moralische Komponente - auch das ist ziemlich
selten in einer Heftserie zu finden, selbst bei PR. Da muß man
schon weit zurückgreifen ...
Die Helden müssen aktiv sein, die Gefahren bekämpfen - doch
diese Möglichkeit bleibt den Durchschnittsterranern verwehrt -
von denen man, da die Handlung vorwärts gebracht werden
muß, eh selten genug etwas erfährt. Ob man so weit gehen
kann, dem Heft einen Aufruf wie "Wehrt euch gegen Ungerechtigkeit" zu
unterstellen, mag dahingestellt bleiben (ich bin mir da nicht ganz
sicher), aber Parallelen zu Ereignissen der Gegenwart (man nehme nur
die DDR 1989, Jugoslawien 2000) lassen sich durchaus finden. Die
Gegner im PR-Kosmos sind (selbstredend) von völlig anderer
Qualität...
Interessant ist zudem, zu erfahren, wie eben die "normalen" Terraner
sich mit den Arkoniden zu arrangieren versuchen (oder auch nicht),
welche Gefahren durch das Tragen der PsIso-Netze entstehen und wie
die Arkoniden auf die für sie so ungewohnte Form des
Widerstandes reagieren. Frage nur am Rande: Hat das auf den anderen
zigtausend Welten, die sich das Arkon-Imperium in den letzten
Jahrzehnten einverleibt hat, noch niemand versucht??? (*
Vielleicht nicht - oder vielleicht in anderer Form - oder... wer
weiß? Heike)
Bleibt abzuwarten, was SEELENQUELL jetzt unternimmt.
Fazit:
Hochklassig und überzeugend, wenn auch nicht unbedingt
weiterführend. Oder doch??? Passiver Widerstand auf Terra als
Beispiel für andere Planeten? (* So weit muß man doch
gar nicht gehen, wie Du ja auch schon selbst andeutest. Andere
Länder reichen durchaus. Noch ist der Weltfrieden reine
Utopie... Heike)
13 Punkte
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Der Widerstand im Solsystem beginnt. Was sich die
Expo-Factory zu diesem Thema ausgedacht hat, ist durchaus
interessant zu nennen: Ziviler Ungehorsam als Waffe gegen
die Arkoniden und Seelenquell. Und Susan Schwartz' Aufgabe
besteht darin, die Anfänge des Widerstands zu
schildern. |
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Voilà - endlich geht es mal voran im SOL-System.
Nachdem Roi Danton auf der Erde angekommen ist, schreitet er
gleich zur Tat und gründet eine Widerstandsbewegung.
Dabei setzt er nicht so sehr auf den militärischen
Part, sondern überläßt ihn klugerweise dem
TLD. Der hat dafür auch die Experten; von daher ist das
eine sehr logische und fähige Entscheidung. |
Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |