Band 2082: "Ein ganz normaler Held"

Autor: Horst Hoffmann

Die Haupt-Rezension wird mir der nächsten Ausgabe des Flash nachgereicht.

Hans-Joachim Kleimann

Horst Hoffmann schildert in seinem "ganz normalen Helden" die nächste Station der Widerstandsmaßnahmen der Terraner gegen die arkonidischen Besatzer. Nun ist gegen einen zweiten Roman dieses Themas sicherlich nichts einzuwenden (solange man dies jetzt nicht bis Band 2100 fortsetzen will), vor allem, wenn er so gut gelungen ist wie der vorliegende.
Faszinierend sind hier vor allem Horst Hoffmanns Charaktere, allen voran der Halbarkonide Banther Richsen und sein Schicksal, dessen Geschichte sehr atmosphärisch geschildert ist. Aber auch der Handlungsteil um Tia de Mym und den Einsiedler Plato braucht sich dahinter nicht zu verstecken, auch wenn die teils religiös angehauchten Szenen vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen dürften. Gut und plastisch beschrieben sind sie jedoch allemal.
Insgesamt bleibt zu diesem Band jedoch nicht viel zu sagen, führt er die Handlung im Allgemeinen doch nicht viel weiter. Einzig die mysteriöse Entwicklung um Para-City bringt uns hier ein wenig weiter. Hier wird es wohl nächste Woche dann wieder ein bißchen mehr zur Sache gehen.

Fazit:
Ein schön zu lesender Roman mit hervorragenden Charakterisierungen. Auch wenn die Handlung mehr oder weniger auf der Stelle tritt, so vermag dieser Einschub Horst Hoffmanns mit seiner atmosphärischen Dichte wirklich zu gefallen.
11 Punkte.

Winfried Brand

NATHAN soll also gesprengt werden. Ob man als Leser das glauben soll... Kraschyn weiß doch eigentlich, daß ohne die Mondsyntronik das Leben auf der Erde vollständig zum Erliegen kommen wird. Ob das den Plänen, die Wirtschaft von Terra ungehindert weiterlaufen zu lassen, förderlich sein wird? Eher ist man geneigt, Roi Dantons Meinung zuzustimmen: Das Ganze ist wohl nur ein gewaltiger Bluff, um Roi aus der Defensive zu locken. Aber das wird wohl nicht funktionieren.
Soso, die Arkoniden haben also etwas mit Para-City vor - wir als Leser wissen das schon teilweise, hat doch Tifflor selbst von Seelenquell erfahren, daß hier der Palast für den neuen Herrscher der Erde erbaut werden soll. Der Bau scheint ja recht riesig zu werden, wenn man den Rat Tia de Myms an Plato bedenkt.
Ansonsten bietet der Roman zwar nicht viel Neues, aber immerhin ist er unterhaltsam und nett auf seine Art. Sozusagen haben wir hier eine zweite Episode des Widerstandes vor uns, die uns Lesern das Leben auf Terrania unter den Arkoniden näherbringen soll. Ich hoffe, die Autoren machen nicht den Fehler und liefern in den nächsten Milchstraßenbänden nur noch solche Episoden - auf die Dauer würde das doch sehr langweilig werden.
Andererseits ist die Figur des Banther Hoffmann recht gut gelungen. An dieser Stelle wird mal wieder deutlich, wie einfach es ist, einen Mitmenschen nur aufgrund seiner Herkunft oder seiner Äußerlichkeiten zu verurteilen - obwohl man schon längere Zeit mit ihm verbracht hat. Da klingt ein gewisser nachdenklicher Ton mit, wenn Hoffmann diese Passagen schildert.
Die eher mythisch angehauchten Szenen um Tia und Plato werden wohl nicht jedem gefallen. Es erinnerte mich irgendwie an "Don Juan" - und damit ist nicht der Verführer aus Italien gemeint. Castaneda hat die Bücher um diesen Schamanen verfaßt, glaube ich. Mir haben diese Passagen jedenfalls ausnehmend gut gefallen. Was vielleicht daran liegt, daß in der Serie selten solche religiösen Szenen geschildert werden. Hin und wieder - nicht zu oft - vermögen sie der Serie einen gewissen Touch zu geben. Und der fehlt mir momentan zu häufig.

Fazit:
Ein lesenswerter Roman, der die Handlung zwar nicht unbedingt sehr viel weiterbringt, aber durchaus einige Denkanstöße bereithält.

12 Punkte

Christian Spließ

Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesucht

Da Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy.

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