Band 40: "Die Faust Gottes"

Autor: Jo Zybell

80 Jahre nach dem Einschlag des Kometen wettert Reverend Pain in London gegen die Lords. Diese scheinen sich über Pains Bemühungen eher zu amüsieren als zu ärgern. Zusammen mit der jungen Therese, die offenbar ein Techno ist und Pain wegen einer Vision folgt, läßt sich Pain in der Ruine einer Kathedrale nieder.
Gegenwart: Aruula und Matt treffen bei ihrer Reise auf die Leichen mehrerer WCA-Agenten. Offenbar hat der Weltrat die Verfolgung von Matt noch nicht aufgegeben. Die Leichen sind grauenhaft enstellt. Kurze Zeit später geraten Matt und Aruula zwischen geheimnisvolle Echsenwesen, die mittels ihres Atems Dinge vereisen können. Fast gelingt es ihnen, Matt und Aruula zu fangen, doch dann tritt Reverend Rage auf den Plan und kann die prekäre Situation für sich entscheiden. Das Weihwasser des Reverends entfaltet dabei eine verheerende Wirkung. Rage geleitet die beiden nach Godsville, dem früheren Knoxville. Matt und Aruula treffen dort auf Edward Thorne. Dieser wirft nicht nur ein Auge auf Aruula - und wird vom Reverend dabei erwischt, wie er unzüchtigen Gedanken nachhängt.
Vergangenheit: Mehrere ausgesaugte Leichen werden gefunden. Für Pain ist klar, welche Wesen die Ursache für diese Leichen sind: Nosferatu. Und diese halten im ehemaligen Westminster Hopital Hof. Pain und Therese dringen in die Ruinen ein und werden getrennt. Kurze Zeit später stoßen die Lords zu ihm, und gemeinsam finden sie Thereses Leiche. Wutentbrannt schnappt sich Pain einen Nosfera, der ihm erzählt, wie die Nosfera entstanden sind. Pain läßt ihn laufen, bestellt aber den Anführer zu einem Duell. Gewinnt Pain, verlassen die vermeintlichen Dämonen die Insel, wenn nicht, ist Pain tot. ;-)
Gegenwart: Thorne ist wütend auf Aruula - und als die Echsen die Stadt angreifen, tauscht er das wirksame Weihwasser - das nichts anderes ist als 90% Alkohol - gegen normales Wasser aus. Matt ist währenddessen auf Gefangene gestoßen, die Pain mit Predigten und Bußeaufrufen zu bekehren sucht. Dabei ist ein Agent des Weltrats. Als die Echsen Godswille angreifen, gehen die Bürger gegen diese vor. Allerdings werden sie gnadenlos vernichtet. Matt schickt Aruula in die Stadt zurück, um die Gefangenen zu befreien. Nachdem Aruula ein kleines Geplänkel mit Thorne hat und dabei Alkohol ins Blut injiziert bekommt, stürmen die Gefangenen los.
Vergangenheit: Beim Duell töten sich Pain und der Anführer der Nosfera gegenseitig. Während der Anführer jedoch sofort tot ist, lebt Pain noch lange genug fort, um die beeindruckten Schaulustigen zu taufen, die den Grundstein für den Orden der Reverends legen.
Gegenwart: Während für Rage die Welt zusammenbricht, verlassen Matt und Aruula Godsville, um ihren Weg nach Riverside fortzusetzen.

Reverend Pain in der Welt von Maddrax - kann das gutgehen? Das fragt sich derjenige, die die Abenteuer von Pain im GS verfolgt hat. Da Jo Zybell ein Abenteuer des Reverends verfaßt hat, ist er natürlich für das Crossover prädestiniert.
Nun denn - der Roman hat durchaus seine Qualitäten. Die Reverends sind mit Ironie gezeichnet. Vor allem die Szenen um Thorne sind derart köstlich erzählt, daß sich ein Schmunzeln nicht vermeiden läßt.
Indem sich Jo Zybell von dem GS-Charakter entfernt, enttäuscht er naturgemäß die Erwartungen, die der GS-Leser an die Figur stellt. Und das ist halt der Knackpunkt bei der Sache. Die Hardcore-Fans werden sicherlich von dieser Darstellung der Reverends enttäuscht sein - und die Neuleser werden sich fragen, was an dem Rummel um Pain eigentlich dran ist.
Der Seitensprung, den Aruula begangen hat, scheint doch nicht so einfach vergeben und vergessen zu sein. Und das ist gut so - denn so etwas hinterläßt doch tiefere Spuren. Ich wäre auch enttäuscht gewesen, wenn man das so einfach abgehakt hätte. Matt scheint die Sache allerdings besser verkraften zu können.
Die Steigerung von Aruulas Fähigkeit kann eine Nachwirkung der Behandlung sein, die sie beim Weltrat erfahren hat. Mal sehen, ob diese Wirkung länger anhält.
Und ich bin auch gespannt, ob wir mehr von dieser Echsen-Zivilisation erfahren werden - im Forum hat Mad Mike schon so etwas angedeutet. ;-)
Nun denn, als nächstes kommt der Elvis-Band. Irgendwie passend, daß der Stählerne den verfaßt. ;-) (* "Superman" Stahl? >;-))) Heike)

Fazit:
Ein Roman, der einen zwiespältigen Eindruck hinterläßt. Die Hardcore-Fans werden enttäuscht sein, die Neuleser vermutlich nur mit der Achsel zucken.
Dennoch - der Ironie-Anteil rechtfertigt die untenstehenden Wertung.
9 Punkte

Christian Spließ

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