80 Jahre
nach dem Einschlag des Kometen wettert Reverend Pain in London gegen
die Lords. Diese scheinen sich über Pains Bemühungen eher
zu amüsieren als zu ärgern. Zusammen mit der jungen
Therese, die offenbar ein Techno ist und Pain wegen einer Vision
folgt, läßt sich Pain in der Ruine einer Kathedrale
nieder.
Gegenwart: Aruula und Matt treffen bei ihrer Reise auf die Leichen
mehrerer WCA-Agenten. Offenbar hat der Weltrat die Verfolgung von
Matt noch nicht aufgegeben. Die Leichen sind grauenhaft enstellt.
Kurze Zeit später geraten Matt und Aruula zwischen
geheimnisvolle Echsenwesen, die mittels ihres Atems Dinge vereisen
können. Fast gelingt es ihnen, Matt und Aruula zu fangen, doch
dann tritt Reverend Rage auf den Plan und kann die prekäre
Situation für sich entscheiden. Das Weihwasser des Reverends
entfaltet dabei eine verheerende Wirkung. Rage geleitet die beiden
nach Godsville, dem früheren Knoxville. Matt und Aruula treffen
dort auf Edward Thorne. Dieser wirft nicht nur ein Auge auf Aruula -
und wird vom Reverend dabei erwischt, wie er unzüchtigen
Gedanken nachhängt.
Vergangenheit: Mehrere ausgesaugte Leichen werden gefunden. Für
Pain ist klar, welche Wesen die Ursache für diese Leichen sind:
Nosferatu. Und diese halten im ehemaligen Westminster Hopital Hof.
Pain und Therese dringen in die Ruinen ein und werden getrennt. Kurze
Zeit später stoßen die Lords zu ihm, und gemeinsam finden
sie Thereses Leiche. Wutentbrannt schnappt sich Pain einen Nosfera,
der ihm erzählt, wie die Nosfera entstanden sind. Pain
läßt ihn laufen, bestellt aber den Anführer zu einem
Duell. Gewinnt Pain, verlassen die vermeintlichen Dämonen die
Insel, wenn nicht, ist Pain tot. ;-)
Gegenwart: Thorne ist wütend auf Aruula - und als die Echsen die
Stadt angreifen, tauscht er das wirksame Weihwasser - das nichts
anderes ist als 90% Alkohol - gegen normales Wasser aus. Matt ist
währenddessen auf Gefangene gestoßen, die Pain mit
Predigten und Bußeaufrufen zu bekehren sucht. Dabei ist ein
Agent des Weltrats. Als die Echsen Godswille angreifen, gehen die
Bürger gegen diese vor. Allerdings werden sie gnadenlos
vernichtet. Matt schickt Aruula in die Stadt zurück, um die
Gefangenen zu befreien. Nachdem Aruula ein kleines Geplänkel mit
Thorne hat und dabei Alkohol ins Blut injiziert bekommt, stürmen
die Gefangenen los.
Vergangenheit: Beim Duell töten sich Pain und der Anführer
der Nosfera gegenseitig. Während der Anführer jedoch sofort
tot ist, lebt Pain noch lange genug fort, um die beeindruckten
Schaulustigen zu taufen, die den Grundstein für den Orden der
Reverends legen.
Gegenwart: Während für Rage die Welt zusammenbricht,
verlassen Matt und Aruula Godsville, um ihren Weg nach Riverside
fortzusetzen.
Reverend Pain in der Welt von Maddrax - kann das gutgehen? Das fragt
sich derjenige, die die Abenteuer von Pain im GS verfolgt hat. Da Jo
Zybell ein Abenteuer des Reverends verfaßt hat, ist er
natürlich für das Crossover prädestiniert.
Nun denn - der Roman hat durchaus seine Qualitäten. Die
Reverends sind mit Ironie gezeichnet. Vor allem die Szenen um Thorne
sind derart köstlich erzählt, daß sich ein Schmunzeln
nicht vermeiden läßt.
Indem sich Jo Zybell von dem GS-Charakter entfernt, enttäuscht
er naturgemäß die Erwartungen, die der GS-Leser an die
Figur stellt. Und das ist halt der Knackpunkt bei der Sache. Die
Hardcore-Fans werden sicherlich von dieser Darstellung der Reverends
enttäuscht sein - und die Neuleser werden sich fragen, was an
dem Rummel um Pain eigentlich dran ist.
Der Seitensprung, den Aruula begangen hat, scheint doch nicht so
einfach vergeben und vergessen zu sein. Und das ist gut so - denn so
etwas hinterläßt doch tiefere Spuren. Ich wäre auch
enttäuscht gewesen, wenn man das so einfach abgehakt hätte.
Matt scheint die Sache allerdings besser verkraften zu
können.
Die Steigerung von Aruulas Fähigkeit kann eine Nachwirkung der
Behandlung sein, die sie beim Weltrat erfahren hat. Mal sehen, ob
diese Wirkung länger anhält.
Und ich bin auch gespannt, ob wir mehr von dieser Echsen-Zivilisation
erfahren werden - im Forum hat Mad Mike schon so etwas angedeutet.
;-)
Nun denn, als nächstes kommt der Elvis-Band. Irgendwie passend,
daß der Stählerne den verfaßt. ;-) (* "Superman"
Stahl? >;-))) Heike)
Fazit:
Ein Roman, der einen zwiespältigen Eindruck
hinterläßt. Die Hardcore-Fans werden enttäuscht sein,
die Neuleser vermutlich nur mit der Achsel zucken.
Dennoch - der Ironie-Anteil rechtfertigt die untenstehenden
Wertung.
9 Punkte