Mondra
Diamond und die beiden Monochrom-Mutanten, Startac Schroeder und Trim
Marath, unternehmen einen Vorstoß zum Kabinett Herkoven-Lu.
Dieses befindet sich so nahe an Kintradims Heim, dem Wohnsitz des
Architekten Kintradim Crux, daß die Terraner hoffen, dort einen
Übergang zu finden.
Dies war tatsächlich früher der Fall, wie sie nach ihrer
Ankunft herausfinden. Kintradims Heim schwebt direkt über
Herkoven-Lu und ist mit diesem Kabinett durch acht Energieröhren
verbunden. Vor der Großen Verheerung gewährte der
Architekt ZENTAPHERs ausgesuchten Pilgern Audienzen. Der Transfer
erfolgte durch die Energieröhren, die als "Herkovens Weiche"
bezeichnet werden. Die Weiche ist jedoch seit der Großen
Verheerung nicht mehr in Betrieb. Der Architekt gibt seither auch
keine Audienzen mehr. Herkoven-Lu ist mit Pilgern
überfüllt, die darauf warten, daß die Weiche wieder
in Betrieb genommen wird. Alle Versuche von Pilgern, in der letzten
Zeit nach Kintradims Heim vorzudringen, endeten tödlich. Vor
einigen Jahren gab es allerdings einen blauhäutigen Fremden, der
die Energieröhren benutzte und seither nicht mehr aufgetaucht
ist. Die Terraner schließen aus der Beschreibung, daß es
sich bei diesem Wesen um den gesuchten Mohodeh Kascha handelte - und
der Ritter von Dommrath hat offenbar das Unmögliche
geschafft.
Nachdem eine Teleportation Startac Schroeders fehlgeschlagen ist,
begibt sich die Gruppe im Schutz der Paratronschirme durch die
Energieröhren nach Kintradims Heim.
Dort entdecken sie tatsächlich Mohodeh Kascha, der von Inkaty
Chirpagnon, dem Haushofmeister des Architekten, in einem Stasisfeld
gefangengesetzt wurde.
Chirpagnon war einst der Handelskanzler des Volkes der Kergorah.
Dieses wurde damals das Opfer einer Invasion der Instinktkrieger, die
mit ihren gewaltigen Trägerschiffen das gesamte Sternenreich der
Kergorah vernichteten. Inkaty Chirpagnon versuchte, sich angesichts
der drohenden Vernichtung mit seinen engsten Vertrauten in Sicherheit
zu bringen. Sein Schiff wurde allerdings von den Instinktkriegern
aufgebracht. Man zwang ihn, die noch geheimen Koordinaten der
Heimatwelt seines Volkes zu verraten, die daraufhin von den
Instinktkriegern vernichtet wurde.
Chirpagnon wurde nach ZENTAPHER verschleppt und nach Kintradims Heim
gebracht, wo er Kintradim Crux vorgeführt wurde. Seither ist er
der Haushofmeister des Architekten; er betreut Kintradims
Schloß, das er nicht verlassen darf.
Crux führte Chirpagnon in seine Aufgaben ein. Unter anderem hat
er die "Halle der Ewigen" zu beaufsichtigen. Dort werden in
Behältern Opfer jener mysteriösen Seuche, von der die
Galaxis Dommrath seit Jahrhunderttausenden heimgesucht wird, für
alle Ewigkeit am Leben erhalten. Crux nennt die bemitleidenswerten
Geschöpfe "seine Lieblinge", und es ist Chirpagnons Aufgabe, sie
durch Schmerzimpulse zu stimulieren, damit sich nicht
verkümmern.
Riesige Zeiträume vergehen; es können Jahrhunderttausende
sein. Inkaty Chirpagnon ist innerhalb von Kintradims Heim offenbar
unsterblich - wie der Architekt und Schöpfer ZENTAPHERs selbst.
Mit der Zeit wird das Leben für den letzten Kergorah zur Qual,
doch alle seine Fluchtversuche scheitern.
Mondra Diamond und die beiden Mutanten dringen in Kintradims
Schloß ein. Sie entdecken dort Holos, auf denen das
CLURMERTAKH-System und sogar die SOL zu sehen sind. Es gelingt ihnen,
Mohodeh Kascha aus seinem Stasisfeld zu befreien. Inkaty Chirpagnon
kommt bei einem Kampf mit Trim Marath ums Leben; die Terraner und der
Ritter von Dommrath können zur Entree-Station entkommen.
Ein guter Roman mit erstaunlichen Wendungen. Es sind wider Erwarten
nicht Atlan oder die anderen Zellaktivatorträger, sondern Mondra
Diamond und die beiden Monochrom-Mutanten, die den Ritter von
Dommrath befreien. Und auch das wird nicht übermäßig
ausgewalzt, denn nebenher wird mit der Geschichte Inkaty Chirpagnons
noch eine ordentliche Nebenhandlung präsentiert.
Mondra Diamond wird zunehmend in den Vordergrund gerückt -
angemessen, ist sie doch neben Bré Tsinga derzeit der einzige
herausragende Frauen-Charakter in der Serie. Nach sechs Heften, also
in durchaus annehmbarer Zeit, wird Mohodeh Kascha gefunden - die
beiden nächsten Bände dürften sich mit seinen
bisherigen Erlebnissen in ZENTAPHER beschäftigen. Es geht auf
dieser Handlungsebene also zügig voran. Vier Hefte für die
Erkundungen in den doch insgesamt 612.000 Kabinetten, das kann sich
sehen lassen.
Der Vorgängerband war, wie sich hier zeigt, allerdings doch ein
reiner Lückenfüller. Die Erkenntnisse, die dort über
die Instinktkrieger vermittelt wurden, waren spärlicher als das,
was hier quasi in der Nebenhandlung präsentiert wird: Offenbar
war ZENTAPHER früher wirklich mobil und verbreitete mit seinen
Raumflotten Angst und Schrecken im Universum.
Eine Begegnung mit Kintradim Crux, dem Architekten, bleibt jedoch aus
- das hebt man sich wohl für später auf. Die drei Terraner
hätten mit diesem Wesen wohl auch mächtige Probleme
bekommen.
Hinweise, wieso die Instinktkrieger das Sternenreich der Kergorah
vernichteten, fehlen ebenfalls. Die eigentliche Natur ZENTAPHERs
bleibt damit weiterhin rätselhaft. Die Halle, in der die
Seuchenopfer gefangengehalten werden, deutet darauf hin, daß
die Seuche in Dommrath irgend etwas mit ZENTAPHER zu tun hat. Der
Leser darf weiter spekulieren.
Fazit:
Zwei Handlungsstränge, knapp und präzise abgehandelt,
ordentliche Hauptpersonen - und ein wichtiges Zwischenziel wurde
erreicht. Was will man mehr? Überzeugend.
11 Punkte
|
Da rechnet man eigentlich damit, ein paar Brosamen
in Sachen Kintradim Crux vorgeworfen zu bekommen; statt
dessen findet das Team um Mondra den letzten Kimbaner - und
vom Architekten immer noch keine Spur. Das ist doch ziemlich
überraschend und vermag zu gefallen. Hierbei sind es
also gerade nicht die ZAC-Träger, die den Ritter von
Dommrath finden - gute Idee. Und auch vom Timing her vermag
das zu gefallen. Zum einen geht es inzwischen auf der
Dommrath-Ebene insgesamt recht zügig voran, zum anderen
deutet sich auch an, daß man sich mit ZENTAPHER nicht
länger als den aktuellen Vierer-Block beschäftigen
wird. Eine angenehme Geschwindigkeit - nicht zu langsam,
aber auch nicht zu schnell. Da ist dann auch der
vorangegangene "Füller" von H.G. Francis zu verkraften,
zumal der ja auch gar nicht mal so schlecht war. |
|
Tja, da hätten wir also Mohodeh Kascha gefunden.
Gleichzeitig wird die Vermutung bestätigt, daß
die 11-KYR ein Schlachtschiff war. |
Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |