Im
Dreißigjährigen Krieg zieht die Landsknechts-Truppe um
Troller, den "Fuchs", raubend und mordend durch die Gegend. Einzig
Timo, der jüngste Soldat im Trupp, hat manchmal Bedenken. Als
die Soldaten auf eine Höhle unweit eines Bauernhofes
stoßen, vermuten sie darin ein Versteck für die Bauern der
Gegend. Doch in der Höhle befindet sich ein Monstrum -
jedenfalls in den Augen der Söldner. Einzig Troller ist von dem
Ding, halb Maschine, halb Lebewesen, fasziniert. Gemeinsam mit den
Söldnern erforscht er den Crush'tar - denn nichts anderes als
eine Maschine der Grah'tak liegt da vor ihnen. Troller verschmilzt
schließlich mit dem Crush'tar, und somit sind die Söldner
unbesiegbar. Denn der Crush'tar ist zwar intelligent, braucht aber
eine führende Hand. Und dafür ist Troller bestens
geeignet.
Das Auftauchen des Crush'tars bleibt den Lu'cen nicht verborgen, und
so schicken sie Torn auf eine heikle Mission. Er soll den Crush'tar
vernichten. Doch das ist bisher keinem Wanderer gelungen.
Torn stößt bald auf ein Heer, das gegen die Schweden
zieht. Kurz zuvor hat der Crush'tar eine Stadt vernichtet. Da Torn
anscheinend Informationen über die Höllenmaschine hat, wird
er vor den Feldherrn geführt - dieser spielt im Krieg noch eine
bedeutende Rolle. (Hmmm - Wallenstein? Tilly scheidet irgendwie
aus... ;-)) Torn lernt auch dessen Astrologen kennen. Der begegnet
Torn mit Mißtrauen und Argwohn - kein Wunder. Schließlich
ist dies ein Chamäleon. Es soll dafür sorgen, daß der
Feldherr mit dem Heer gegen die Höllenmaschine zieht und
stirbt.
Der Feldherr findet Gefallen an Torn und beauftragt ihn, innerhalb
von drei Tagen die Maschine zu zerstören. Dabei sollen ihn drei
Söldner unterstützen - recht fragwürdige Gestalten:
der Ungar, der Spanier Lorenzo und Otto, dem die Schweden Ohren und
Zunge abgeschnitten haben.
In der Zwischenzeit bahnt sich der Crush'tar einen Weg durch die
Gegend. Und Timo fühlt sich immer unwohler, doch er kann nicht
aussteigen. Seine Zweifel stören Troller, und schließlich
tötet er Timo, indem er ihn komplett in sich aufsaugt.
Währenddessen hat das Chamäleon seine Dämonenschlange
ausgesandt, um Torn zu vernichten. Doch Torn kann sie mit seinen drei
Gefährten erledigen. Das bringt die Pläne des
Chamäleons ins Wanken. So ruft er die Grak'ul herbei, die sich
tief in der Erde der Schlachtfelder verborgen haben.
Torn und seine drei Begleiter machen sich auf die Spur des Crush'tars
und landen schließlich in einer Klosterruine - und dort scheint
sich ein Lu'cen zu befinden.
Steve Salomo liefert mit der Höllenmaschine einen sehr
routinierten Roman ab. Der Leser wird sich daran erinnern, daß
Torn schon einmal einem Crush'tar begegnet ist - das war in Band 4,
und die Geschehnisse lagen in tiefster Vergangenheit. (Wobei man sich
streiten kann, ob im Nunquam nun wirklich Zeit vergeht...)
Jetzt ist ein Überbleibsel des großen Krieges durch die
Bösartigkeit von Troller erwacht. Und ganz nebenbei mischt auch
noch Mathrigo mit, denn schließlich ist der Fund der
Höllenmaschine keinesfalls zufällig.
Dieser Torn ist weitaus komplexer als die übrigen Romane. Das
liegt einerseits daran, daß Torns Mission diesmal etwas weiter
gespannt ist und der Autor - vermutlich Peter Thannisch - Zeit
für Szenen hat, die die Charakterisierung der Protagonisten
vertiefen. Andererseits sind es die Handlungsfäden, die
geschickt miteinander verbunden sind und über das sonst
übliche Schema bei Torn-Romanen hinausgehen.
Ob sich die Lorbeeren auch auf den zweiten Teil erstrecken
können, werden wir sehen. Zumindest ist der erste Roman eine
angenehme Abwechslung.
Fazit:
Solider, routiniert erzählter Roman vom "Pain"-Erfinder. Man
darf auf den zweiten Teil gespannt sein.
11 Punkte