Band 11: "Die Höllenmaschine"

Autor: Stephen Salomo

Im Dreißigjährigen Krieg zieht die Landsknechts-Truppe um Troller, den "Fuchs", raubend und mordend durch die Gegend. Einzig Timo, der jüngste Soldat im Trupp, hat manchmal Bedenken. Als die Soldaten auf eine Höhle unweit eines Bauernhofes stoßen, vermuten sie darin ein Versteck für die Bauern der Gegend. Doch in der Höhle befindet sich ein Monstrum - jedenfalls in den Augen der Söldner. Einzig Troller ist von dem Ding, halb Maschine, halb Lebewesen, fasziniert. Gemeinsam mit den Söldnern erforscht er den Crush'tar - denn nichts anderes als eine Maschine der Grah'tak liegt da vor ihnen. Troller verschmilzt schließlich mit dem Crush'tar, und somit sind die Söldner unbesiegbar. Denn der Crush'tar ist zwar intelligent, braucht aber eine führende Hand. Und dafür ist Troller bestens geeignet.
Das Auftauchen des Crush'tars bleibt den Lu'cen nicht verborgen, und so schicken sie Torn auf eine heikle Mission. Er soll den Crush'tar vernichten. Doch das ist bisher keinem Wanderer gelungen.
Torn stößt bald auf ein Heer, das gegen die Schweden zieht. Kurz zuvor hat der Crush'tar eine Stadt vernichtet. Da Torn anscheinend Informationen über die Höllenmaschine hat, wird er vor den Feldherrn geführt - dieser spielt im Krieg noch eine bedeutende Rolle. (Hmmm - Wallenstein? Tilly scheidet irgendwie aus... ;-)) Torn lernt auch dessen Astrologen kennen. Der begegnet Torn mit Mißtrauen und Argwohn - kein Wunder. Schließlich ist dies ein Chamäleon. Es soll dafür sorgen, daß der Feldherr mit dem Heer gegen die Höllenmaschine zieht und stirbt.
Der Feldherr findet Gefallen an Torn und beauftragt ihn, innerhalb von drei Tagen die Maschine zu zerstören. Dabei sollen ihn drei Söldner unterstützen - recht fragwürdige Gestalten: der Ungar, der Spanier Lorenzo und Otto, dem die Schweden Ohren und Zunge abgeschnitten haben.
In der Zwischenzeit bahnt sich der Crush'tar einen Weg durch die Gegend. Und Timo fühlt sich immer unwohler, doch er kann nicht aussteigen. Seine Zweifel stören Troller, und schließlich tötet er Timo, indem er ihn komplett in sich aufsaugt.
Währenddessen hat das Chamäleon seine Dämonenschlange ausgesandt, um Torn zu vernichten. Doch Torn kann sie mit seinen drei Gefährten erledigen. Das bringt die Pläne des Chamäleons ins Wanken. So ruft er die Grak'ul herbei, die sich tief in der Erde der Schlachtfelder verborgen haben.
Torn und seine drei Begleiter machen sich auf die Spur des Crush'tars und landen schließlich in einer Klosterruine - und dort scheint sich ein Lu'cen zu befinden.

Steve Salomo liefert mit der Höllenmaschine einen sehr routinierten Roman ab. Der Leser wird sich daran erinnern, daß Torn schon einmal einem Crush'tar begegnet ist - das war in Band 4, und die Geschehnisse lagen in tiefster Vergangenheit. (Wobei man sich streiten kann, ob im Nunquam nun wirklich Zeit vergeht...)
Jetzt ist ein Überbleibsel des großen Krieges durch die Bösartigkeit von Troller erwacht. Und ganz nebenbei mischt auch noch Mathrigo mit, denn schließlich ist der Fund der Höllenmaschine keinesfalls zufällig.
Dieser Torn ist weitaus komplexer als die übrigen Romane. Das liegt einerseits daran, daß Torns Mission diesmal etwas weiter gespannt ist und der Autor - vermutlich Peter Thannisch - Zeit für Szenen hat, die die Charakterisierung der Protagonisten vertiefen. Andererseits sind es die Handlungsfäden, die geschickt miteinander verbunden sind und über das sonst übliche Schema bei Torn-Romanen hinausgehen.
Ob sich die Lorbeeren auch auf den zweiten Teil erstrecken können, werden wir sehen. Zumindest ist der erste Roman eine angenehme Abwechslung.

Fazit:
Solider, routiniert erzählter Roman vom "Pain"-Erfinder. Man darf auf den zweiten Teil gespannt sein.
11 Punkte

Christian Spließ

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