Civitas Terrena

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Band 2: "Begegnungen"

Autor: Martin Hoyer

Vincent Alexander, ein reicher Großindustrieller, gibt aus Anlaß des 10jährigen Jubiläums seiner Firma in seiner Zentrale eine kleine Gala. Zu der ist die High-Society eingeladen und auch eine gewisse Aheema McGerwyn. Natürlich ist eine solche Party die beste Gelegenheit, um Kundenkontakte zu knüpfen - genauer, Vincent möchte von Aheema einen Gegenstand namens IFM36. Aheema ist zuerst nicht ganz so angetan von der vorgeschlagenen Kooperation zwischen ihrer Firma, der AMGA, und Vincents Konzern.
Zwischendurch meldet der Sicherheitsbeauftragte Horaz mehrere merkwürdige Energieabfälle. Vincent bittet diesen, ihn auf dem Laufenden zu halten.
Um Aheema von der Redlichkeit seines Vorhabens zu überzeugen - schließlich will die schöne Industrielle nicht, daß IFM36 für Waffen verwendet wird - führt Vincent sie in die Geheimlabors und präsentiert ihr sein Projekt.
Währenddessen wird das Gebäude von geheimnisvollen Söldnern gestürmt, die es offensichtlich genau auf Vincents Projekt abgesehen haben. Gemeinsam mit Horaz kann Vincent die Angreifer festsetzen - offenbar hatten sie vor, das Gebäude in die Luft zu sprengen. Nachdem Aheema den Angriff überstanden hat, bittet sie sich Bedenkzeit aus. Die Kooperation ist noch nicht in trockenen Tüchern.
Es stellt sich heraus, daß die Angreifer gesuchte Terroristen sind. Vincent übergibt sie der Polizei - doch irgendjemand hat wohl etwas dagegen, daß die Terroristen dort landen. Und so werden sie kurzerhand umgelegt, nachdem sie im Überführungsgefängnis gelandet sind.
Dieses Ereignis bekommen Vincent und Aheema in einem Restaurant mit - Aheema erklärt sich dort bereit, mit Vincent zusammenzuarbeiten - und fragen sich jetzt, wer um alles in der Welt für die Morde verantwortlich war, aber vor allem: Was wird der Widersacher als nächstes unternehmen?

Civitas Terrena - wie man diesen Titel ins Deutsche übersetzen soll, weiß ich nicht, da ich nie in meinem Leben Latein hatte, aber irgendwas wird es wohl mit Stadt und Erde zu tun haben.
Wie dem auch sei: Erneut widmet sich der Rezensent einer Online-Serie, die monatlich erscheint und im SF-Bereich spielt. Warum ausgerechnet ich immer an diese Serien gerate, ist mir zwar ein Rätsel, aber was tut man nicht alles fürs Flash? ;-)
Zunächst einmal ist der Band sehr flüssig geschrieben und gut zu lesen. Wenn auch die Charaktere noch ein wenig schablonenhaft wirken, kann man den ersten Band der Serie doch einen gewissen Charme nicht absprechen.
Dabei geht es durchaus hart zur Sache - mit Action-Szenen geizt Martin Hoyer nun wahrlich nicht. Diese fügen sich aber harmonisch - wenn man Action denn als harmonisch bezeichnen kann - in den Text ein, und der Autor setzt sie an den richtigen Stellen ein. Davon kann sich mancher Profiautor mal eine Scheibe abschneiden.
Übrigens: Im Gegensatz zu anderen Online-Serien hat diese wohl Titelbilder. Über die Qualität derselben kann man sich streiten, aber immerhin - es gibt sie.

Fazit:
Ein Highlight ist dieser Roman zwar nicht, aber immerhin nett zu lesende SF, bei der es dann und wann auch gewaltig kracht. Nichts Besonderes, aber es ist ja auch der erste Band.
8 Punkte

Christian Spließ

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