Vincent
Alexander, ein reicher Großindustrieller, gibt aus Anlaß
des 10jährigen Jubiläums seiner Firma in seiner Zentrale
eine kleine Gala. Zu der ist die High-Society eingeladen und auch
eine gewisse Aheema McGerwyn. Natürlich ist eine solche Party
die beste Gelegenheit, um Kundenkontakte zu knüpfen - genauer,
Vincent möchte von Aheema einen Gegenstand namens IFM36. Aheema
ist zuerst nicht ganz so angetan von der vorgeschlagenen Kooperation
zwischen ihrer Firma, der AMGA, und Vincents Konzern.
Zwischendurch meldet der Sicherheitsbeauftragte Horaz mehrere
merkwürdige Energieabfälle. Vincent bittet diesen, ihn auf
dem Laufenden zu halten.
Um Aheema von der Redlichkeit seines Vorhabens zu überzeugen -
schließlich will die schöne Industrielle nicht, daß
IFM36 für Waffen verwendet wird - führt Vincent sie in die
Geheimlabors und präsentiert ihr sein Projekt.
Währenddessen wird das Gebäude von geheimnisvollen
Söldnern gestürmt, die es offensichtlich genau auf Vincents
Projekt abgesehen haben. Gemeinsam mit Horaz kann Vincent die
Angreifer festsetzen - offenbar hatten sie vor, das Gebäude in
die Luft zu sprengen. Nachdem Aheema den Angriff überstanden
hat, bittet sie sich Bedenkzeit aus. Die Kooperation ist noch nicht
in trockenen Tüchern.
Es stellt sich heraus, daß die Angreifer gesuchte Terroristen
sind. Vincent übergibt sie der Polizei - doch irgendjemand hat
wohl etwas dagegen, daß die Terroristen dort landen. Und so
werden sie kurzerhand umgelegt, nachdem sie im
Überführungsgefängnis gelandet sind.
Dieses Ereignis bekommen Vincent und Aheema in einem Restaurant mit -
Aheema erklärt sich dort bereit, mit Vincent zusammenzuarbeiten
- und fragen sich jetzt, wer um alles in der Welt für die Morde
verantwortlich war, aber vor allem: Was wird der Widersacher als
nächstes unternehmen?
Civitas Terrena - wie man diesen Titel ins Deutsche übersetzen
soll, weiß ich nicht, da ich nie in meinem Leben Latein hatte,
aber irgendwas wird es wohl mit Stadt und Erde zu tun haben.
Wie dem auch sei: Erneut widmet sich der Rezensent einer
Online-Serie, die monatlich erscheint und im SF-Bereich spielt. Warum
ausgerechnet ich immer an diese Serien gerate, ist mir zwar ein
Rätsel, aber was tut man nicht alles fürs Flash? ;-)
Zunächst einmal ist der Band sehr flüssig geschrieben und
gut zu lesen. Wenn auch die Charaktere noch ein wenig schablonenhaft
wirken, kann man den ersten Band der Serie doch einen gewissen Charme
nicht absprechen.
Dabei geht es durchaus hart zur Sache - mit Action-Szenen geizt
Martin Hoyer nun wahrlich nicht. Diese fügen sich aber
harmonisch - wenn man Action denn als harmonisch bezeichnen kann - in
den Text ein, und der Autor setzt sie an den richtigen Stellen ein.
Davon kann sich mancher Profiautor mal eine Scheibe abschneiden.
Übrigens: Im Gegensatz zu anderen Online-Serien hat diese wohl
Titelbilder. Über die Qualität derselben kann man sich
streiten, aber immerhin - es gibt sie.
Fazit:
Ein Highlight ist dieser Roman zwar nicht, aber immerhin nett zu
lesende SF, bei der es dann und wann auch gewaltig kracht. Nichts
Besonderes, aber es ist ja auch der erste Band.
8 Punkte