Das Erbe der Macht

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Band 10: "Allmacht - Die Macht der Engel"

Autor: Mike Hard

Nina, Thorsten und Zorek sind am Ziel ihrer Pläne - sie haben die Allmacht in ihren Händen. Damit sind die Lightfighter eigentlich geschlagen. Die diabolischen Drei ziehen sich auf die Traumebene zurück. Von dort aus wollen sie Weltherrschaft an sich bringen.
Währenddessen eröffnet Merlin den Lightfightern seine Herkunft: Er ist ein Bewußtseinssplitter von Luzifer, als dieser für einen kurzen Moment Reue verspürte. Zusätzlich zu den Tränen der Engel, aus denen die mächtigen Artefakte wurden, gibt es noch die Träne, die Luzifer selbst vergossen hat. Die Träne des Chaos besitzt die Macht, die Allmacht aufzuspalten. Natürlich machen sich die Lightfighter auf die Suche nach ihr - und geraten durch eine Zeitreise an den Hof von Camelot. Dummerweise wird Jürgen von seinen Begleitern getrennt und ist für den Tod von Mordred verantwortlich, der kurz vor der entscheidenden Schlacht gegen Arthur steht. Kurzerhand drückt Morgan le Fay Jürgen die Identität Mordreds auf - an sein vergangenes Leben erinnert er sich nicht mehr.
Die Träne des Chaos befindet sich im Knauf von Excalibur, Arthurs Schwert. Merlin will die Träne den Lightfightern bringen, wird aber von Morgan abgelenkt - und somit erfüllt sich sein Schicksal.
Kurz danach werden die Lightfighter Zeugen der letzten Schlacht von Arthur und Mordred. Im Bemühen, Arthur zu helfen, schleudern sie ein lähmendes Pulver auf ihn und besiegeln somit Jürgens Tod. Kaum hat das Schwert Kontakt mit den Lightfightern, werden diese wieder in die Gegenwart transportiert.
Unterdessen war Merlin auf der Traumebene ebenfalls nicht untätig. Zwar kann er nicht verhindern, daß Thorsten Anna einen Keim injiziert, aber als die Träne des Chaos erscheint, nutzt er ihre Kraft, um die Allmacht zu zerstören. Merlins Zeit ist abgelaufen; so kann er nur noch Karsten Hartmanns Leben retten und dafür sorgen, daß Ninas Träne explodiert. Den Tod von Jürgen kann er nicht rückgängig machen; die Hohen Mächte rufen ihn aus der Realität zurück.
Die Zukunft der Lightfighter ist damit wieder offen - auch, wenn das Team etliche Mitglieder verloren hat.

Originalität kann man Mike Hard sicher nicht absprechen - Merlin als Bewußtseinssplitter Luzifers hat durchaus etwas. Nun gut, die Handlungsebene um Camelot ist dann wieder nicht so besonders, aber insgesamt bietet dieser Roman einen stimmigen Abschluß des ersten Zyklus.
Schön finde ich, daß Hard in Zwischensequenzen Einblick in die Gedankenwelt der Lightfighter gewährt. Das vertieft die Charaktere nochmal und bietet andererseits dem Leser ein nettes Deja-vu.
Damit ist also der erste Zyklus abgeschlossen, aber offenbar steht dem Team noch etliches bevor. Das läßt sich aus dem Ausblick schließen, der sich Merlin bietet. Es ist die Rede von einem ewigen Krieg und einer Endschlacht; zudem scheinen sich etliche Geheimnisse noch aufzuklären.
Übrigens sollte diese Rezi eigentlich gleichzeitig mit dem 11. Band erscheinen, aber offenbar ist Mike Hard im Urlaub, denn auf der Webseite findet sich zwar die Ankündigung des 11. Romans, aber mehr auch nicht. Und dabei sollte er doch schon Ende Juli draußen sein. Na ja, vielleicht hat der Autor auch nur die Rezi abgewartet... ;-)

Fazit:
Stimmiger Abschluß eines Zyklus mit Höhen und Tiefen.
12 Punkte

Christian Spließ

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