Nina, Thorsten und Zorek sind am Ziel ihrer Pläne - sie haben
die Allmacht in ihren Händen. Damit sind die Lightfighter
eigentlich geschlagen. Die diabolischen Drei ziehen sich auf die
Traumebene zurück. Von dort aus wollen sie Weltherrschaft an
sich bringen.
Währenddessen eröffnet Merlin den Lightfightern seine
Herkunft: Er ist ein Bewußtseinssplitter von Luzifer, als
dieser für einen kurzen Moment Reue verspürte.
Zusätzlich zu den Tränen der Engel, aus denen die
mächtigen Artefakte wurden, gibt es noch die Träne, die
Luzifer selbst vergossen hat. Die Träne des Chaos besitzt die
Macht, die Allmacht aufzuspalten. Natürlich machen sich die
Lightfighter auf die Suche nach ihr - und geraten durch eine
Zeitreise an den Hof von Camelot. Dummerweise wird Jürgen von
seinen Begleitern getrennt und ist für den Tod von Mordred
verantwortlich, der kurz vor der entscheidenden Schlacht gegen Arthur
steht. Kurzerhand drückt Morgan le Fay Jürgen die
Identität Mordreds auf - an sein vergangenes Leben erinnert er
sich nicht mehr.
Die Träne des Chaos befindet sich im Knauf von Excalibur,
Arthurs Schwert. Merlin will die Träne den Lightfightern
bringen, wird aber von Morgan abgelenkt - und somit erfüllt sich
sein Schicksal.
Kurz danach werden die Lightfighter Zeugen der letzten Schlacht von
Arthur und Mordred. Im Bemühen, Arthur zu helfen, schleudern sie
ein lähmendes Pulver auf ihn und besiegeln somit Jürgens
Tod. Kaum hat das Schwert Kontakt mit den Lightfightern, werden diese
wieder in die Gegenwart transportiert.
Unterdessen war Merlin auf der Traumebene ebenfalls nicht
untätig. Zwar kann er nicht verhindern, daß Thorsten Anna
einen Keim injiziert, aber als die Träne des Chaos erscheint,
nutzt er ihre Kraft, um die Allmacht zu zerstören. Merlins Zeit
ist abgelaufen; so kann er nur noch Karsten Hartmanns Leben retten
und dafür sorgen, daß Ninas Träne explodiert. Den Tod
von Jürgen kann er nicht rückgängig machen; die Hohen
Mächte rufen ihn aus der Realität zurück.
Die Zukunft der Lightfighter ist damit wieder offen - auch, wenn das
Team etliche Mitglieder verloren hat.
Originalität kann man Mike Hard sicher nicht absprechen - Merlin
als Bewußtseinssplitter Luzifers hat durchaus etwas. Nun gut,
die Handlungsebene um Camelot ist dann wieder nicht so besonders,
aber insgesamt bietet dieser Roman einen stimmigen Abschluß des
ersten Zyklus.
Schön finde ich, daß Hard in Zwischensequenzen Einblick in
die Gedankenwelt der Lightfighter gewährt. Das vertieft die
Charaktere nochmal und bietet andererseits dem Leser ein nettes
Deja-vu.
Damit ist also der erste Zyklus abgeschlossen, aber offenbar steht
dem Team noch etliches bevor. Das läßt sich aus dem
Ausblick schließen, der sich Merlin bietet. Es ist die Rede von
einem ewigen Krieg und einer Endschlacht; zudem scheinen sich etliche
Geheimnisse noch aufzuklären.
Übrigens sollte diese Rezi eigentlich gleichzeitig mit dem 11.
Band erscheinen, aber offenbar ist Mike Hard im Urlaub, denn auf der
Webseite findet sich zwar die Ankündigung des 11. Romans, aber
mehr auch nicht. Und dabei sollte er doch schon Ende Juli
draußen sein. Na ja, vielleicht hat der Autor auch nur die Rezi
abgewartet... ;-)
Fazit:
Stimmiger Abschluß eines Zyklus mit Höhen und Tiefen.
12 Punkte