Brian Lumley:

"Necroscope - Totenwache"

(Necroscope - Band 5)
OT: Necroscope 2: Wamphyri!
Ü: Hans Gerwien
GB 1988
(192 Seiten, Paperback, Festa-Verlag 2805, ISBN 3-935822-00-6, DM 19,90)
- erschienen: August 2001 -

Nun ist der Abschlußband des zweiten Romans der Necroscope-Reihe von Brian Lumley erschienen. Ein Rezension darüber ist gar nicht mehr so einfach oder sinnvoll(?), denn dies ist ja nur der dritte Teil von eigentlich einem Buch.
Die Trennung in drei Teile macht sich für mich hier besonders negativ bemerkbar. Nachdem meine Lektüre des vorangegangenen Bandes etwas her ist, brauchte es schon etwas Zeit, wieder richtig einzusteigen.
Die Handlung macht natürlich ihren logischen Fortgang; alles führt in Richtung Finale.
Alec Kyle, der Chef des englischen PSI-Dezernates, jetzt INTESP genannt, ist zusammen mit Felix Krakovic, dem Leiter des russischen E-Dezernats, auf dem Weg zum Grab von Thibor Ferency, um die dortigen Überreste endgültig zu vernichten. Doch Andropovs KGB hat ein Auge auf sie geworfen, und Krakovics Stellvertreter macht hinter seinem Rücken gemeinsame Sache mit dem Sowjet-Geheimdienst. Ein Killer des KGB ist schon unterwegs, um sie auszuschalten.
Währenddessen bereitet sich INTESP auf den Sturm von Harkley House - Yulian Bodescus Unterschlupf - vor, um das Vampirnest auszuräuchern, und das dürfte eine ausgesprochene blutige Angelegenheit werden.
Yulians Fähigkeiten haben sich jetzt vervollkommnet; er hat sich voll auf den Wamphyri in sich eingestellt, ist perfekt mit ihm verwachsen.
Dem Geist Thibor Ferencys gelingt es, mit Yulian in Kontakt zu treten, ihn so auf die Gefahr von INTESP aufmerksam zu machen und ihm mitzuteilen, wer die Fäden hinter INTESP zieht, nämlich Harry. Damit gelangen auch Harrys Frau und das Baby in große Gefahr.
Harry Keogh muß inzwischen immer härter gegen den Geist seines Kindes kämpfen, um sich aus dessen Körper befreien zu können und eine selbständige Persönlichkeit zu bleiben.
So spitzt sich zusehends die Handlung an den verschiedenen Schauplätzen zu, und bei Brian Lumley muß man davon ausgehen, daß bestimmt nicht alle Protagonisten oder auch nur einige die Konfrontation überleben werden - aber wie schon normal bei Necroscope: Der Tod ist nicht das Ende.

Zum Schluß kann ich nur sagen, daß dieser Band natürlich nur interessant für die Leser mindestens der zwei Vorbände ist, und wer bis dahin gekommen ist, den dürfte dieser Teil bestimmt interessieren. Immerhin kommt es zu einer überraschenden Wendung im Band, für mich jedenfalls - im Nachhinein hätte man es natürlich schon vorher erraten können. Aber der Schluß stimmt mich sehr gespannt auf die nächsten Folgen, und ich hoffe, daß die überaus blasse Darstellung des Harry Keogh dann endlich beendet ist.
Zu Wünschen wäre auf jeden Fall eine etwas andere Erscheinung der Serie im Festa-Verlag; die Stückelung kommt meines Erachtens dem Lesen überhaupt nicht entgegen. Für den Preis der drei Einzelbände hätte man jedenfalls ein tolles Hardcover herausgeben können. Aber ich glaube nicht, daß sich hier demnächst etwas ändert.
Beenden wir also diese kurze Rezi mit einem positiven Fazit zur Handlung: Sie macht wirklich gespannt auf Folgendes und die schon erwähnten Einschränkungen zur deutschen Ausgabe.
12 Punkte

Bernd Krosta


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