Si Cwan und
Zev Kebram sind mit dem Runabout zur vermeintlich gestrandeten
Marquand unterwegs. Sie ahnen nicht, daß die ehemaligen Freunde
von Si Cwan ihnen dort eine Falle gestellt haben - doch Zev wird
rechtzeitig mißtrauisch, und es gelingt ihnen, noch rechtzeitig
vom Runabout zu fliehen. Per Nottransmitter werden sie automatisch
auf die Marquand gebeamt.
Unterdessen nimmt die Excalibur Kontakt zu den Nelkariten auf - diese
erklären sich bereit, die Flüchtlinge aufzunehmen, die die
Excalibur kurz zuvor an Bord genommen hat. Die Nelkariten scheinen
ein freundliches Volk zu sein, aber Mackenzie kann ein gewisses
Mißtrauen nicht verbergen. Er warnt die Flüchtlinge, kann
aber nichts gegen ihre Entscheidung tun, auf dem Planeten der
Nelkariten zu bleiben.
Auf der Marquand entwickelt sich ein Guerillakrieg. Da der Plan, Si
Cwan direkt mit dem Runabout zu vernichten, nicht geklappt hat,
opfern die Thallonianer kurzerhand das eigene Raumschiff - doch auch
diesmal können Zev und Si gerettet werden. Und zwar von D'ndai,
dem Bruder Mackenzies - der sie prompt nach Thallon bringt. Eine
Gerichtsverhandlung ist unausweichlich.
Währenddessen muß sich Mackenzie mit den Nelkariten
auseinandersetzen, die die Flüchtlinge als Geiseln benutzen, um
Technologie von der Excalibur zu erpressen. Ein Duell, das sie
letztlich nicht gewinnen können - schließlich war
Mackenzie einst ein gewiefter Terrorist...
Gleich zwei Romane in einem Band bietet die Fortsetzung der
New-Frontier-Reihe. In den Staaten wurden die ersten vier Romane als
schmale Einzelbände veröffentlicht. Heyne hat die Romane
nun in insgesamt zwei Bänden zusammengefaßt - aber ich
meine, dies schon in der letzten Rezension geschrieben zu haben.
Nachdem im letzten Roman die Mannschaft zusammengestellt wurde, geht
es nun in den ersten Einsatz. Im Grunde genommen müssen sich nun
Mannschaft und Captain zusammenraufen - und das wird von Peter David
mit einer hübschen Prise Ironie und einer sehr actionreichen
Handlung erzählt.
Es macht einfach Spaß, Captain Calhoun agieren zu sehen, zu
erleben, wie er mit List gegen das Regime der Nelkariten vorgeht -
und auf der anderen Seite haben wir die Krach-Bumm-Handlung rund um
Zev und Si Cwan. Und nicht zu vergessen Dr. Selar, die alle Anzeichen
eines Pon-Farr an sich bemerkt. Das Pikante an der Situation ist
dabei, daß sie sich zu Borgoyne 172, einem Hermaphroditen,
hingezogen fühlt. David macht die Zweigeschlechtlichkeit des
Hermats sehr nett deutlich. Immer, wenn von ihm/ihr die Rede ist,
benutzt er beide Pronomen mit einem Schrägstrich dazwischen.
Also wie im letzten Satz. ;-)
Fazit:
Eine sehr rasante Handlung gepaart mit interessanten Charakteren und
einer hübschen Prise Ironie - ein Lesevergnügen erster
Güte.
13 Punkte