Peter David:

"U. S. S. Excalibur"

(Star Trek - Die neue Grenze 2)
Star Trek - New Frontier 3: The two front war
Star Trek - New Frontier 4: Endgame
Ü: Bernhard Kempen
New York, 1997
(343 S., Taschenbuch, Heyne 06/6552, ISBN 3-453-17936-6, 15,00)
- erschienen: Dezember 2000 -

Si Cwan und Zev Kebram sind mit dem Runabout zur vermeintlich gestrandeten Marquand unterwegs. Sie ahnen nicht, daß die ehemaligen Freunde von Si Cwan ihnen dort eine Falle gestellt haben - doch Zev wird rechtzeitig mißtrauisch, und es gelingt ihnen, noch rechtzeitig vom Runabout zu fliehen. Per Nottransmitter werden sie automatisch auf die Marquand gebeamt.
Unterdessen nimmt die Excalibur Kontakt zu den Nelkariten auf - diese erklären sich bereit, die Flüchtlinge aufzunehmen, die die Excalibur kurz zuvor an Bord genommen hat. Die Nelkariten scheinen ein freundliches Volk zu sein, aber Mackenzie kann ein gewisses Mißtrauen nicht verbergen. Er warnt die Flüchtlinge, kann aber nichts gegen ihre Entscheidung tun, auf dem Planeten der Nelkariten zu bleiben.
Auf der Marquand entwickelt sich ein Guerillakrieg. Da der Plan, Si Cwan direkt mit dem Runabout zu vernichten, nicht geklappt hat, opfern die Thallonianer kurzerhand das eigene Raumschiff - doch auch diesmal können Zev und Si gerettet werden. Und zwar von D'ndai, dem Bruder Mackenzies - der sie prompt nach Thallon bringt. Eine Gerichtsverhandlung ist unausweichlich.
Währenddessen muß sich Mackenzie mit den Nelkariten auseinandersetzen, die die Flüchtlinge als Geiseln benutzen, um Technologie von der Excalibur zu erpressen. Ein Duell, das sie letztlich nicht gewinnen können - schließlich war Mackenzie einst ein gewiefter Terrorist...

Gleich zwei Romane in einem Band bietet die Fortsetzung der New-Frontier-Reihe. In den Staaten wurden die ersten vier Romane als schmale Einzelbände veröffentlicht. Heyne hat die Romane nun in insgesamt zwei Bänden zusammengefaßt - aber ich meine, dies schon in der letzten Rezension geschrieben zu haben. Nachdem im letzten Roman die Mannschaft zusammengestellt wurde, geht es nun in den ersten Einsatz. Im Grunde genommen müssen sich nun Mannschaft und Captain zusammenraufen - und das wird von Peter David mit einer hübschen Prise Ironie und einer sehr actionreichen Handlung erzählt.
Es macht einfach Spaß, Captain Calhoun agieren zu sehen, zu erleben, wie er mit List gegen das Regime der Nelkariten vorgeht - und auf der anderen Seite haben wir die Krach-Bumm-Handlung rund um Zev und Si Cwan. Und nicht zu vergessen Dr. Selar, die alle Anzeichen eines Pon-Farr an sich bemerkt. Das Pikante an der Situation ist dabei, daß sie sich zu Borgoyne 172, einem Hermaphroditen, hingezogen fühlt. David macht die Zweigeschlechtlichkeit des Hermats sehr nett deutlich. Immer, wenn von ihm/ihr die Rede ist, benutzt er beide Pronomen mit einem Schrägstrich dazwischen. Also wie im letzten Satz. ;-)

Fazit:
Eine sehr rasante Handlung gepaart mit interessanten Charakteren und einer hübschen Prise Ironie - ein Lesevergnügen erster Güte.
13 Punkte

Christian Spließ


Interesse? Hier kannst Du dieses Buch direkt bei amazon.de bestellen, und das Flash damit auch ein wenig finanziell unterstützen.


home...