Band 43: "Kampf um Cape Canaveral"

Autor: Ronald M. Hahn

Melanie Chambers ist auf Befehl Crows in Richtung Florida aufgebrochen - dort befindet sich das Saht-El, und der WCA-Präsident möchte es in seine Finger bekommen. Nachdem Melanie durch einen geschickten Schachzug mattgesetzt wurde, übernehmen die Running Men, die in den Computer der Community eingedrungen und deshalb bestens informiert sind, kurzerhand den Nixon, einen hochwertigen Panzer. Crow, der befürchtet, daß sich in seinem Rücken ein Sturm entwickeln könnte, schickt seine Tochter und Phil Holliday los. Mit dem Wissen von MacKenzie kann Phil das Shuttle zu Ende bauen. Und Phil spekuliert dabei auch, daß er sich klammheimlich aus dem Staub machen kann. Denn je länger er sich in der Gegenwart des WCA befindet, desto schwerer wird es für ihn, seine wahre Identität zu verbergen.
Unterdessen ist Mr. Black auch nicht untätig gewesen, sondern zieht mit dem Rest seiner Männer Richtung Florida. Das Shuttle darf dem Weltrat nicht in die Hände fallen. Natürlich bleibt es nicht aus, daß sich die beiden Parteien unterwegs begegnen.
Zuerst jedoch gerät Crow mit einem Pales-Stamm aneinander. Kurz danach erfahren die Running Men, daß Crow vor kurzem durchgekommen ist, und sie machen sich bereit, den General auszuschalten. Dieser hat die Söhne des Himmels weitestgehend beseitigt, und das Shuttle ist auch fast fertig.
Der Angriff der Running Men ist nicht besonders erfolgreich - denn während es Black gelingt, Lynne Crow und Philipp zufällig in seine Gewalt zu bekommen, kann Crow zwei Running Men einkassieren. Dabei ist Phillips Identität aufgeflogen - Lynne hat mitbekommen, wie sich Black mit Phillip unterhalten hat. Der Geiselaustausch läuft alles andere als glatt - doch den Running Men gelingt es, durch einen zuvor genutzten Geheimgang zu entkommen. Lynne, die ihnen nachsetzt, macht die Bekanntschaft mit einem riesigen Krokodil, verliert ihren rechten Arm und fällt ins Koma. Damit ist Phillip, der es nicht geschafft hat, sich rechtzeitig abzusetzen, erstmal sicher.

Da tauchen Matt und Aruula mal einen Roman lang nicht auf, und dennoch vermißt man sie eigentlich gar nicht. Nicht so richtig jedenfalls. Das beweist einmal mehr, daß die Serie allmählich auf eigenen Beinen steht.
Ronald M. Hahn hat einen sehr netten und amüsant zu lesenden Roman geschrieben, seinen Humor sehr dezent und an die passenden Stellen verteilt - und zudem ist die Handlung auch nicht langweilig.
Solche Zwischenbände verleihen den Nebenfiguren mehr Profil und machen sie damit für den Leser interessanter. Und vor allem bei Lynne, diesem faszinierenden Biest, ist man auf die weitere Entwicklung gespannt - vor allem, weil sie von Phillips eigentlicher Identität weiß. Das werden für ihn gewiß keine angenehmen Zeiten beim WCA. Und andererseits ist auch dem Weltrat nun auch das Shuttle in die Hände gefallen - da war die Rede von der ISS und zudem von einer bewohnten Station auf dem Mars. Hmm... Wie war das noch? Ab Band 50 soll die Serie eine neue Richtung bekommen? Könnte es sein, daß diese Richtung sehr deutlich nach oben weist?
Daß die ISS noch funktioniert, wissen wir. Aber wir wissen nicht, wer oder was da oben ist.

Fazit:
Ein angenehm zu lesender, spannender Roman mit Hahns typischem Humor. Bei Perry könnte man sowas einen Füllroman nennen - so ganz unwichtig ist der Roman für die weitere Serien-Handlung zwar nicht, aber zum größten Teil überwiegt halt eine solide Action-Handlung.
10 Punkte

Christian Spließ

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