Melanie
Chambers ist auf Befehl Crows in Richtung Florida aufgebrochen - dort
befindet sich das Saht-El, und der WCA-Präsident möchte es
in seine Finger bekommen. Nachdem Melanie durch einen geschickten
Schachzug mattgesetzt wurde, übernehmen die Running Men, die in
den Computer der Community eingedrungen und deshalb bestens
informiert sind, kurzerhand den Nixon, einen hochwertigen Panzer.
Crow, der befürchtet, daß sich in seinem Rücken ein
Sturm entwickeln könnte, schickt seine Tochter und Phil Holliday
los. Mit dem Wissen von MacKenzie kann Phil das Shuttle zu Ende
bauen. Und Phil spekuliert dabei auch, daß er sich
klammheimlich aus dem Staub machen kann. Denn je länger er sich
in der Gegenwart des WCA befindet, desto schwerer wird es für
ihn, seine wahre Identität zu verbergen.
Unterdessen ist Mr. Black auch nicht untätig gewesen, sondern
zieht mit dem Rest seiner Männer Richtung Florida. Das Shuttle
darf dem Weltrat nicht in die Hände fallen. Natürlich
bleibt es nicht aus, daß sich die beiden Parteien unterwegs
begegnen.
Zuerst jedoch gerät Crow mit einem Pales-Stamm aneinander. Kurz
danach erfahren die Running Men, daß Crow vor kurzem
durchgekommen ist, und sie machen sich bereit, den General
auszuschalten. Dieser hat die Söhne des Himmels weitestgehend
beseitigt, und das Shuttle ist auch fast fertig.
Der Angriff der Running Men ist nicht besonders erfolgreich - denn
während es Black gelingt, Lynne Crow und Philipp zufällig
in seine Gewalt zu bekommen, kann Crow zwei Running Men einkassieren.
Dabei ist Phillips Identität aufgeflogen - Lynne hat
mitbekommen, wie sich Black mit Phillip unterhalten hat. Der
Geiselaustausch läuft alles andere als glatt - doch den Running
Men gelingt es, durch einen zuvor genutzten Geheimgang zu entkommen.
Lynne, die ihnen nachsetzt, macht die Bekanntschaft mit einem
riesigen Krokodil, verliert ihren rechten Arm und fällt ins
Koma. Damit ist Phillip, der es nicht geschafft hat, sich rechtzeitig
abzusetzen, erstmal sicher.
Da tauchen Matt und Aruula mal einen Roman lang nicht auf, und
dennoch vermißt man sie eigentlich gar nicht. Nicht so richtig
jedenfalls. Das beweist einmal mehr, daß die Serie
allmählich auf eigenen Beinen steht.
Ronald M. Hahn hat einen sehr netten und amüsant zu lesenden
Roman geschrieben, seinen Humor sehr dezent und an die passenden
Stellen verteilt - und zudem ist die Handlung auch nicht
langweilig.
Solche Zwischenbände verleihen den Nebenfiguren mehr Profil und
machen sie damit für den Leser interessanter. Und vor allem bei
Lynne, diesem faszinierenden Biest, ist man auf die weitere
Entwicklung gespannt - vor allem, weil sie von Phillips eigentlicher
Identität weiß. Das werden für ihn gewiß keine
angenehmen Zeiten beim WCA. Und andererseits ist auch dem Weltrat nun
auch das Shuttle in die Hände gefallen - da war die Rede von der
ISS und zudem von einer bewohnten Station auf dem Mars. Hmm... Wie
war das noch? Ab Band 50 soll die Serie eine neue Richtung bekommen?
Könnte es sein, daß diese Richtung sehr deutlich nach oben
weist?
Daß die ISS noch funktioniert, wissen wir. Aber wir wissen
nicht, wer oder was da oben ist.
Fazit:
Ein angenehm zu lesender, spannender Roman mit Hahns typischem Humor.
Bei Perry könnte man sowas einen Füllroman nennen - so ganz
unwichtig ist der Roman für die weitere Serien-Handlung zwar
nicht, aber zum größten Teil überwiegt halt eine
solide Action-Handlung.
10 Punkte