Der
Kimbaner Mohodeh Kascha steht Atlan und seinen Begleitern
zunächst äußerst skeptisch gegenüber, als er bei
dem Arkoniden die Aura eines Ritters der Tiefe wahrnimmt. Bevor man
sich jedoch weiter austauschen kann, nähert sich eine
Transportgondel der Entree-Station. Kascha wird von einem
Instinktkrieger angegriffen, den er jedoch mit Hilfe einer
Hightech-Waffe, eines sog. Xan-Katapultes, töten kann. Atlans
Wunsch, ihm Auskunft über die Pangalaktischen Statistiker und
deren Wissen über Thoregon zu erteilen, schiebt er auf, da er
zunächst die Rätsel um ZENTAPHER lösen will, in dem er
die größte potentielle Gefahr in diesem Teil des
Universums vermutet. Alles deutet darauf hin, daß ZENTAPHER
schwer beschädigt ist und derzeit von einem mächtigen,
möglicherweise negativ geprägten Wesen repariert wird.
Unterstützt von den ihm verbliebenen vier Tagebuch-Robotern
berichtet der Ritter von Dommrath von seinen Erlebnissen nach seinem
Aufbruch aus der Sternenkammer.
Rückblende: Mohodeh Kascha bricht mit seinem Schiff ATHA'KIMB
auf, um die Geheimnisse des Sektors CLURMERTAKH zu ergründen.
Dort ist auch ein Verband aus zwanzig Schiffen der Legion
verschollen. Man stößt auf die Reste von neunzehn der
Schiffe, die schwersten Kampfhandlungen zum Opfer gefallen sind. Aus
den Bordgehirnen der Wracks läßt sich rekonstruieren,
daß die Legionsschiffe einen unbekannten Raumer abfangen
wollten, doch dann das Feuer aufeinander eröffneten. Das letzte
intakte Schiff der Legion stürzte sich in eine Sonne. Der Ritter
folgert daraus, daß die Einheiten einem Angriff starker
suggestiver Kräfte ausgesetzt waren. Zuerst verdächtigt er
die Suggestoren der Ritter von Dommrath, die Irismeeter, doch auf
Irismeet erfährt er von einem seltsamen Flugobjekt, das auf
Irismeet gelandet war und eine Station angegriffen hatte. Die
Irismeeter, die starke Militäreinheiten zur Insel in Marsch
gesetzt hatten, waren durch machtvolle suggestive Impulse
ferngehalten worden. Nach dem Start des Flugobjektes hatte man
sämtliche Besatzungsmitglieder der Inselstation tot aufgefunden
(vgl. hierzu PR 2076, Der Sternenlotse). Ziel des Unbekannten war es
offenbar gewesen, sich mit Wissen über die Dunkle Null zu
versorgen.
Die Spur des Unbekannten führt nach Clurmertakh; Mohodeh Kascha
macht sich mit Hilfe eines Hightech-Anzuges an die Verfolgung.
Mittels der Favvinta, die später auch Atlan und seinen
Begleitern helfen, dringt er zur Außenhülle der Dunklen
Null vor. Ins Innere gelangt er durch einen Tunnel, den
offensichtlich der von ihm Verfolgte mit seinem Raumfahrzeug
gewaltsam geschaffen hat.
Der Kimbaner beginnt mit seiner Suche. Im Kabinett Rynkor stiehlt er
einen Z-Atlas (vgl. PR 2079, Die Genetiker von Rynkor), doch er
muß schnell erkennen, daß er auch mit diesem Hilfsmittel
nicht alle Kabinette erreichen kann. Kascha findet heraus, daß
die Ektapa, die Frachtagenten ZENTAPHERs, auch einige der gesperrten
Kabinette anfliegen können. Als es bei einem Container-Transport
zu einem Unfall kommt, kann er einen weiteren Z-Atlas in seinen
Besitz bringen. Dieser verfügt über einen
Kode-Schlüssel, durch den einige der Zugangsbeschränkungen
aufgehoben werden. Doch die drei fliegenden Städte lassen sich
auch mit diesem Atlas nicht erreichen. Es gibt allerdings
Einschübe für insgesamt acht solcher Schlüssel.
Der Diebstahl des Z-Atlanten wird bemerkt. Mohodeh Kascha wird von
einem Instinktkrieger verfolgt, der den Schlüssel orten kann.
Der Kimbaner entkommt seinem Verfolger mehrmals nur knapp.
Schließlich kann er den Instinktkrieger töten, doch nach
einiger Zeit taucht ein zweiter auf, der ihn ebenfalls verfolgt.
Mohodeh Kascha erreicht ein Kabinett, das ein Observatorium zu sein
scheint. Dort findet er die Leiche des Architekten und eine seltsame
Kapsel - das Produkt einer Technik, die weit über jener der
Ritter von Dommrath anzusiedeln ist. Die Kapsel ist offenbar zur
Navigation im Inneren eines Kosmonukleotides gedacht, und mit ihr
wurde irgend etwas in einem Frachtbehälter in ein Kosmonukleotid
transportiert.
Kascha unternimmt mit der Kapsel einen Flug; er dringt dabei in ein
Paralleluniversum vor. In einer Waffenkammer findet er ein
Xan-Katapult. Mit diesem kann er den Instinktkrieger, der ihn noch
immer verfolgt, töten.
Der Kimbaner versucht, die restlichen sieben Kodeschlüssel in
seinen Besitz zu bringen: Er geht davon aus, daß er nur so die
drei fliegenden Städte im Innenraum ZENTAPHERs erreichen kann.
Nach längerer Zeit gelangt er über das Kabinett Herkoven-Lu
nach Kintradims Heim. Dort verliert er praktisch seine gesamte
Ausrüstung, kann jedoch ein Etui mit den fehlenden
Kode-Schlüsseln an sich nehmen. Er wird von Inkaty Chirpagnon,
dem Haushofmeister des Architekten, in einem Stasisfeld
gefangengesetzt - aus dem Mondra Diamond und die beiden
Monochrom-Mutanten ihn Jahre später befreien.
Hier wird es wieder mächtig kosmisch.
Zunächst bringt dieser Roman jedoch erst einmal eine
Ernüchterung. Kintradim Crux, der Architekt ZENTAPHERs, ist tot.
Mohodeh Kascha findet ganz zufällig seine Leiche. Da hat man nun
eine Reihe von Romanen lang ein mysteriöses Detail über
dieses Wesen nach dem anderen in kleinsten Häppchen serviert
bekommen - und nun so etwas. Schade eigentlich. Wurde Crux etwa Opfer
des Fremden, den Mohodeh Kascha verfolgt? Tja, wer den Architekten
ZENTAPHERs um die Ecke gebracht hat, dürfte für Atlan und
seine Crew als Gegner ein dicker Brocken werden...
ZENTAPHER selbst bleibt nach wie vor geheimnisvoll. Mohodeh Kaschas
seltsame Andeutungen helfen hier auch nicht weiter - eigentlich
weiß der Ritter auch nicht sehr viel mehr. Und wieder einmal
haben wir "die größte Gefahr in diesem Teil des
Universums" - naja. Das war vor langer Zeit auch die PAN-THAU-RA.
Hier wird wieder mit unglaublichen Begriffen hantiert - aber da
bleibt die Befürchtung, daß sich das rasch wieder
nivelliert. Schließlich müssen Atlan, Mohodeh Kascha und
ihre wenigen Begleiter damit fertigwerden. Sooo groß darf die
Gefahr dann auch nicht sein...
Aber da ist die Kapsel, mit der man Fracht in das Innere eines
Kosmonukleotides transportieren kann. Wurde von ZENTAPHER aus etwa
der Moralische Kode des Universums manipuliert? Das ist schon
ziemlich heftig und läßt dann doch noch einiges erwarten,
denn normalerweise beschäftigen sich nur die Kosmokraten und die
Chaotarchen mit derartigen Dingen. Damit gewinnen die Spekulationen
wieder an Wahrscheinlichkeit, die behaupten, bei ZENTAPHER handele es
sich um einen gestrandeten Chaotender, Überbleibsel der Schlacht
um Kohagen-Pasmeirex (oder wie die Nachbargalaxis Dommraths
heißt, in der die Kimbaner vor Millionen Jahren lebten).
Wäre ja ganz nett. Der Roman baut riesige Erwartungen beim Leser
auf, und es darf wieder munter gerätselt werden. Insofern hat
Uwe Anton seine Aufgabe gut gelöst. Es mangelt nicht an
Spannung. Doch bis zum Zyklusende bleiben nur noch fünf Romane
für diese Handlungsebene, da müßte man dieses
Riesenrätsel ganz, ganz schnell entzaubern - es sei denn,
ZENTAPHER bliebe uns auch nach Band 2100 erhalten. Daran aber darf
gezweifelt werden...
Mohodeh Kascha als Figur bleibt relativ blaß - hier mußte
in erster Linie umfangreicher Stoff umgesetzt werden. So weit, so
gut. Auf der anderen Seite bleibt ein Stirnrunzeln: Da wird der Anzug
des Ritters auf zweieinhalb Seiten bis in die letzten Einzelheiten
beschrieben, wie wir es vergleichbar zuletzt bei Perry Rhodans
Galornenanzug hatten - und dann wird das Ding gegen Ende des Romans
beinahe vollständig zerstört. Immerhin weiß der Leser
nun, daß auch Uwe Anton Technik äußerst detailreich
zu schildern vermag - aber eine wirkliche Neuigkeit ist das nicht,
denn das war auch vorher schon bekannt. Aber trotzdem ein
Dankeschön an den Autor, daß er es noch einmal unter
Beweis gestellt hat.
Zum Titelbild: Wie schon in PR 2085: Kimbaner haben blaue Haut.
(Jawohl, etwas Erbsenzählerei muß sein!!!
<grins>)
Fazit:
Ein ordentliches Heft. Schwer zu sagen, was fehlt - aber irgendwie
kommt die Story nicht an Uwe Antons letzten Doppelband um die Ritter
von Dommrath heran... Trotzdem wieder einmal der PR-typische "Sense
of Wonder", und daher
10 Punkte
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Uwe Anton - der Mann für die unmöglichen
Exposées. "Spur nach ZENTAPHER" deutet jedenfalls auf
ein ähnlich unfangreiches Expo wie sein 1999er hin.
Eine Nebenhandlung versucht Anton jedenfalls erst gar nicht
aufzubauen, und auch die Geschichte Mohodeh Kaschas wirkt
eher gedrängt. Da bleibt nicht viel Platz für eine
vernünftige Charakterisierung. Vor allem, wenn Uwe
Anton auch noch zweieinhalb Seiten an Rainer Castor 'opfern'
muß, wenn dieser den Anzug des Kimbaners beschreibt -
der witzigerweise am Ende des Romans hinüber ist. Da
fragt sich der Leser doch, was diese Aktion eigentlich
sollte. Das macht nur Sinn, wenn der Anzug über
Möglichkeiten verfügt, sich selbst zu reparieren
und wenn man Mohodeh Kascha nach 2100 auf die Suche nach den
Pangalaktischen Statistikern in der Galaxis Wassermal
mitnimmt. Gut, dies ist Spekulation, aber alles andere
wäre lächerlich... |
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Na toll - kaum schreibt man in die letzte Rezension,
daß sich der Architekt zu einer Schlüsselfigur
entwickelt, ist er im nächsten Roman schon tot.
Irgendwie habe ich kein Glück mit meinen Spekulatius -
ähem, Spekulationen. (* Spekulatius-Ionen??? ;?)
Heike) |
Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |