Das
Einsatzteam um Monkey und Gucky kehrt zurück auf die LEIF
ERIKSSON. Mit sich führen sie nicht nur die Überbleibsel
Morkhero Seelenquells, sondern auch einen mehr toten als lebendigen
Julian Tifflor. Letzterer wird auch gleich der Obhut des Chefmedikers
Prak-Noy übergeben...
Währenddessen geht das Sterben der Monochrom-Mutanten weiter.
Zwar arbeitet der Ara Zheobitt verbissen an einem Heilmittel, doch
kommt er nicht voran. Diverse Versuche erweisen sich ausnahmslos als
Fehlschläge, bei denen auch eine Versuchspersonen stirbt. Die
drei überlebenden Probanden teleportieren jedoch kurzerhand
zurück auf die ROALD AMUNDSEN.
Kurze Zeit später, unter dem Eindruck der Nachricht über
den Tod eines Freiwilligen, beginnen die Mutanten, eine Meuterei
anzuzetteln, da sie nicht mehr an einen Erfolg des Aras glauben
wollen. Mittels ihrer PSI-Fähigkeiten versuchen sie, das Schiff
zu übernehmen. Ihr Ziel: die Aufnahme in SEELENQUELL. Auf diese
Art und Weise wollen sie ihrem bevorstehenden Tod entrinnen. Binnen
kurzem gelingt es ihnen, einem Teil der Mannschaft die PsIso-Netze zu
entfernen und diese per Suggestion unter ihre Kontrolle zu
bringen.
Auf der ZENTRIFUGE II glaubt Zheobitt, mittels des Zellmaterials
Morkhero Seelenquells ein neues Präparat herstellen zu
können. Doch dies erweist sich als Trugschluß. Das Gewebe
gibt sich in Sachen Psi-Energie zwar sehr gefräßig, doch
enden alle Versuche des Aras in einer Katastrophe. Schließlich
muß er einsehen, daß er auf diesem Weg nicht weiterkommt.
Er kehrt zu seinen unterbrochenen Forschungen zurück, die bisher
jedoch ebenfalls nur katastrophale Ergebnisse gezeitigt haben. Er
weiß nur eines: Jeder Gebrauch der Parakräfte senkt die
Lebenserwartung der Mutanten...
Auf der ROALD AMUNDSEN beginnt derweil die Meuterei der
Monochrom-Mutanten. Wenig später nimmt das Schiff Kurs auf Arkon
III. Doch noch bevor sie das System Kalups Pforte verlassen
können, gelingt es der Mannschaft, eine Patt-Situation zu
erreichen. Während sie in der Korona von Kalups Pforte
hängen, beginnt der Massen-Tod der Mutanten. Sie zwingen
Zheobitt, sein zwar verändertes, jedoch immer noch nur
halbfertiges Medikament einzusetzen. Dem Ara gelingt jedoch der
Durchbruch. Er kann die Monochrom-Mutanten retten - doch der Preis
hierfür ist der Verlust ihrer Psi-Fähigkeiten.
Von Quinto-Center erreicht eine Botschaft die LEIF ERIKSSON: Rhodan
soll sich mit seiner gesamten Flotte zum Einsatz bereithalten...
Beim neuesten Gastautor der Perry Rhodan-Serie handelt es sich nun um
Michael Nagula, der mit "Gen-Tod" einen eher mittelmäßigen
Roman vorgelegt hat. Stilistisch bewegt sich der Roman im oberen
Mittelfeld - halt nicht berauschend, jedoch annehmbar - und
handlungsmäßig kann er auch nicht ganz überzeugen.
Hier stimmen zwar die Action-Szenen, die Hintergründe wirken
jedoch ein wenig aufgesetzt. Daß dieser Roman sicherlich kein
Schlüsselroman werden würde, war von Anfang an klar - auch,
daß er die Handlung an sich nicht großartig weiterbringen
würde. Gut, die Monochrom-Mutanten sind gerettet, haben jedoch
ihre Mutanten-Fähigkeiten verloren. Damit hat man sie aber auch
gleich aus dem weiteren Verlauf der Serie herausgeschrieben, für
die weitere Expo-Planung sind sie damit nicht mehr von Interesse.
Dementsprechend erfüllte Michael Nagula hier die eher
unangenehme Pflicht, diesen Handlungsbereich zu seinem definitiven
Ende zu führen. Und da bestenfalls das Ergebnis dieses Romans
noch ein wenig Handlungsrelevanz hat, kann man das "wie" dann auch
unbesorgt einem Gastautor überlassen, dem in Hinsicht auf die
Handlungsrelevanz dementsprechend auch keine Fehler unterlaufen
können. Beim "wie" jedoch schon...
Das größte Ärgernis in dieser Hinsicht ist sicherlich
der Para-Block, der von den Mutanten auf der ROALD AMUNDSEN gebildet
wird. Zum einen wird dieser offensichtlich von der Mannschaft nicht
bemerkt - trotz aller Psi-Spürer, Parafallen und sonstwas an
Bord des Schiffes. Zum anderen gibt es in dieser Galaxis eine
Superintelligenz, die auf solche Massierungen von Psi-Energie nur so
"fliegt". Da ist es doch sehr erstaunlich, daß diese
anscheinend nicht auf die Ereignisse aufmerksam wird...
Was am Ende des Romans übrigbleibt, ist die Erkenntnis,
daß sich das Autorenteam endgültig der Mutanten-Schwemme
entledigt hat - und das zumindest auf halbwegs annehmbare Weise. Der
eine Teil ist in SEELENQUELL aufgegangen, der andere verliert seine
Psi-Kräfte. Übrig bleiben Trim Marath und Startac
Schroeder, die wohl noch ein bißchen länger
"mitgeschleift" werden. Es bleibt nur zu hoffen, daß die beiden
am Anfang des nächsten Zyklus nicht ein ähnliches Schicksal
erleiden wie Vincent Garron vor knapp 100 Heften - und sinnlos aus
der Handlung gekippt werden...
Fazit:
Dieser Gastroman Michael Nagulas erweist sich als auf allen Ebenen
durchwachsen. Zum einen handelt es sich bei dem Expo um das
"Abstellgleis" der Serie, zum anderen können gerade mal die
Action-Szenen der Handlung stilistisch überzeugen. Bei der
Motivation der Protagonisten hapert es in dieser Hinsicht jedoch ein
wenig. Hinzu kommt die eine oder andere Ungereimtheit in Hinsicht auf
den großen Handlungsbogen. Insgesamt ergibt dies einen netten
Roman, den man jedoch für einen Toilettengang eher zur Seite
legt, anstatt ihn mitzunehmen...
7 Punkte.
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Die Monochrom-Mutanten werden also durch Zheobitt
geheilt, verlieren aber ihre Fähigkeiten - bis auf das
Schwarz-Weiß-Sehen wohl. Kann man mit dieser
Lösung des Problems leben? Ja, man kann es durchaus.
Kann man mit diesem Roman zufrieden sein? Halb und halb. |
Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |