Die
Panitherin Sky Charter entdeckt im Südmuseum Ferrols eines
seltsame Begebenheit: Ihr erscheint das Gesicht Ernst Ellerts als
Spiegelung in einer Vitrine. Als sie weiter nachforscht, stellt sie
fest, daß Ellert offensichtlich nach Perry Rhodan ruft. Als sie
mit Hilfe eines Museumsdieners weiterforscht, entdeckt sie unter dem
Museum in einem geheimen Raum einen Fiktivtransmitter, ganz so wie
weiland Perry auf seiner Suche nach der Welt der Unsterblichkeit.
Doch kaum betritt sie den Raum, verschwindet der Transmitter.
Kaum hat sie diese Entdeckung weitergegeben, taucht besagter
Unsterblicher auch schon auf, um sich das ganze näher anzusehen.
Mitgebracht hat er den Multi-Mutanten, und nebenbei letzten Ilt,
Gucky sowie den Boten von ES - Lotho Keraete. Rhodan zweifelt. Zum
einen passen die dargebotenen Scherze durchaus zur wohlbekannten
Superintelligenz, erinnern sie ihn an die Jagd nach dem Ewigen Leben,
die er vor tausenden von Jahren angetreten hat, zum anderen
könnte es sich um eine Falle SEELENQUELLS handeln.
Doch dann werden sie immer stärker genötigt, den einzig
gangbaren Weg zu nehmen., es wird immer deutlicher, daß ES wohl
kaum hinter den tödlichen Fallen stecken kann, die ihren Weg
säumen und denen sie nicht entkommen können. So bleibt
für die Gefährten nur der Weg nach vorne, bis
schließlich Perry Rhodan alleine die letzte Hürde nehmen
muß. Ihm bleibt keine andere Wahl, denn wenn er den letzten
Transmitter nicht betritt, stirbt nicht nur er, sondern auch seine
Freunde.
Doch wie schon befürchtet, ist diese Schnitzeljagd nicht von ES
ausgelegt worden, sondern von SEELENQUELL, in dessen Hand sich der
unsterbliche Terraner nun befindet.
Gucky, Keraete, Charter und der Museumsdiener Jakus gelingt es, auf
die LEIF ERIKSSON zurückzukehren, von wo aus sie sofort die
Suche nach Perry starten wollen. Doch dieser ist offensichtlich
bereit mit einem anderen Schiff aus dem Wega-System herausgebracht
worden. Bully ist wütend. Pforte Neun, der geheime
Stützpunkt der Terranischen Heimatflotte, wird geräumt, und
die Schiffe besetzen das Wega-System. Doch die Suche nach einer Spur
Perry Rhodans bringt nichts ein.
Denn Rhodan befindet sich inzwischen auf Arkon III - in unmittelbarer
Nähe SEELENQUELLS...
Tja, Rhodan in der Hand SEELENQUELLS - dies ist durchaus eine
Überraschung für den Leser, wird aber (angesichts der
Tatsache, daß bis zum Triumph über die SI nur noch vier
Romane zur Verfügung stehen) wohl nicht so ganz zu würdigen
sein. Da fragt sich der Leser unwillkürlich, welches Tempo denn
die letzten vier Romane des Zyklus noch bringen werden. Ging es in
den letzten Romanen schon zu schnell vorwärts, haben wir hier
gleich noch eine Rückschlag. Dieser wird also noch ausgeglichen,
und trotzdem SEELENQUELL der Vergangenheit zugeführt. Dies ist
eine nochmalige Verschärfung des Tempos, die so nicht hätte
sein müssen. Schon so ist im Zusammenhang mit der SI noch zu
viel offen, als daß man es innerhalb von vier Romanen behandeln
könnte. Trotzdem packt die Expo-Reda mit der Entführung
Rhodans noch ein Pfund drauf. Das hätte nicht sein müssen -
zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt.
Denn grundsätzlich ist diese Idee sehr zu befürworten.
Rhodan als Gefangener SEELENQUELLS - dieser Gedanke hat was. Hieraus
könnten sich einige interessante Romane ergeben - für die
leider jetzt kein Platz mehr ist.
Aber kommen wir endlich zum Roman selber:
Horst Hoffmann (Huch?!? Schon wieder der?!? Dabei bilden dieser und
der vorhergehende doch gar keinen Doppelroman...) gelingen hier
wunderschöne Reminiszenzen an die frühen Rhodan-Romane, die
Suche nach der Welt der Unsterblichkeit und allem, was damit
zusammenhängt. Der Altleser, und auch diejenigen, die über
die ersten Silberbände zur Serie gekommen sind, werden diesen
Roman sicherlich genießen. Die ganzen aufgebauten Rätsel
erinnern an die damalige Suche nach Wanderer - im positiven
Sinne.
Allerdings wird dem Leser recht schnell klar, daß diesmal nicht
ES, sondern SEELENQUELL hinter der Schnitzeljagd steckt. Gegen ES
sprechen recht schnell die Qualitäten der Rätsel, bzw. der
drängende Aspekt, der die Aspiranten aufgrund seiner
Tödlichkeit vorantreibt. Allerdings bleibt den Helden leider
auch nicht die Möglichkeit, sich aus diesem Kreislauf zu
befreien, da Gucky, bzw. seine Psi-Kräfte, während der
Prüfungen wirkungsvoll ausgeschaltet werden.
Daraus entwickelt sich dann ein Roman, der vor allem für den
Kenner der frühen Rhodan-Serie sehr interessant daherkommt.
Perry wieder auf der Spur von ES - oder auch nicht? Gerade diese
Zweifel machen den Reiz dieses Romans aus. Ist es ES - oder ist es
doch SEELENQUELL? Für den Leser ist das Ende nicht unbedingt
überraschend - und eigentlich sollte es für Perry hier auch
nicht der Fall sein. Zu tödlich sind hier die einzelnen
Stationen der "Suche", und der Suchende wird hier auch zu sehr in die
einzig mögliche Richtung gedrängt. Von daher verwundert
Perry Unkenntnis bezüglich des Urhebers ein weinig. Doch
letztendlich wird er zu einer Entscheidung gezwungen - und findet
sich in der Gewalt SEELENQUELLS wieder.
Eine interessante Konstellation - leider ergibt sich dies erst vier
Romane vor Ende des Zyklus (auf diese Handlungsebene gesehen) -
wirklich tiefgängiges ist hier wohl nicht mehr zu erwarten.
Mit dem nächsten Band geht es nämlich erst mal wieder
zurück nach Dommrath und Torr Samaho. Das wird dann auch noch
einen Viererblock lang anhalten...
Fazit:
Ein guter Roman, der vor allem die Altleser und die Kenner der
frühen PR-Historie begeistern dürfte. Das Rätsel um
den Planeten des Ewigen Lebens wird noch einmal neu aufgeführt.
Auch wenn der Leser schnell erahnt, daß hier eine andere
Entität dahintersteckt, macht die Lektüre auf jeden Fall
Spaß.
11 Punkte.
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SEELENQUELL hat Perry. Na und? |
Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |