Torn und
seine drei Begleiter finden in einem zerstörten Kloster eine
Bleibe für die Nacht. Der Abt und die Mönche haben das
Kloster nicht verlassen, weil sie ihrer Christenpflicht nachkommen
wollen - und auch nicht wissen, wohin sie gehen sollten. Doch auch
die Grak'ul sind auf dem Weg zum Kloster.
Ihr erstes Opfer ist der Ungar, der sich gerade um die Pferde
gekümmert hatte, als die Dämonen angriffen. Torn legt seine
Tarnung ab, und es gelingt ihm, das Heer der Grak'ul zu töten.
Dabei jedoch läßt auch der spanische Lanzenreiter sein
Leben. Zudem kann der Crush'tar Torn in seiner wahren Gestalt orten
und rast jetzt auf das Kloster zu.
Torn, erheblich geschwächt vom Kampf gegen die Dämonen,
verbreitet in seiner wahren Gestalt Furcht unter den Mönchen,
und es dauert einige Zeit, bis diese ihn akzeptieren. Doch Torn
bleibt keine Zeit, seine Mission dem Abt genauer zu erklären,
denn der Crush'tar hat das Kloster erreicht und trachtet nun nach
Torns Tod. Sein Zustand erlaubt es ihm nicht, sofort den Kampf gegen
ihn anzutreten. Schlußendlich bleibt ihm nur die Flucht -
allerdings eher unfreiwillig.
Dummerweise lockt Torn damit den Crush'tar genau zum Lager des
Feldherrn - genau das, was die Grah'tak beabsichtigt haben. Torn
tritt erneut dem Feldherrn gegenüber. Dieser glaubt ihm die
Geschichte, die er erzählt, nicht. Doch erneut hat sich der
Crush'tar auf Torns Spur gesetzt - und er trampelt in das Heerlager.
Jankus, der Hofastrologe, entpuppt sich währenddessen als
Chamäleon, und Torn kann ihn vernichten.
Nachdem er dies getan hat, findet sich Torn auf dem Rücken des
Crush'tar wieder, und mit seinem Lux gelangt er in das Innere des
Gefährts, zerstört die Kommandozentrale und löst den
Crush'tar damit auf. Von ihm bleibt nichts mehr übrig. Torns
Mission ist erledigt, und er kehrt zur Festung zurück.
Hmmm - eins kann man diesem Roman nun nicht nachsagen: einen Mangel
an Tempo. Es erinnert mich irgendwie an die modernen
Action-Computerspiele. Der Held beendet ein Level und erfährt
etwas Neues, wird dann auf das nächste hochgehievt, wo er wieder
etwas Neues erfährt, und so weiter und so fort. Und der
Endgegner ist in diesem Fall der Crush'tar. (Was mich jetzt irgendwie
an den Lara-Croft-Film erinnert - warum bloß? ;-))
War der erste Teil noch etwas differenzierter aufgebaut und hatte
Atmosphäre, erinnert der zweite Teil eher an ein
Reverend-Pain-Abenteuer: hier die Dämonen, da der Held, der
tüchtig draufkloppt. Beim Pain war dies wenigstens noch ab und
an mit einer gewissen Prise Ironie versehen; in diesem Roman jedoch
ist Torn derart ernst, daß es einem den Spaß am Lesen
nimmt. Gut, es gibt einige Stellen, die zum Nachdenken anregen - das
Bekenntnis des Ungars, daß der Glaube nicht im Kopf, sondern im
Herzen sitzt, zum Beispiel. Aber diese Stellen sind rar
gesät.
Was ich dem Autor aber wirklich übelnehme, ist, daß er den
Namen des Feldherrn nicht nennt. Ich hatte ja schon spekuliert, ob es
Tilly - nein, nicht die mit dem Spülmittel - sein könnte,
da die Zeit und die Umstände passen würden. Stattdessen
bleibt der Feldherr einfach nur der Feldherr. Das nehme ich dem Autor
wirklich übel, denn entweder hat er nicht gut genug
recherchiert, oder er nimmt den Leser nicht für voll. Kurz und
gut - ich fühle mich regelrecht verschaukelt. Und ich nehme an,
das ging nicht nur mir so.
Fazit:
Was nach dem Lesen des Romans bleibt, ist erstens das unangenehme
Gefühl, hinters Licht geführt worden zu sein - und zudem
die Erkenntnis, daß man Torn hervorragend als Computerspiel
bearbeiten könnte. Ein sehr schwacher Roman.
3 Punkte