Zur Zeit
des Großen Krieges: Die Fraternita wird von den Grah'tak
angegriffen. An Bord des Raumschiffes befindet sich eine kostbare
Fracht - das Dämonichron, in dem alle Dämonen und ihre
Fähigkeiten aufgezeichnet sind. Ein Wissen, das unendlichen Wert
für beide Parteien des Krieges besitzt. Der Wanderer Aeron wird
beauftragt, das Dämonichron in die Untiefen des Numquams zu
bringen, um es dort vor dem Zugriff der Grah'tak zu verbergen. So
bricht der Wanderer mit einem Beiboot auf und nimmt Kurs auf die
Erde. Er bekommt noch mit, wie die Fraternita explodiert; und dann
ist er - ebenso wie das Dämonichron - auf einmal
verschwunden.
Gegenwart: Torn ist auf der Spur des Grah'tak Imagore - er kann
beliebig Realitäten erschaffen und damit die Sterblichen
verwirren. Doch gerade als Torn vor ihm steht, rufen ihn die Lu'cen
zurück. Verärgert hört Torn sich an, was sie ihm zu
erzählen haben. Sie haben eine Spur des Dämonichrons
wiedergefunden - und zwar auf der Erde. Das Schiff von Aeron
muß abgestürzt sein. Da Torn jedoch nicht in die Zeit des
großen Krieges zurückkann, muß er sein Glück in
den Anfängen der Erde suchen. Zur Zeit der Dinosaurier - im
Jura.
Währenddessen hat Mathrigo eine Vision von einem Kreis, in dem
sich fünf Ringe befinden. Er weiß nach einiger Zeit auch,
was dieses Bild zu bedeuten hat: Das Dämonichron ist
aufgetaucht. Kurzerhand rekrutiert er einen in Ungnade gefallenen
Grah'tak aus dem Krieg - Nroth Gar, der damals das Schiff von Aeron
aus den Augen verloren hat. Jetzt ist seine Chance gekommen, diese
Schlappe auszubügeln.
Unterdessen ist Torn bei den Dinosauriern gelandet. Seine
Rüstung weist ihm den Weg zu Aerons Schiff, das tief im Felsen
vergraben ist. Auf Torns Spur setzen sich auch die Grah'tak, von
denen einige sich nach dem großen Krieg auf die Erde
geflüchtet haben und dort ihr Dasein fristen.
Torn findet Aerons Schiff, doch dort ist keine Spur des
Dämonichrons. Stattdessen verbindet sich Aerons Rüstung mit
der von Torn - und die Lu'cen erklären Torn, daß sich
Aerons Erinnerungen und seine in einem Ritual miteinander verbinden
werden. Sie hoffen, damit weitere Spuren zu finden. Torn
läßt sich auf das Ritual ein und erfährt, daß
Aerons Verschwinden von einer höheren Macht verursacht wurde,
die das Dämonichron an sich nahm. Diese Macht weiß auch,
daß einst nur noch ein Wanderer übrig sein wird, der sich
dann auf die Suche nach dem Dämonichron macht. Und Torn
erhält den ersten Hinweis: Die Suche beginnt auf dem Mond. Nroth
Gar wird ihm natürlich weiterhin nachstellen.
Da ist er also - der Zyklusbeginn rund um das Dämonichron. Jetzt
wird auch endlich klar, warum man auf der Webseite nichts über
die Dämonen erfahren kann - ohne Buch kein Wissen.
Dinos und Dämonen sind eine wahrhaft merkwürdige Mischung,
aber gottseidank bleibt dieser Handlungsstrang auf wenige Romanseiten
beschränkt. Im Vordergrund steht die Suche nach Aerons
Schiff.
Endlich einmal bekommen die Wanderer etwas Hintergrund. Man
erfährt etliches über die Kultur der ehemaligen Wanderer,
damit werden diese etwas interessanter. Zudem hat Torn noch etliche
Dinge vor sich, die er lernen muß.
Was natürlich jedoch für Spekulationen sorgt, ist die
höhere Macht, die das Dämonichron verbirgt und die genau
weiß, daß Torn dereinst das Buch brauchen wird. Die
Lu'cen scheinen schon einmal mit dieser Kontakt gehabt zu haben, nach
dem aufgeregtem Gemurmel, das die Lu'cen von sich geben, als Torn
ihnen davon erzählt. Wer sind diese höheren Mächte?
Die Weiterentwicklung der Lu'cen?
Auch die Lu'cen wissen offenbar nicht alles. Nun ja, da es unter den
Grah'tak ja noch das Urböse gibt, ist es nur logisch, wenn es
sowas wie das Urgute über den Lu'cen gibt. Aber da muß man
die nächsten Romane abwarten.
Na ja, die Handlung selbst ist nicht besonders spannend - bis auf die
Abschnitte um Aerons Schiff und das Ritual, das Torn vollzieht. Das
hat irgendwie was. Nun gut, es ist halt der Beginn des Zyklus, da
werden Spuren gelegt, und gewiß wird man in den weiteren
Bänden noch mehr über die Vergangenheit der Wanderer
erfahren.
Fazit:
Dämonen und Dinos sind wahrlich eine krude Mischung, aber im
Großen und Ganzen ist der Zyklusauftakt doch recht annehmbar.
Besonders die Hintergrundgeschichte der Wanderer bringt endlich mal
etwas Tiefe in die Serie.
7 Punkte