Band 13: "Gestrandet in Raum und Zeit"

Autor: Michael J. Parrish

Zur Zeit des Großen Krieges: Die Fraternita wird von den Grah'tak angegriffen. An Bord des Raumschiffes befindet sich eine kostbare Fracht - das Dämonichron, in dem alle Dämonen und ihre Fähigkeiten aufgezeichnet sind. Ein Wissen, das unendlichen Wert für beide Parteien des Krieges besitzt. Der Wanderer Aeron wird beauftragt, das Dämonichron in die Untiefen des Numquams zu bringen, um es dort vor dem Zugriff der Grah'tak zu verbergen. So bricht der Wanderer mit einem Beiboot auf und nimmt Kurs auf die Erde. Er bekommt noch mit, wie die Fraternita explodiert; und dann ist er - ebenso wie das Dämonichron - auf einmal verschwunden.
Gegenwart: Torn ist auf der Spur des Grah'tak Imagore - er kann beliebig Realitäten erschaffen und damit die Sterblichen verwirren. Doch gerade als Torn vor ihm steht, rufen ihn die Lu'cen zurück. Verärgert hört Torn sich an, was sie ihm zu erzählen haben. Sie haben eine Spur des Dämonichrons wiedergefunden - und zwar auf der Erde. Das Schiff von Aeron muß abgestürzt sein. Da Torn jedoch nicht in die Zeit des großen Krieges zurückkann, muß er sein Glück in den Anfängen der Erde suchen. Zur Zeit der Dinosaurier - im Jura.
Währenddessen hat Mathrigo eine Vision von einem Kreis, in dem sich fünf Ringe befinden. Er weiß nach einiger Zeit auch, was dieses Bild zu bedeuten hat: Das Dämonichron ist aufgetaucht. Kurzerhand rekrutiert er einen in Ungnade gefallenen Grah'tak aus dem Krieg - Nroth Gar, der damals das Schiff von Aeron aus den Augen verloren hat. Jetzt ist seine Chance gekommen, diese Schlappe auszubügeln.
Unterdessen ist Torn bei den Dinosauriern gelandet. Seine Rüstung weist ihm den Weg zu Aerons Schiff, das tief im Felsen vergraben ist. Auf Torns Spur setzen sich auch die Grah'tak, von denen einige sich nach dem großen Krieg auf die Erde geflüchtet haben und dort ihr Dasein fristen.
Torn findet Aerons Schiff, doch dort ist keine Spur des Dämonichrons. Stattdessen verbindet sich Aerons Rüstung mit der von Torn - und die Lu'cen erklären Torn, daß sich Aerons Erinnerungen und seine in einem Ritual miteinander verbinden werden. Sie hoffen, damit weitere Spuren zu finden. Torn läßt sich auf das Ritual ein und erfährt, daß Aerons Verschwinden von einer höheren Macht verursacht wurde, die das Dämonichron an sich nahm. Diese Macht weiß auch, daß einst nur noch ein Wanderer übrig sein wird, der sich dann auf die Suche nach dem Dämonichron macht. Und Torn erhält den ersten Hinweis: Die Suche beginnt auf dem Mond. Nroth Gar wird ihm natürlich weiterhin nachstellen.

Da ist er also - der Zyklusbeginn rund um das Dämonichron. Jetzt wird auch endlich klar, warum man auf der Webseite nichts über die Dämonen erfahren kann - ohne Buch kein Wissen.
Dinos und Dämonen sind eine wahrhaft merkwürdige Mischung, aber gottseidank bleibt dieser Handlungsstrang auf wenige Romanseiten beschränkt. Im Vordergrund steht die Suche nach Aerons Schiff.
Endlich einmal bekommen die Wanderer etwas Hintergrund. Man erfährt etliches über die Kultur der ehemaligen Wanderer, damit werden diese etwas interessanter. Zudem hat Torn noch etliche Dinge vor sich, die er lernen muß.
Was natürlich jedoch für Spekulationen sorgt, ist die höhere Macht, die das Dämonichron verbirgt und die genau weiß, daß Torn dereinst das Buch brauchen wird. Die Lu'cen scheinen schon einmal mit dieser Kontakt gehabt zu haben, nach dem aufgeregtem Gemurmel, das die Lu'cen von sich geben, als Torn ihnen davon erzählt. Wer sind diese höheren Mächte? Die Weiterentwicklung der Lu'cen?
Auch die Lu'cen wissen offenbar nicht alles. Nun ja, da es unter den Grah'tak ja noch das Urböse gibt, ist es nur logisch, wenn es sowas wie das Urgute über den Lu'cen gibt. Aber da muß man die nächsten Romane abwarten.
Na ja, die Handlung selbst ist nicht besonders spannend - bis auf die Abschnitte um Aerons Schiff und das Ritual, das Torn vollzieht. Das hat irgendwie was. Nun gut, es ist halt der Beginn des Zyklus, da werden Spuren gelegt, und gewiß wird man in den weiteren Bänden noch mehr über die Vergangenheit der Wanderer erfahren.

Fazit:
Dämonen und Dinos sind wahrlich eine krude Mischung, aber im Großen und Ganzen ist der Zyklusauftakt doch recht annehmbar. Besonders die Hintergrundgeschichte der Wanderer bringt endlich mal etwas Tiefe in die Serie.
7 Punkte

Christian Spließ

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