Torr
Samaho flüchtet vor den Galaktikern, die ihm eine empfindliche
Niederlage bereitet haben. Schließlich gelangt er auf die
oberste Plattform von Kintradims Heim, wo er auch Mondra Diamond
gefangenhält. Er nimmt Kontakt zu Cairol dem Dritten auf und
bietet diesem den havarierten Chaotender im Tausch gegen sein Leben
in Form eines neuen Körpers an. Cairol will sofort kommen, und
Samaho klammert all seine Hoffnungen an den Kosmokraten-Roboter, denn
ohne dessen Hilfe wird er sterben...
Cairol der Dritte taucht schließlich auch durch den
Torbogen-Transmitter von Kintradims Höhe in ZENTAPHER auf. Doch
das Angebot Samahos lehnt er ab, der Chaotender sei schließlich
drei Millionen Jahre alte Chaotarchen-Technologie, die die
Kosmokraten bereits seit langem kennen. Torr Samaho spürt sein
Versagen und besteigt mit seiner Geisel Mondra Diamond (die er
benötigt, um die für ihn filigranen Bedienungselemente zu
betätigen) eine Gondel, um wenigstens seinen Sterbeort selber
wählen zu können.
Cairol hingegen ist darauf aus, ZENTAPHER zu vernichten. Vor allem
die Nekrophoren sind ihm ein Dorn im Auge, widersprechen sie doch
jeglichen Zielen der Kosmokraten. Atlan versucht, den Roboter
umzustimmen, doch es gelingt ihm nicht. Cairol will ZENTAPHER
abschalten und dabei zerstören, damit es kein weiteres Unheil
mehr anrichten kann.
Torr Samaho hingegen fliegt mit Mondra nach Box-ZENTAPHER, um dort
eine Nekrophore in ZENTAPHER zu öffnen um in dieser Form
Selbstmord ("Gomberach" der Crozeiren) zu begehen, da dies auf andere
Weise nicht klappt. Dabei braucht er ihre Hilfe, denn seine Gestalt
verhindert die Verrichtung der nötigen mechanischen Schritte, um
die Nekrophore zu öffnen.
Cairol übernimmt inzwischen das Kommando über ZENTAPHER,
indem er die Ausstrahlung einer <i>Dunklen Geburt</i>
simuliert. Währenddessen beginnt Mondra unter den Anweisungen
Torr Samahos, eine Nekrophore zu öffnen. Doch noch ist der
Architekt Kintradim Crux nicht endgültig geschlagen. Sein
Bewußtsein holt zum Schlag gegen Samaho aus, und während
dieses Kampfes gelingt es Mondra, sich ein wenig aus der Fessel
Samahos zu befreien.
Währenddessen versucht die Gruppe um Atlan, die Vernichtung des
Chaotenders zu verzögern und zumindest die darin wohnenden
Lebewesen zu retten. Durch einen Trick gelingt es ihnen, Cairol eine
Zeitspanne von acht Stunden abzuringen, während der er ihnen
verspricht, die Bevölkerung ZENTAPHERS evakuieren zu können
und den Chaotender außerhalb CLURMERTAKHS zu vernichten.
Mondra Diamond hingegen mißlingt die Flucht, doch gelingt es
ihr, Torr Samaho zu blenden und so den letzten Schritt zur
Öffnung der Nekrophore zu verhindern, da Samaho ihr keine
Anweisungen mehr geben kann. Sie wacht an Samahos Seite, bis der
ehemalige Diener der Materie endgültig stirbt.
Atlan & Co. gelingt es, Mondra schließlich zu finden, da
sie ein Notsignal ausgestrahlt hat. Doch nun wird die Zeit knapp,
denn sie müssen ZENTAPHER in der festgelegten Frist verlassen
haben, um nicht Teil der Vernichtung des Chaotenders zu werden.
Zur gleichen Zeit beschleunigt Cairol die Zeitabläufe in
diversen Kabinetten, um die versprochene Evakuierung rechtzeitig
durchführen zu können. Und wenn Atlan auch Zweifel daran
hatte, gelingt diese schließlich doch. Für ihn und die
Gruppe um ihn herum wird die Zeit jedoch knapp.
Cairol vernichtet den Chaotender schließlich, indem er ihn in
die Sonne des Planetensystems steuert, wo er in einer gewaltigen
Reaktion vergeht. Der sich ausbreitenden Nova kann die SOL nur knapp
entkommen, nachdem sie die Wissenschaftler der Forschungsstation
gerettet hat. Die Gruppe um Atlan wird gerade so noch von Startac
Schroeder in Mohodeh Kaschas ATHA'KIMB teleportiert, bevor es zu
spät ist. Beiden Schiffen gelingt die Flucht vor der sich
aufblähenden Nova.
Doch in der SOL entdeckt man, daß man im Bereich des SZ-1
Flanschs 1,888 Tonnen Übergewicht hat - genau das Gewicht einer
Nekrophore. Man muß davon ausgehen, ein solches Faß an
Bord zu haben, doch macht man sich trotzdem in Richtung der Galaxis
Wassermal zu den Pangalaktischen Statistikern auf, wobei die
ATHA'KIMB die SOL begleitet. Vorher jedoch entscheiden sich 355
Besatzungsmitglieder der SOL dafür, lieber in die
Milchstraße zurückzukehren. Sie werden in fünf
SOL-Kreuzern auf den Weg geschickt, von denen jeder einzelne einen
Holowürfel mitbekommt, der für Perry bestimmt ist und die
Erlebnisse der SOL schildert, seit sie ihre Reise angetreten hat.
Wieder einmal ist Uwe Anton an der Reihe, einen Handlungsstrang zu
beenden, der in seinen letzten Zügen recht kosmische
Verwicklungen aufzeigt. Ich möchte es vorwegnehmen: Auch diesmal
ist seine schwere Aufgabe ihm mehr als gelungen - dabei sogar
wesentlich besser als in den letzten Versuchen.
Im allgemeinen kranken die Zyklusauflösungen bei Perry Rhodan
daran, daß sie logisch eher weniger Sinn ergeben und der
vorhergehenden Handlung eher zuwiderlaufen, bzw. schlicht und
ergreifend langweilig sind. (Siehe z.B. in jüngerer Zeit die
Hamamesch, die Abruse, die Dscherro oder auch die Flucht der SOL in
die NACHT...) Dieser Abschluß der Handlungsebene jedoch vermag
über weite Strecken zu überzeugen. Er wirkt durchdacht, und
es tritt kein "Kaninchen-Effekt" auf. Das hat doch schon mal einiges
für sich.
Uwe Anton gelingt dabei auch ein recht spannender Roman, bei dem man
sich in die handelnden Personen hineinversetzen kann. Dies führt
soweit, daß der Leser selbst entsetzt ist und damit Atlans
Reaktion folgt, daß Cairol nur eine Acht-Stunden-Frist zur
Räumung ZENTAPHERS ansetzt. Und wenn Cairol auf Seite 43 denkt:
"Die Arbeit von Jahren wird in einer halben Stunde getan."
[...] "Genau dies ist der Sinn der komplexen
Chaotender-Konstruktion. Mich wundert es nicht, daß diese
Menschen nicht auf die naheliegende Lösung gekommen sind."
stellt der Leser verblüfft fest, daß auch er nicht auf
diese Lösung gekommen ist. Natürlich kann man einen
Chaotender innerhalb von acht Stunden evakuieren - wenn einem die
Mittel des Gefährts zur Verfügung stehen. Und mit der
Zeitsteuerung ist dies sicherlich kein Problem...
Doch Uwe Anton läßt den Leser erst gar nicht auf diese
Idee kommen. Zu sehr wird dieser in den Roman eingesponnen, als
daß er sich noch Gedanken um die weiterführende Handlung
machen könnte; die Schilderungen Uwe Antons lenken ihn zu sehr
von der großen Übersicht ab. So sollte ein
Heftroman aussehen, für dessen handlungsrelevante Kritikpunkte
(soweit vorhanden) der Leser erst gar kein Auge hat, weil er von dem
Roman selber zu sehr eingenommen wird.
Hinzu kommt, daß Uwe Anton hier seinen zur Verfügung
stehenden Platz bestens genutzt hat. Im direkten Vergleich zum
vorhergehenden Roman schätze ich einmal, daß Uwes Text
rund 15-20% länger ist als Susans (man beachte die
Schriftgröße und den Zeilenabstand...). Klaus wird es beim
Kürzen sicherlich sehr schwer gehabt haben.
Daran wird allerdings auch deutlich, daß die Viererblöcke
der Serie insgesamt nicht unbedingt zum Guten gereichen. Denn wenn
wir uns einmal diesen Viererblock ansehen, bleibt die Erkenntnis:
Band 1: Die Zwischengeschichte Torr Samahos; Band 2: Die Geschichte
Kintradim Crux'; Band 3 + 4: Der Sieg über Torr Samaho und die
Vernichtung ZENTAPHERS. Zu Band 1, 3 und 4 kann man nicht viel sagen,
diese sind mehr oder weniger im optimalen Bereich. Der zweite Teil,
die Geschichte des Architekten Kintradim Crux, ist zu kurz gewesen,
hier hätte ein Doppelband sicherlich besser gepaßt. Doch
wohin damit? Der Viererblock ist voll... Um nicht mißverstanden
zu werden: Dieser Abschlußbereich dieser Handlungsebene ist
hervorragend geplant und beinhaltet genau die richtigen
Handlungselemente. Man hätte nichts vorverlegen und auch nicht
weglassen können - doch hätte er eindeutig einen weiteren
Roman Platz gebraucht. Hätte man hier auf fünf Hefte
zurückgreifen können, wäre die Geschichte des
Kintradim Crux sicherlich besser herübergekommen, als dies in
einem Einzelroman der Fall war. Dies ist allerdings ein Problem der
Viererblöcke und nicht des Expos. Denn Samahos
Zwischengeschichte hätte man im vorhergehenden Block sicherlich
nicht mehr unterbringen sollen, bzw. dort wäre sie falsch
gewesen, dadurch hätte man sich sicherlich keinen freien Platz
im letzten Block erschreiben können. Diese gehört einfach
nicht dorthin.
Sicherlich: Ich gönne den Autoren die Mehreinnahmen durch die
Viererblöcke (ohne daß sie einen Handschlag tun
müssen), schließlich verdienen sie wenig genug - für
den Fortgang und die Qualität der Serie bleiben diese
Viererblöcke jedoch eher unerbaulich. Da beißt die Maus
keinen Faden ab.
Fazit:
Ein guter Abschluß dieser Handlungsebene. Uwe Anton gelingt ein
faszinierender Roman mit weitreichenden Folgen für die
Gesamthandlung. Man darf gespannt sein, wie es mit der SOL im
nächsten (Teil-)Zyklus weitergeht...
13 Punkte.
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ZENTAPHER ist nicht mehr - Cairol III hat den Chaotender
in die Sonne gestürzt und damit die Bedrohung durch die
Nekrophoren vernichtet. Nun ja, nicht ganz. Irgendwo auf der
SOL befindet sich noch ein Behälter. Bleibt abzuwarten,
ob man den je finden wird oder ob die Autoren von dieser
Möglichkeit im neuen Zyklus noch Gebrauch machen
können. |
Co- (oder auch Haupt-) Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Hansjoachim Kleimann leider kurzfristig aus den Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen ausgestiegen ist, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |