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Aus, Schluß, vorbei - ein erleichtertes Aufatmen
entfährt dem Mund des Rezensenten - also mir. Wahrlich,
die lange Zeit der quälenden Lesestunden ist vorbei.
Okay, das mag vielleicht ein wenig zu ironisch sein, aber
ich denke, den anderen Rezensenten wird es so gehen wie mir.
Das hier ist die letzte Rezension, die ich zu dieser Serie
schreiben werde. Meine Zeit kann ich auch produktiver
verbringen als mit dem Lesen einer wahren
Horror-Serie...
Nun gut - kommen wir zum Roman, der mal wieder darin
besteht, daß Bruce einen Auftrag von Kradoc bekommt,
wonach er losbraust und in Tibet einen Blutdämon
bekämpft. Die Actionszenen sind diesmal sehr
zurückgenommen worden, und es gibt eine Handlung, wenn
diese auch nicht besonders ansprechend ist.
Das allgemeine Konzept der Serie könnte mich als Leser
vielleicht noch ansprechen - aber Bruce als tragende
Säule, das funktioniert einfach nicht, weil der Vampir
nicht den geringsten Anflug von Persönlichkeit hat. Er
ist schlicht und einfach nur ein Prügelknabe des
Barons, der anscheinend nur das tut, was man ihm sagt, und
überhaupt nicht darüber nachdenkt, ob ihm der
Auftrag nun paßt oder nicht. Ich bin mir sicher, auch
mit Zwölf, Dreizehn, Vierzehn hätte mich Bruce
nicht beeindruckt. Aber es gibt ja Leser, denen so etwas
gefällt und für die Vampire die beste Serie seit
Mark Hellmann ist. (* Ja, leider. Heike) Jeder nach
seinem Geschmack.
Auf den ersten Seiten habe ich noch gedacht, daß der
Stil dieses Romans etwas anders ist, und habe da noch
gehofft, vielleicht von der schriftstellerischen Seite her
dem Roman etwas abgewinnen zu können. Leider
erschöpft sich der Stil der Autorin in einer manchmal
penetrant wirkenden Ansammlung von Adjektiven. Wie sagte
Martin Hoyer in seiner Kolumne noch so schön,
sinngemäß zitiert: "Fasse dich kurz und streiche
alles überflüssige." Adjektive konnte nur
Lovecraft in Massen verwenden (* Oh ja, tat er
meisterhaft... Heike) - und Frau Jessalle ist mit
Sicherheit weit davon entfernt, dem Mythos-Erfinder auch nur
annähernd nahezukommen.
Wer auf dumpfe und brutale Action steht, kann mit dieser
Serie glücklich werden - vermutlich gehören die
Leser eher zur Kategorie
"Les-ich-im-Zug-und-werf-es-anschließend-weg".
Meinetwegen, diese Art von Lesern gab und gibt es auch noch,
und diese werden vermutlich mit der Serie hervorragend
bedient.
Eine letzte Anmerkung noch: Weder Mark Hellmann noch der
Bundesbulle hielten sich am Markt. Beide boten in etwa das,
was auch Vampire bietet. Da braucht man kein Hellseher zu
sein...
Fazit:
Uninspiriert erzählt, schlecht recherchiert,
langweiliger Stil.
0 Punkte
Christian
Spließ

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