Band 5: "Das heilige Kind"

Autorin: Miranda de Jesalle

Die Haupt-Rezension wird vielleicht in einer der nächsten Ausgaben des Flash nachgeliefert

Michael Breuer

Aus, Schluß, vorbei - ein erleichtertes Aufatmen entfährt dem Mund des Rezensenten - also mir. Wahrlich, die lange Zeit der quälenden Lesestunden ist vorbei. Okay, das mag vielleicht ein wenig zu ironisch sein, aber ich denke, den anderen Rezensenten wird es so gehen wie mir. Das hier ist die letzte Rezension, die ich zu dieser Serie schreiben werde. Meine Zeit kann ich auch produktiver verbringen als mit dem Lesen einer wahren Horror-Serie...
Nun gut - kommen wir zum Roman, der mal wieder darin besteht, daß Bruce einen Auftrag von Kradoc bekommt, wonach er losbraust und in Tibet einen Blutdämon bekämpft. Die Actionszenen sind diesmal sehr zurückgenommen worden, und es gibt eine Handlung, wenn diese auch nicht besonders ansprechend ist.
Das allgemeine Konzept der Serie könnte mich als Leser vielleicht noch ansprechen - aber Bruce als tragende Säule, das funktioniert einfach nicht, weil der Vampir nicht den geringsten Anflug von Persönlichkeit hat. Er ist schlicht und einfach nur ein Prügelknabe des Barons, der anscheinend nur das tut, was man ihm sagt, und überhaupt nicht darüber nachdenkt, ob ihm der Auftrag nun paßt oder nicht. Ich bin mir sicher, auch mit Zwölf, Dreizehn, Vierzehn hätte mich Bruce nicht beeindruckt. Aber es gibt ja Leser, denen so etwas gefällt und für die Vampire die beste Serie seit Mark Hellmann ist. (* Ja, leider. Heike) Jeder nach seinem Geschmack.
Auf den ersten Seiten habe ich noch gedacht, daß der Stil dieses Romans etwas anders ist, und habe da noch gehofft, vielleicht von der schriftstellerischen Seite her dem Roman etwas abgewinnen zu können. Leider erschöpft sich der Stil der Autorin in einer manchmal penetrant wirkenden Ansammlung von Adjektiven. Wie sagte Martin Hoyer in seiner Kolumne noch so schön, sinngemäß zitiert: "Fasse dich kurz und streiche alles überflüssige." Adjektive konnte nur Lovecraft in Massen verwenden (* Oh ja, tat er meisterhaft... Heike) - und Frau Jessalle ist mit Sicherheit weit davon entfernt, dem Mythos-Erfinder auch nur annähernd nahezukommen.
Wer auf dumpfe und brutale Action steht, kann mit dieser Serie glücklich werden - vermutlich gehören die Leser eher zur Kategorie "Les-ich-im-Zug-und-werf-es-anschließend-weg". Meinetwegen, diese Art von Lesern gab und gibt es auch noch, und diese werden vermutlich mit der Serie hervorragend bedient.
Eine letzte Anmerkung noch: Weder Mark Hellmann noch der Bundesbulle hielten sich am Markt. Beide boten in etwa das, was auch Vampire bietet. Da braucht man kein Hellseher zu sein...

Fazit:
Uninspiriert erzählt, schlecht recherchiert, langweiliger Stil.
0 Punkte

Christian Spließ

Die Co-Rezension wird vielleicht in einer der nächsten Flash-Ausgaben nachgeliefert.

Winfried Brand

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