Frank MacLachlan

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Band 44: "Die Seelendiebin"

Autor: Steve Byron

Eine Serie von rätselhaften Todesfällen hält die USA und auch größere Teile Europas in Atem. Die Opfer scheinen innerhalb weniger Tage gänzlich gealtert zu sein. Das Phänomen erregt natürlich die Neugier des Teams, das sich an die Arbeit macht.
Kurze Zeit später macht Frank im Public Garden einen Spaziergang. Unwillkürlich fühlt er sich von einer wunderschönen Frau angezogen, die auf ihn gewartet hat. Bevor sie ihn küßt, verrät sie ihm ihren Namen: Bheeziina. Als Frank zurück im Hauptquartier ist, erfährt das Team, daß die Opfer kurz zuvor eine Begegnung mit einer wunderschönen fremden Frau hatten. Tonlos berichtet Frank von seinem Erlebnis.
Trotz aller Recherchen finden seine Freunde nichts über Bheeziina. Jack kommt schließlich auf die Idee, bei den Hütern nachzufragen und dort in der Bibliothek nachzusehen. Er kommt um eine Beschwörung nicht herum - der Dämon verrät ihm jedoch, daß Bheeziina kaum zu schlagen ist. Als Jack zurück zum Team will, bekommt er einen Schlag auf den Kopf und findet sich einer Lagerhalle am Hafen wieder - angekettet an ein Heizungsrohr. Offenbar muß jemand seine Entführung geplant haben, denn Vorräte für das Wochenende stehen bereit.
Frank verfällt mehr und mehr. Als Donna urplötzlich Eoin erhebt, auf Frank einsticht und dieser stirbt, ist der Schock groß. Doch wenige Augenblicke später lebt Frank wieder. Eoin hat ihm einen Teil von Donnas Seele übertragen, die ihm von der Dämonin geraubt wurde.
Was diese nicht gerade freut - kurze Zeit später taucht sie in der Villa auf. Jane versucht, sie zu bekämpfen, aber es gelingt ihr nicht. Erst als der geschwächte Frank auftaucht und Eoin in ihr Herz versenkt, stirbt sie. Kurz danach taucht auch Jack wieder auf. Hinter dem Anschlag auf ihn steckte McDonald.

Mit 25 Seiten dürfte dies hier der längste MacLachlan sein, der jemals erschienen ist. Dementsprechend nimmt sich der Autor auch viel Zeit für die Personen und die Handlung. Das, was ansonsten bei den eher normalen Bänden doch zu kurz kommt.
Was momentan nicht so klar ist: Wie ist eigentlich McDonalds Stellung einzuordnen? Der Fürst der Finsternis scheint nicht mit dem Höllenkaiser identisch zu sein, oder doch? Und Hölle? Seit wann taucht die denn auf? Bisher hatte man eher den Eindruck, die Seelenburg wäre ein eigener Bereich, der nichts mit der traditionellen Hölle zu tun hat. Überraschend, was man so im Lauf des Romans erfährt.
Steve Byron widmet sich mit viel Detailwissen und viel Liebe den einzelnen Charakteren, wenn auch mitunter etwas weniger etwas mehr gewesen wäre.
Und an den Stil muß man sich anfangs etwas gewöhnen - dann aber bietet sich dem Leser ein mitreißendes Abenteuer, das auch dramatische Dimensionen erreicht.

Fazit:
Drama, Verzweiflung und Liebe fürs Detail machen aus diesem Band eine echte Perle.
13 Punkte

Christian Spließ

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