Eine Serie von rätselhaften Todesfällen hält die
USA und auch größere Teile Europas in Atem. Die Opfer
scheinen innerhalb weniger Tage gänzlich gealtert zu sein. Das
Phänomen erregt natürlich die Neugier des Teams, das sich
an die Arbeit macht.
Kurze Zeit später macht Frank im Public Garden einen
Spaziergang. Unwillkürlich fühlt er sich von einer
wunderschönen Frau angezogen, die auf ihn gewartet hat. Bevor
sie ihn küßt, verrät sie ihm ihren Namen: Bheeziina.
Als Frank zurück im Hauptquartier ist, erfährt das Team,
daß die Opfer kurz zuvor eine Begegnung mit einer
wunderschönen fremden Frau hatten. Tonlos berichtet Frank von
seinem Erlebnis.
Trotz aller Recherchen finden seine Freunde nichts über
Bheeziina. Jack kommt schließlich auf die Idee, bei den
Hütern nachzufragen und dort in der Bibliothek nachzusehen. Er
kommt um eine Beschwörung nicht herum - der Dämon
verrät ihm jedoch, daß Bheeziina kaum zu schlagen ist. Als
Jack zurück zum Team will, bekommt er einen Schlag auf den Kopf
und findet sich einer Lagerhalle am Hafen wieder - angekettet an ein
Heizungsrohr. Offenbar muß jemand seine Entführung geplant
haben, denn Vorräte für das Wochenende stehen bereit.
Frank verfällt mehr und mehr. Als Donna urplötzlich Eoin
erhebt, auf Frank einsticht und dieser stirbt, ist der Schock
groß. Doch wenige Augenblicke später lebt Frank wieder.
Eoin hat ihm einen Teil von Donnas Seele übertragen, die ihm von
der Dämonin geraubt wurde.
Was diese nicht gerade freut - kurze Zeit später taucht sie in
der Villa auf. Jane versucht, sie zu bekämpfen, aber es gelingt
ihr nicht. Erst als der geschwächte Frank auftaucht und Eoin in
ihr Herz versenkt, stirbt sie. Kurz danach taucht auch Jack wieder
auf. Hinter dem Anschlag auf ihn steckte McDonald.
Mit 25 Seiten dürfte dies hier der längste MacLachlan sein,
der jemals erschienen ist. Dementsprechend nimmt sich der Autor auch
viel Zeit für die Personen und die Handlung. Das, was ansonsten
bei den eher normalen Bänden doch zu kurz kommt.
Was momentan nicht so klar ist: Wie ist eigentlich McDonalds Stellung
einzuordnen? Der Fürst der Finsternis scheint nicht mit dem
Höllenkaiser identisch zu sein, oder doch? Und Hölle? Seit
wann taucht die denn auf? Bisher hatte man eher den Eindruck, die
Seelenburg wäre ein eigener Bereich, der nichts mit der
traditionellen Hölle zu tun hat. Überraschend, was man so
im Lauf des Romans erfährt.
Steve Byron widmet sich mit viel Detailwissen und viel Liebe den
einzelnen Charakteren, wenn auch mitunter etwas weniger etwas mehr
gewesen wäre.
Und an den Stil muß man sich anfangs etwas gewöhnen - dann
aber bietet sich dem Leser ein mitreißendes Abenteuer, das auch
dramatische Dimensionen erreicht.
Fazit:
Drama, Verzweiflung und Liebe fürs Detail machen aus diesem Band
eine echte Perle.
13 Punkte