Rotdorn und
Kratzer sind auf der Suche nach ihren Weibchen, die nach einem
Ausflug nach LA nicht zurückgekommen sind - das waren die, die
sich heimlich Arnold Schwarzenegger angesehen haben, siehe Cinemania.
;-)
Dabei begegnen sie Menschen, die offenbar schon seit langem tot sind.
Die beiden Taratzen werden von ihnen in die Enge getrieben.
Währenddessen macht Aiko seinem Vater die heftigsten
Vorwürfe, weil dieser Matt und Aruula an den Weltrat
ausgeliefert hat. Aiko weiß nicht, daß einige Mitglieder
des WCA noch im Valley sind.
Jiina, die ihren toten Bruder besuchen will, hat auch eine Begegnung
der unheimlichen Art. Sie benachrichtigt durch einen Boten ihre
Freundin Brina, die Malerin ist, und gerät dann in die Gewalt
von Ninjas, die sie töten.
Aiko zieht sich wutentbrannt nach LA zurück und trifft dort auf
Brina, die ihm von der Nachricht ihrer Freundin erzählt.
Zusammen beschließen sie, den Dingen auf den Grund zu gehen.
Dabei stellt sich heraus, daß die Zombies von einer Art
hochentwickelter Technik gesteuert werden, die sich in einem Kasten
auf der Stirn befindet. Aiko und Brina werden getrennt - und Aiko
gerät in die Gewalt General Fudohs, der putzmunter ist. In
seinem Labor befinden sich auch die beiden Taratzen. Aiko erlebt
ohnmächtig mit, wie aus den Verstorbenen willenlose Zombies
werden. Durch einen Trick hat sich Brina in das Labor geschmuggelt
und kann Aiko und die einzige noch lebende Taratze befreien. Sie
schließen eine Art Waffenstillstand, und Rotdorn führt sie
zu seinem Rudel. Da er die Steuereinheit der Zombies geklaut hat,
gelingt es Aiko, seine Verfolger in eine Falle zu locken und den
Gleiter zu erreichen. Doch seine Kraftreserven sind erschöpft,
und da er den Heimatkurs des Gleiters nie geändert hat, ist er
auf dem Weg nach Amarillo, während Brina in LA bleibt. Und die
Daten, die Aiko über das Projekt Afterlife gesichert hat, lassen
Böses ahnen. Was er nicht weiß: Fudohs Zombies werden
durch kleine, grüne Kristalle am Leben gehalten...
Da scheint sich ja einiges anzubahnen - nicht zuletzt, weil dies der
Auftakt zu einem Dreiteiler ist. Bernd Frenz knüpft an die
Ereignisse im Cinemania-Band an und bereitet den Boden für das
Kommende vor.
Auf den ersten Seiten scheint der Roman eine reine Horrorhandlung zu
bieten; jedoch weiß man bei Maddrax recht schnell, daß
sich die übernatürlichen Phänomene meist als Ausgeburt
moderner Technik erweisen. So auch hier. General Fudoh hat mit Hilfe
der Kometensplitter eine Kontrolleinheit erschaffen, mit der man
Toten neues Leben einhauchen kann. Damit wäre zumindest das
Geheimnis des Angreifers der friedvollen Drakhullen geklärt -
sie lieferten Frischfleisch für die Experimente. Man merkt,
trotz der Einzelbände gibt es doch noch einen durchgehenden
roten Faden. Und wenn man als Leser auf solche Details
stößt, freut man sich einfach. ;-)
Bernd gelingt es, eine unheimliche Atmosphäre
heraufzubeschwören, die auch noch anhält, als man
längst weiß, was hinter den Zombies steckt. Und daß
er sich auf actionreiche Handlungen versteht, weiß man seit
Cinemania.
Fazit:
Ich liebe kleine Gimmicks in der Handlung - dazu kommen noch eine
sehr unkonventionelle Idee und eine flott erzählte Geschichte.
Die noch nicht alles vollständig aufklärt, aber Gutes
für die nächsten Teile hoffen läßt.
10 Punkte