Band 52: "Invasion der Toten"

Autor: Bernd Frenz

Rotdorn und Kratzer sind auf der Suche nach ihren Weibchen, die nach einem Ausflug nach LA nicht zurückgekommen sind - das waren die, die sich heimlich Arnold Schwarzenegger angesehen haben, siehe Cinemania. ;-)
Dabei begegnen sie Menschen, die offenbar schon seit langem tot sind. Die beiden Taratzen werden von ihnen in die Enge getrieben.
Währenddessen macht Aiko seinem Vater die heftigsten Vorwürfe, weil dieser Matt und Aruula an den Weltrat ausgeliefert hat. Aiko weiß nicht, daß einige Mitglieder des WCA noch im Valley sind.
Jiina, die ihren toten Bruder besuchen will, hat auch eine Begegnung der unheimlichen Art. Sie benachrichtigt durch einen Boten ihre Freundin Brina, die Malerin ist, und gerät dann in die Gewalt von Ninjas, die sie töten.
Aiko zieht sich wutentbrannt nach LA zurück und trifft dort auf Brina, die ihm von der Nachricht ihrer Freundin erzählt. Zusammen beschließen sie, den Dingen auf den Grund zu gehen. Dabei stellt sich heraus, daß die Zombies von einer Art hochentwickelter Technik gesteuert werden, die sich in einem Kasten auf der Stirn befindet. Aiko und Brina werden getrennt - und Aiko gerät in die Gewalt General Fudohs, der putzmunter ist. In seinem Labor befinden sich auch die beiden Taratzen. Aiko erlebt ohnmächtig mit, wie aus den Verstorbenen willenlose Zombies werden. Durch einen Trick hat sich Brina in das Labor geschmuggelt und kann Aiko und die einzige noch lebende Taratze befreien. Sie schließen eine Art Waffenstillstand, und Rotdorn führt sie zu seinem Rudel. Da er die Steuereinheit der Zombies geklaut hat, gelingt es Aiko, seine Verfolger in eine Falle zu locken und den Gleiter zu erreichen. Doch seine Kraftreserven sind erschöpft, und da er den Heimatkurs des Gleiters nie geändert hat, ist er auf dem Weg nach Amarillo, während Brina in LA bleibt. Und die Daten, die Aiko über das Projekt Afterlife gesichert hat, lassen Böses ahnen. Was er nicht weiß: Fudohs Zombies werden durch kleine, grüne Kristalle am Leben gehalten...

Da scheint sich ja einiges anzubahnen - nicht zuletzt, weil dies der Auftakt zu einem Dreiteiler ist. Bernd Frenz knüpft an die Ereignisse im Cinemania-Band an und bereitet den Boden für das Kommende vor.
Auf den ersten Seiten scheint der Roman eine reine Horrorhandlung zu bieten; jedoch weiß man bei Maddrax recht schnell, daß sich die übernatürlichen Phänomene meist als Ausgeburt moderner Technik erweisen. So auch hier. General Fudoh hat mit Hilfe der Kometensplitter eine Kontrolleinheit erschaffen, mit der man Toten neues Leben einhauchen kann. Damit wäre zumindest das Geheimnis des Angreifers der friedvollen Drakhullen geklärt - sie lieferten Frischfleisch für die Experimente. Man merkt, trotz der Einzelbände gibt es doch noch einen durchgehenden roten Faden. Und wenn man als Leser auf solche Details stößt, freut man sich einfach. ;-)
Bernd gelingt es, eine unheimliche Atmosphäre heraufzubeschwören, die auch noch anhält, als man längst weiß, was hinter den Zombies steckt. Und daß er sich auf actionreiche Handlungen versteht, weiß man seit Cinemania.

Fazit:
Ich liebe kleine Gimmicks in der Handlung - dazu kommen noch eine sehr unkonventionelle Idee und eine flott erzählte Geschichte. Die noch nicht alles vollständig aufklärt, aber Gutes für die nächsten Teile hoffen läßt.
10 Punkte

Christian Spließ

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