Martin Kay:

"Die vierte Dynastie"

(Dust - Band 2)
(57 Seiten, Verlag KayDesign, Heftroman, keine ISBN, EUR 2,97)
- erschienen: Dezember 2001 -
Homepage: www.dust-online.de

Es gibt keine Ruhe für unseren Helden Simon T. McLaird und seine beiden außerirdischen Freunde Jee A Maru und Ken Dra, die nach wie vor unerbittlich von den Geheimdiensten der Erde und ihren Feinden aus dem All gejagt werden. In diesem Band verschlägt es sie in die ägyptischen Pyramiden, in welchen sie die Koordinanten des Planeten Dai Urshar Senekar Tarmalis, genannt DUST, zu erfahren hoffen...

Dieser Roman schließt nahtlos an den Vorgänger an, und im Prinzip gilt das in der Rezension von Band 1 gesagte: Der Autor will keine Innovationspreise gewinnen, sondern nur seine Leser gut und temporeich unterhalten, und das schafft er spielend.
Ich hatte das Gefühl, daß der Autor das Gaspedal noch ein Stück mehr durchtritt, denn in diesem Band gibt es noch weniger Atempausen, und eine furiose Action-Szene jagt die andere. Das alles ist sehr flüssig geschrieben und kann sich wiederum durchaus mit Profi-Publikationen messen, weswegen man der Handlung auch durchaus gebannt folgt, allem Theaterdonner zum Trotz.

Im Finale des Romans, wenn unser Held die Koordinaten von DUST erfährt, wechseln die Stimmung und die Machart deutlich; diese Szenen wecken Erinnerungen sowohl an den Kinofilm "Die Mumie kehrt zurück" als auch (zumindest ein klein wenig) an das Finale von Alfred Besters Meisterwerk "Der brennende Mann/The Stars My Destination"; und es kann ja nicht schaden, sich von einem solch meisterlichen Roman inspirieren zu lassen.

Die Charaktere können sich aufgrund des hohen Tempos der Handlung und des sehr begrenzten Raumes von 57 Seiten nur wenig weiterentwickeln, so daß der Roman mir zwar immer noch gut, aber nicht ganz so gut wie der erste Band gefallen hat.

Fazit:
Nahtlose Fortsetzung der SF-Actionserie DUST, die wiederum durch hohes Tempo in den zahlreichen Action-Szenen gut unterhält.
8 Punkte.

Oliver Naujoks

home...