Smythe
befindet sich auf dem Weg nach Meeraka. Das Schiff unter dem Kommando
des WCA-Agenten Merlin, der zusammen mit der Telepathin Karyanna nach
Waashton unterwegs ist, transportiert die Leiche einer Lokiraatochter
- eine Wissenschaftlerin des Außenpostens der WCA in
Karlskroona. Der WCA hat die dortigen Nordmänner - die
Schlächter - fest in seinem Griff. Doch diesmal hat Merlin nicht
nur die Überführung der Leiche im Sinn. Vielmehr plant er
ein Attentat auf Hymes...
Die Geschichte, die Karyanna mit Hilfe von drogenverseuchtem Bier aus
Smythe herausbringt, ist eine, die Smythe ähnlich sieht. Es
gelingt Smythe, vor dem Izeekepir in den Bunker zu fliehen - für
Matt sah es so aus, als hätte die Mutation Smythe verschlungen -
und den Izeekepir zu bezwingen. Auf seinem Rücken nähert
sich Smythe allmählich Karlskroona und trifft dort auf die
WCA-Agenten. Vorher hat er noch eine Begegnung mit der Kommune von
Petersburg - die Russen haben also ebenfalls wie die anderen Nationen
eine unterirdische Zivilisation aufgebaut. Smythe gelingt jedoch die
Flucht nach Karlskroona. Die Russen haben jetzt jedoch das Wissen,
das Smythe besaß - sie verwenden offensichtlich eine
Technologie, die - ähnlich wie die von Takeo - die Gehirnwellen
sichtbar machen kann. In Karlskroona erfährt Smythe erstmals von
der World Agency und beschließt sofort, sich an deren Spitze zu
stellen. Er tischt den Agenten eine Geschichte auf, in der er
angeblich nach seinen Kindern in Meeraka sucht. So gelangt er auf das
Schiff von Merlin.
Smythe weiß sehr gut, daß er von der Telepathin und von
Merlin überwacht wird. Es gelingt ihm durch einen
Überraschungsangriff, den Captain zu überwinden. Beide
kommen zu einem Gentlemens Agreement: Merlin kann Smythe in die
höheren Kreise in Waashton einführen. Smythe erfährt
im Gegenzug von dem geplanten Attentat auf den Präsidenten.
In Waashton angekommen, befaßt sich der Weltrat zwar mit
Smythe, aber seine Hoffnungen zerschlagen sich. Der Präsident
erkennt offenbar, wie gefährlich Smythe ist, und schiebt ihn
erstmal in die Stadt ab. Auch als Smythe das Attentat von Merlin -
dieser hat sich mit den Running Men in Verbindung gesetzt und taucht
unter, nachdem die Bombe im Sarg der Wissenschaftlerin gezündet
wurde - auf Hymes verhindert und dem Präsidenten das Leben
rettet, ändert sich die Lage von Matts Erzfeind nicht. Doch
wenig später, als eine Expedition in Richtung des Kraterrandes
vom WCA aufgestellt wird, meldet sich Smythe.
Hatten wir denn tatsächlich geglaubt, Smythe wäre im
Izeekepir verschwunden? Aber doch nicht der Herr der Welt. Wie jeder
gute Held braucht auch Matt einen Gegenspieler, und der wahnsinnige
Professor, der ihm das Leben schon gehörig schwer gemacht hat,
ist Matts Nemesis. Sozusagen.
Im Grunde genommen haben wir hier einen Füllroman, denn das, was
es an neuen Informationen für den Leser gibt, könnte auch
auf einer halben Seite abgehandelt werden: Es gibt eine Community in
Rußland, was einen nicht weiter verwundern sollte; der WCA
unterhält Kontakte mit den Nordmännern, die in den Agenten
wohl die Verkörperung ihrer Götter sehen, und Hymes
weiß jetzt, daß Matt in Richtung Kraterrand unterwegs
ist. (Dieses Detail ist nicht in der Inhaltsbeschreibung
aufgeführt, weil man ja schließlich dem Leser auch ein
wenig Spaß lassen will. ;-))
Trotz der Tatsache, daß wir einen Füllroman haben, ist
dieser keineswegs langweilig - obwohl die Überzeichnung Smythes
manchmal dazu führt, daß man ihn als Gegner nicht ganz
ernstnehmen kann. Immerhin, seine Winkelzüge zu verfolgen, macht
einfach nur Spaß. Und der nächste Band führt dann die
beiden Gegner wohl wieder zusammen - zwar wird nicht erwähnt, ob
Smythe bei der Expedition dabei ist, aber man kann damit rechnen.
Immerhin überlebt der Professor am Ende des Romans, was durchaus
recht angenehm ist. Allzusehr überstrapazieren sollte man
Cliffhanger nun auch nicht. ;-)
Fazit:
Ein Füllroman, der etliche Informationen für den Leser
bereithält. Jo versteht es, die Handlung geschickt zu gestalten,
und so wird aus dem "Nur"-Füllroman doch noch ein annehmbarer
Lesegenuß.
10 Punkte