Professor Zamorra

Band 723: "Kobold-Attacke"

Autor: Robert Lamont

Baal hat Ty Seneca in seiner Gewalt. Um ihn erstmal auf Eis zu legen, bringt er ihn ins Koboldland und zwingt die Kobolde, Ty zu bewachen. Das Koboldland allerdings gehört traditionell zu Asmodis Schutzdomänen - und die Kobolde sind über die Aussicht, jetzt von Baal beherrscht zu werden, keineswegs erfreut. So schicken sie erstmal eine Abordnung zu Asmodis. Zeitgleich jedoch macht sich das Koboldmädchen Ixi eigenmächtig in die normale Welt auf, landet statt bei Zamorra jedoch bei Ted Ewigk.
Zamorra unterdessen rätselt immer noch, wie der Arm in den Tresor gekommen ist. Daß dieser nach einigen Stunden auch noch komplett verschwindet, macht die Sache nicht weniger mysteriös. Ixi und Ted kommen währenddessen bei Zamorra an. Kobolde und Drachen verstehen sich jedoch nicht so ganz, so daß Ixis Treffen mit Fooly in einer turbulenten Szene endet. Nachdem sich die Gemüter beruhigt haben und Ixi ihr Anliegen vorgetragen hat, ist Zamorra alles andere als bereit, sich wegen Ty ins Koboldland zu wagen - und sich wegen ihm mit Baal anzulegen, ist eine Sache, die reichlicher Überlegung bedarf. Unterdessen hat die Abordnung der Kobolde Asmodis erreicht, und er beschließt, sich nicht nur wegen Ty mit Baal anzulegen. Die Reise ins Koboldland ist jedoch keineswegs so einfach, wie er sich das vorgestellt hat. In der Zwischenzeit sind die Kobolde zu der Ansicht gekommen, daß Ixi von einem Drachen entführt wurde. Deswegen reisen sie ins Chateau und schnappen sich Fooly, der unabsichtlich in die Ereignisse verwickelt wird.
Als Asmodis das Koboldland erreicht, haben die Kobolde Fooly sowie Ty schachmatt gesetzt. Asmodis plant, die beiden zu befreien, ahnt aber nicht, daß Baal ihn schon längst bemerkt hat und ihm einen Strich durch die Rechnung machen will. Womit Baal jedoch nicht rechnet, ist das Eintreffen von Zamorra und Co. Diese beobachten entsetzt, wie Baals Magie fast alle Kobolde tötet. Unabhängig von Asmodis greift Zamorra mit dem Amulett ein - einer Waffe, die Baal unbekannt ist, denn Baal stammt von der Spiegelwelt. Der geballte Angriff von zwei Seiten und nicht zuletzt der Angriff der gebündelten Dhyarras schlägt Baal in die Flucht; allerdings nimmt er Ty mit sich.

Nach langer Zeit also mal wieder eine eher komisch gemeinte und ab und an auch gewollte Einlage. Denn so gern ich auch einige Lacher auf der Haben-Seite verbuche - die Anspielung auf die Ruinen und den Film werden dem PZ-Leser bekannt sein, und so mancher Dialog zwischen den Kobolden und auch zwischen den Team-Mitgliedern ist wirklich gelungen - so ganz überzeugen kann einen der Roman nicht.
Oftmals ist die Komik zu gewollt. Man merkt, daß der Autor sich hier redlich bemüht, die komische Grundhaltung durch den Roman zu retten. Allein, es klappt nicht so ganz. Leider.
Eigentlich sind die Kobolde recht niedlich, und es gibt auch etliche Dialoge und Hau-drauf-Humorszenen, die durchaus amüsant sind. Fooly und der Kobold im Kessel zum Beispiel, das wäre so eine Szene. Schade, daß derartige Szenen nicht öfter im Roman vorhanden sind.
Wobei ich damit nicht sagen möchte, daß ich mich bei diesem Roman gelangweilt - oder nicht amüsiert - hätte. Das durchaus - allein, es fehlt dem Roman das gewisse Etwas, das ihn aus der Masse der komischen Zwischenspiele bei Zamorra heraushebt. Der bisher beste Roman in dieser Sparte ist eindeutig "Sparks und der Vampir". Und an diesen reicht der vorliegende Roman bei weitem nicht heran.

Fazit:
Eine komische Episode bei Zamorra ist Geschmackssache. Zwar kann der Roman durchaus gefallen, aber er ist bei weitem kein Highlight.
7 Punkte

Christian Spließ

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