Baal hat Ty
Seneca in seiner Gewalt. Um ihn erstmal auf Eis zu legen, bringt er
ihn ins Koboldland und zwingt die Kobolde, Ty zu bewachen. Das
Koboldland allerdings gehört traditionell zu Asmodis
Schutzdomänen - und die Kobolde sind über die Aussicht,
jetzt von Baal beherrscht zu werden, keineswegs erfreut. So schicken
sie erstmal eine Abordnung zu Asmodis. Zeitgleich jedoch macht sich
das Koboldmädchen Ixi eigenmächtig in die normale Welt auf,
landet statt bei Zamorra jedoch bei Ted Ewigk.
Zamorra unterdessen rätselt immer noch, wie der Arm in den
Tresor gekommen ist. Daß dieser nach einigen Stunden auch noch
komplett verschwindet, macht die Sache nicht weniger mysteriös.
Ixi und Ted kommen währenddessen bei Zamorra an. Kobolde und
Drachen verstehen sich jedoch nicht so ganz, so daß Ixis
Treffen mit Fooly in einer turbulenten Szene endet. Nachdem sich die
Gemüter beruhigt haben und Ixi ihr Anliegen vorgetragen hat, ist
Zamorra alles andere als bereit, sich wegen Ty ins Koboldland zu
wagen - und sich wegen ihm mit Baal anzulegen, ist eine Sache, die
reichlicher Überlegung bedarf. Unterdessen hat die Abordnung der
Kobolde Asmodis erreicht, und er beschließt, sich nicht nur
wegen Ty mit Baal anzulegen. Die Reise ins Koboldland ist jedoch
keineswegs so einfach, wie er sich das vorgestellt hat. In der
Zwischenzeit sind die Kobolde zu der Ansicht gekommen, daß Ixi
von einem Drachen entführt wurde. Deswegen reisen sie ins
Chateau und schnappen sich Fooly, der unabsichtlich in die Ereignisse
verwickelt wird.
Als Asmodis das Koboldland erreicht, haben die Kobolde Fooly sowie Ty
schachmatt gesetzt. Asmodis plant, die beiden zu befreien, ahnt aber
nicht, daß Baal ihn schon längst bemerkt hat und ihm einen
Strich durch die Rechnung machen will. Womit Baal jedoch nicht
rechnet, ist das Eintreffen von Zamorra und Co. Diese beobachten
entsetzt, wie Baals Magie fast alle Kobolde tötet.
Unabhängig von Asmodis greift Zamorra mit dem Amulett ein -
einer Waffe, die Baal unbekannt ist, denn Baal stammt von der
Spiegelwelt. Der geballte Angriff von zwei Seiten und nicht zuletzt
der Angriff der gebündelten Dhyarras schlägt Baal in die
Flucht; allerdings nimmt er Ty mit sich.
Nach langer Zeit also mal wieder eine eher komisch gemeinte und ab
und an auch gewollte Einlage. Denn so gern ich auch einige Lacher auf
der Haben-Seite verbuche - die Anspielung auf die Ruinen und den Film
werden dem PZ-Leser bekannt sein, und so mancher Dialog zwischen den
Kobolden und auch zwischen den Team-Mitgliedern ist wirklich gelungen
- so ganz überzeugen kann einen der Roman nicht.
Oftmals ist die Komik zu gewollt. Man merkt, daß der Autor sich
hier redlich bemüht, die komische Grundhaltung durch den Roman
zu retten. Allein, es klappt nicht so ganz. Leider.
Eigentlich sind die Kobolde recht niedlich, und es gibt auch etliche
Dialoge und Hau-drauf-Humorszenen, die durchaus amüsant sind.
Fooly und der Kobold im Kessel zum Beispiel, das wäre so eine
Szene. Schade, daß derartige Szenen nicht öfter im Roman
vorhanden sind.
Wobei ich damit nicht sagen möchte, daß ich mich bei
diesem Roman gelangweilt - oder nicht amüsiert - hätte. Das
durchaus - allein, es fehlt dem Roman das gewisse Etwas, das ihn aus
der Masse der komischen Zwischenspiele bei Zamorra heraushebt. Der
bisher beste Roman in dieser Sparte ist eindeutig "Sparks und der
Vampir". Und an diesen reicht der vorliegende Roman bei weitem nicht
heran.
Fazit:
Eine komische Episode bei Zamorra ist Geschmackssache. Zwar kann der
Roman durchaus gefallen, aber er ist bei weitem kein Highlight.
7 Punkte