Band 26: "Arena der Todgeweihten"

Autor: Michael J. Parrish

Die neue Mission verschlägt Torn in das alte Rom. Die Lu'cen haben herausgefunden, daß der Grah'tak Kattras in der Welt der Sterblichen sein Unwesen treibt. Kattras organisiert die Spiele in der Arena von Kal'fathh - ein Ort, den Torn schon mal gesehen hat. Seine Aufgabe ist es, Kattras in der Zeit des Kaisers Caligula aufzuspüren und unschädlich zu machen.
Der Guardian bringt Torn direkt in einen Überfall der Römer auf ein Barbarendorf. Torn wird zusammen mit den Dorfbewohnern gefangengenommen. Als er gegen die Behandlung einer jungen Frau protestiert, hat er schon die erste Prüfung bestanden, die ihn nach Rom und schließlich in die Arena bringen wird.
Er wird in die Gladiatorenschule des Armeniers geschafft - wo er dank seiner hervorragenden Kenntnisse leichtes Spiel hat. Dort schließt er Freundschaft mit dem Griechen Leonides und dem mürrischen Britannier Racon.
Zusammen bestehen sie die Kämpfe in der römischen Kleinstadt, wobei sie nicht gerade nach dem Kodex der Arena kämpfen. Statt sich gegenseitig zu zerfleischen, sorgt Torn dafür, daß die drei einander beschützen. Dieses Verhalten erregt das Interesse von Ceterus, einem einflußreichen Römer, der dem Armenier Torn und seine Freunde abkauft.
Die drei werden nach Rom gebracht, um im Circus Maximus zu kämpfen. Als das Trio gegen einen Säbelzahntiger antreten muß, bestätigt sich Torns Verdacht: Kattras muß in der Nähe sein. Aber seine vorrangige Pflicht gehört erstmal seinen Freunden - Racon fällt den Pranken des Säbelzahntigers zum Opfer. Es bleiben nur noch Torn und Leonides übrig, die jetzt gegen Kämpfer antreten müssen, die nicht von dieser Welt sind. Torn spürt, die Grah'tak sind in der Nähe; mit neuer Energie dringt er auf den neuen Gegner, Nemo Necator, ein. Doch für Leonides kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt durch die Hand Nemos. Als Torn ihm die Maske vom Gesicht reißt, erblickt er den Kopf eines Kindes auf dem Körper eines Erwachsenen. Was immer auch die Grah'tak angestellt haben - die Erkenntnis, nur ein Werkzeug der Grah'tak gewesen zu sein, weckt in Torn wieder die Erinnerung an seine eigentliche Mission. Anstatt Nemo aus Rache zu töten, verläßt er die Arena - und steht kurz darauf Kattras persönlich gegenüber.
Bevor es zum entscheidenden Kampf kommt, öffnet Kattras den Kah'tex und verschwindet. Somit ist Torns Mission erstmal gescheitert, doch seine Menschlichkeit hat er sich bewahrt.

Daß dieser Roman nicht so ganz meinen Geschmack trifft, liegt vielleicht daran, daß er fast nur aus Arenakämpfen besteht. Diese scheinen zwar für die Handlung notwendig zu sein, aber nachdem man zum dritten Mal geschildert bekommt, wie Torn in der Arena siegreich überlebt, ist das nicht mehr ganz so prickelnd.
Nun gut, der Roman heißt "Arena der Todgeweihten" - daß Kattras nur am Rand der Handlung auftaucht, kann man da durchaus verschmerzen.
War sonst noch etwas? Ja - im Gegensatz zu Salomo nennt Parrish den Kaiser beim Namen. Und die Epoche von Caligula paßt ja auch bestens zu den Grah'tak.

Fazit:
Arena folgt auf Arena, dazwischen noch kurz die Schilderung der Gladiatorenschule - alles in allem ein Band, der diejenigen begeistern wird, die ein Faible für antike Gladiatorenkämpfe haben. Die eigentliche Handlung ist da eher nur Nebensache.
4 Punkte

Christian Spließ

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