Die neue
Mission verschlägt Torn in das alte Rom. Die Lu'cen haben
herausgefunden, daß der Grah'tak Kattras in der Welt der
Sterblichen sein Unwesen treibt. Kattras organisiert die Spiele in
der Arena von Kal'fathh - ein Ort, den Torn schon mal gesehen hat.
Seine Aufgabe ist es, Kattras in der Zeit des Kaisers Caligula
aufzuspüren und unschädlich zu machen.
Der Guardian bringt Torn direkt in einen Überfall der Römer
auf ein Barbarendorf. Torn wird zusammen mit den Dorfbewohnern
gefangengenommen. Als er gegen die Behandlung einer jungen Frau
protestiert, hat er schon die erste Prüfung bestanden, die ihn
nach Rom und schließlich in die Arena bringen wird.
Er wird in die Gladiatorenschule des Armeniers geschafft - wo er dank
seiner hervorragenden Kenntnisse leichtes Spiel hat. Dort
schließt er Freundschaft mit dem Griechen Leonides und dem
mürrischen Britannier Racon.
Zusammen bestehen sie die Kämpfe in der römischen
Kleinstadt, wobei sie nicht gerade nach dem Kodex der Arena
kämpfen. Statt sich gegenseitig zu zerfleischen, sorgt Torn
dafür, daß die drei einander beschützen. Dieses
Verhalten erregt das Interesse von Ceterus, einem
einflußreichen Römer, der dem Armenier Torn und seine
Freunde abkauft.
Die drei werden nach Rom gebracht, um im Circus Maximus zu
kämpfen. Als das Trio gegen einen Säbelzahntiger antreten
muß, bestätigt sich Torns Verdacht: Kattras muß in
der Nähe sein. Aber seine vorrangige Pflicht gehört erstmal
seinen Freunden - Racon fällt den Pranken des
Säbelzahntigers zum Opfer. Es bleiben nur noch Torn und Leonides
übrig, die jetzt gegen Kämpfer antreten müssen, die
nicht von dieser Welt sind. Torn spürt, die Grah'tak sind in der
Nähe; mit neuer Energie dringt er auf den neuen Gegner, Nemo
Necator, ein. Doch für Leonides kommt jede Hilfe zu spät.
Er stirbt durch die Hand Nemos. Als Torn ihm die Maske vom Gesicht
reißt, erblickt er den Kopf eines Kindes auf dem Körper
eines Erwachsenen. Was immer auch die Grah'tak angestellt haben - die
Erkenntnis, nur ein Werkzeug der Grah'tak gewesen zu sein, weckt in
Torn wieder die Erinnerung an seine eigentliche Mission. Anstatt Nemo
aus Rache zu töten, verläßt er die Arena - und steht
kurz darauf Kattras persönlich gegenüber.
Bevor es zum entscheidenden Kampf kommt, öffnet Kattras den
Kah'tex und verschwindet. Somit ist Torns Mission erstmal
gescheitert, doch seine Menschlichkeit hat er sich bewahrt.
Daß dieser Roman nicht so ganz meinen Geschmack trifft, liegt
vielleicht daran, daß er fast nur aus Arenakämpfen
besteht. Diese scheinen zwar für die Handlung notwendig zu sein,
aber nachdem man zum dritten Mal geschildert bekommt, wie Torn in der
Arena siegreich überlebt, ist das nicht mehr ganz so
prickelnd.
Nun gut, der Roman heißt "Arena der Todgeweihten" - daß
Kattras nur am Rand der Handlung auftaucht, kann man da durchaus
verschmerzen.
War sonst noch etwas? Ja - im Gegensatz zu Salomo nennt Parrish den
Kaiser beim Namen. Und die Epoche von Caligula paßt ja auch
bestens zu den Grah'tak.
Fazit:
Arena folgt auf Arena, dazwischen noch kurz die Schilderung der
Gladiatorenschule - alles in allem ein Band, der diejenigen
begeistern wird, die ein Faible für antike
Gladiatorenkämpfe haben. Die eigentliche Handlung ist da eher
nur Nebensache.
4 Punkte