Im
inzwischen vierten Band der Serie geraten unsere Helden um Simon
McLaird und seine außerirdischen Freunde Jee A Maru und Ken Dra
etwas in den Hintergrund. Geschildert wird hauptsächlich die
Eroberung eines scardeenischen Schlachtschiffs durch die Organisation
Shadow Command unter dem Kommando von Helen Dryer.
Wie man schon aus der Inhaltszusammenfassung ersehen kann, mal wieder
ein Roman mit reichlich Action aus der Feder von Martin Kay, der sich
immer mehr als Action-Spezialist empfiehlt. Und er macht seine Sache
auch in diesem Band wieder gut; der Roman liest sich sehr
flüssig und unterhält durch sein hohes Tempo.
Der in diesem Band vorgenommene Perspektivenwechsel auf die
Organisation Shadow Command verdient noch einige Worte. Zumindest ich
fand die Geschehnisse um die Eroberung des Schiffes so interessant,
daß ich jedes mal aufgestöhnt habe, wenn die Handlung mal
zu den eigentlichen Hauptpersonen Simon McLaird und seinen Freunden
umblendete. Es wird interessant sein, zu beobachten, wie der Autor
dies in den nächsten Bänden angehen wird.
Höchst erfreut wurde zur Kenntnis genommen, daß die
Komplexität etwas angezogen wurde. So spielt der Autor
bemerkenswert mit den Emotionen des Lesers. Auch wenn die Scardeener
die eigentlichen Bösewichte der Serie sind, ist man bei der
Eroberung ihres Schiffes auf ihrer Seite, weil die Menschen mit
außerordentlicher Brutalität vorgehen. Diese Art der
Sympathieführung fand ich höchst interessant, zumal sie
sich nicht nur zwischen den Zeilen abspielt; nein, auch eine wichtige
Person wechselt im Roman die Seiten...
Deshalb würde ich behaupten, daß dieser Roman bisher der
beste der Serie ist. Ansonsten gilt das übliche: Der Autor will
zwar keine Originalitätspreise gewinnen, aber seine Leser gut
und temporeich unterhalten. Und das gelingt ihm.
Fazit:
Der bisher beste Band der Serie DUST, der durch einen interessanten
Perspektiven- und Sympathiewechsel das Interesse wachhält und,
wie üblich, gute und temporeiche Unterhaltung für
zwischendurch bietet.
10 Punkte