Dämonenjäger Frank MacLachlan, Bd. 48:

"Das Auge der Macht"

Autor: Roger Covey

http://www.maclachlan.de

Nach der Flucht aus der Seelenburg – da das schon etwas zurückliegt, verweise ich auf Band 37 der Serie – landet Malcovic in einer Höhle und wird sofort von Schleim bedeckt. Er versucht, sich mit Hilfe des "Auges der Macht" zu befreien, was ihm aber nicht gelingt. Schließlich nimmt ein Wesen Kontakt mit ihm auf, in dem Malcovic C'tull zu erkennen meint. Mit einem Hinweis auf die griechische Mythologie entläßt C'tull Malcovic, jedoch nicht ohne Andeutungen auf dessen Herkunft.
In Boston versuchen die Dämonenjäger immer noch, den Seitenwechsel Jack Claims zu verarbeiten. Da Frank momentan nicht weiß, was sie machen sollen, wendet Jane einen Zauber an, um eventuell mit Jack in Kontakt zu kommen. Dabei gerät sie allerdings an Malcovic, und so erleben beide die Geschehnisse in einer Art 3-D-Fernsehen mit.
In Griechenland haben 20 Erben der Macht, die sich nicht den Hütern angeschlossen haben, auf Malcovic gewartet. Zwar weiß dieser nicht, warum oder wieso, aber er nutzt deren Potential. Nachdem er den Hinweisen von C'tull, oder wer auch immer das in der Höhle war, nachgegangen ist, entdeckt er in der Nähe ein Kraftfeld, das ein Territorium zu umgeben scheint. Mit Hilfe der Hüter dringt er in dieses Areal ein und stößt auf Nachfahren der Gorgonen. Da Malcovic jede Unterstützung brauchen kann, fordert er diese auf, sie in seinem Kampf gegen McDonald zu unterstützen. Doch ob deren Anführer Harkon auf Malcovics Forderungen eingehen wird, ist nicht ganz klar.
An dieser Stelle werden die Bilder, die Frank und Jane beobachten, unterbrochen. Der Roman endet mit einigen Mutmaßungen über die Entstehung dessen, was man allgemein als die Hölle bezeichnet.

Malcovic auf der Suche nach Verbündeten – wenn er plant, die Seelenburg anzugreifen, was man nach der Vorschau auf die nächsten Titel vermuten kann (und zudem sind es nur noch zwei Romane, bis die Nummer 50 erscheint) – wird er Verbündete auch bitter nötig haben. Sicherlich wird das Auge der Macht da noch eine Rolle spielen.
Die Andeutungen, die C'tull oder wer auch immer da in der Höhle macht, sind ja recht interessant. Malcovic ein Bastard? Das Ergebnis eines Versuches, die Macht des Wesens mit irgendeiner anderen zu verbinden? Hmm – die ersten Gestaltlosen entstanden aus den Leichen der Hüter, die damals McDonald bekämpft haben. Nein, ich weiß jetzt nicht mehr genau, in welchem Band das war, ist aber noch nicht so lange her. Malcovic muß also von irgendwo anders hergekommen sein. Ob die Serie das noch klären wird? Warten wir es ab.
Jedenfalls ist Roger Covey ein spannend erzählter Roman gelungen, wenn auch das Ende relativ offen ist. Was mich etwas gestört hat; an dieser Stelle wäre eine Art Schluß doch besser gewesen. Zwar wird dem Leser jetzt eine Erklärung der Hölle geboten, und damit ist ein Grundfundament für den Hintergrund gelegt, aber daß man am Ende doch ein wenig in der Luft hängt... Schade; es schmälert den Lesegenuß aber nur ein wenig.

Fazit:
Auch MacLachlan braucht ab und an Bände, in denen die Eckpfeiler für die kommenden Ereignisse eingeschlagen werden. Dieser unterhaltsame Roman gehört dazu.
11 Punkte

Christian Spließ

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