Unerwartet bekommen die Dämonenjäger Besuch von Jacks
altem Freund de Brus, der ziemlich verändert erscheint.
Eigentlich sind Frank und Jane auf den Weg zu den Hütern der
Macht, die sie gerufen haben, doch de Brus besteht auf einem
Gespräch. Frank willigt ein und erfährt kurz darauf,
daß de Brus zum Teil Ra'Nufer ist. Aus unerklärlichen
Gründen hat de Brus mit Ra'nufer/McDonald damals einen Pakt
geschlossen und will Frank jetzt im Kampf gegen diesen
unterstützen. Dazu drückt er Frank seinen Spazierstock in
die Hand, in dem eine Klinge eingebaut ist, die McDonald vernichtet.
Allerdings kann Frank sie nur ein einziges Mal einsetzen. De Brus
will nicht persönlich in den Kampf eingreifen, aber Jasper
besteht darauf, mit den Dämonenjägern mitzukommen, ebenso
Donna.
Als die vier bei D'Arroyo auftauchen, hat dieser eine gigantische
Streitmacht auf die Beine gestellt. Er bittet Frank, ihn beim Kampf
gegen McDonald zu unterstützen. Dieser willigt ein, und der
Sturm auf die Seelenburg beginnt.
Auch Malcovic hat seine Truppen versammelt; Harkon und seine
Schwestern stehen auf seiner Seite. Ein abtrünniger Hüter
schleust Malcovic und seine Leute in die Seelenburg ein.
Der Angriffsplan von D'Arroyo scheint zu gelingen. Doch da schaltet
sich Julian Summers in die Schlacht ein, und das Blatt wendet sich
zugunsten McDonalds. Die Hüter müssen sich
zurückziehen; McDonald sorgt dafür, daß alle
Fluchtwege abgeriegelt werden. Für Frank und die anderen gibt es
scheinbar kein Entkommen, und die Waffe von de Brus hat McLachlan
während der Schlacht benutzt. McDonald hat erst einmal gewonnen.
Daß Julian gezwungen wurde, gegen die Hüter zu
kämpfen, wissen Frank und der Rest nicht.
Erstmal einen herzlichen Glückwunsch zu Band 50 okay, bei
professionellen Romanserien mache ich sowas nicht, aber Frank
MacLachlan ist ja schließlich ein Fanprojekt. Und 50 Bände
auf die Beine zu stellen, ist schon eine Leistung. In diesem Genre
das Dorgon-Projekt des PROC, das jetzt Band 78 oder so
erreicht hat, ist rein Perry-Rhodan bezogen, das güldet also
nicht ;-) schon einzigartig.
Kommen wir jetzt zum Roman, dem Auftakt zu einer Trilogie. Die
Truppen haben sich also versammelt, und der langerwartete Sturm auf
die Seelenburg beginnt, weshalb knapp zwei Drittel des Romans auch
reine Kampfszenen sind. Diese sind zwar nicht schlecht geschrieben,
aber auf die Dauer doch ein wenig ermüdend. Nun gut, das scheint
wohl auch am Exposé gelegen zu haben.
Warum sich de Brus mit Ra'Nufer zusammengetan haben sollte, ist mir
selbst nach dem zweiten Lesen der Szene doch etwas unklar. Das
paßt nicht so recht zur Figur von Jacks Freund. Sein Auftauchen
wirkt auch eher unmotiviert. Zumal Frank seine Waffe eigentlich nur
braucht, um Jane vor einem Angriff zu retten. Da hätte man die
Figur auch gleich ganz außen vor lassen können, aber
vielleicht spielt sie später noch eine Rolle, wer
weiß.
Fazit:
Bei diesem Thema, Sturm auf die Seelenburg, ist eine Anhäufung
von Action-Szenen wohl unvermeidbar, wenn auch etwas ermüdend.
De Clerk hat einen soliden MacLachlan geschrieben, auf dem die
weiteren Romane aufbauen können.
8 Punkte