Dämonenjäger Frank MacLachlan, Bd. 50:

"Das Tor zur Verdammnis"

Autor: Morgan de Clerk

http://www.maclachlan.de

Unerwartet bekommen die Dämonenjäger Besuch von Jacks altem Freund de Brus, der ziemlich verändert erscheint. Eigentlich sind Frank und Jane auf den Weg zu den Hütern der Macht, die sie gerufen haben, doch de Brus besteht auf einem Gespräch. Frank willigt ein und erfährt kurz darauf, daß de Brus zum Teil Ra'Nufer ist. Aus unerklärlichen Gründen hat de Brus mit Ra'nufer/McDonald damals einen Pakt geschlossen und will Frank jetzt im Kampf gegen diesen unterstützen. Dazu drückt er Frank seinen Spazierstock in die Hand, in dem eine Klinge eingebaut ist, die McDonald vernichtet. Allerdings kann Frank sie nur ein einziges Mal einsetzen. De Brus will nicht persönlich in den Kampf eingreifen, aber Jasper besteht darauf, mit den Dämonenjägern mitzukommen, ebenso Donna.
Als die vier bei D'Arroyo auftauchen, hat dieser eine gigantische Streitmacht auf die Beine gestellt. Er bittet Frank, ihn beim Kampf gegen McDonald zu unterstützen. Dieser willigt ein, und der Sturm auf die Seelenburg beginnt.
Auch Malcovic hat seine Truppen versammelt; Harkon und seine Schwestern stehen auf seiner Seite. Ein abtrünniger Hüter schleust Malcovic und seine Leute in die Seelenburg ein.
Der Angriffsplan von D'Arroyo scheint zu gelingen. Doch da schaltet sich Julian Summers in die Schlacht ein, und das Blatt wendet sich zugunsten McDonalds. Die Hüter müssen sich zurückziehen; McDonald sorgt dafür, daß alle Fluchtwege abgeriegelt werden. Für Frank und die anderen gibt es scheinbar kein Entkommen, und die Waffe von de Brus hat McLachlan während der Schlacht benutzt. McDonald hat erst einmal gewonnen. Daß Julian gezwungen wurde, gegen die Hüter zu kämpfen, wissen Frank und der Rest nicht.

Erstmal einen herzlichen Glückwunsch zu Band 50 – okay, bei professionellen Romanserien mache ich sowas nicht, aber Frank MacLachlan ist ja schließlich ein Fanprojekt. Und 50 Bände auf die Beine zu stellen, ist schon eine Leistung. In diesem Genre – das Dorgon-Projekt des PROC, das jetzt Band 78 oder so erreicht hat, ist rein Perry-Rhodan bezogen, das güldet also nicht ;-) – schon einzigartig.
Kommen wir jetzt zum Roman, dem Auftakt zu einer Trilogie. Die Truppen haben sich also versammelt, und der langerwartete Sturm auf die Seelenburg beginnt, weshalb knapp zwei Drittel des Romans auch reine Kampfszenen sind. Diese sind zwar nicht schlecht geschrieben, aber auf die Dauer doch ein wenig ermüdend. Nun gut, das scheint wohl auch am Exposé gelegen zu haben.
Warum sich de Brus mit Ra'Nufer zusammengetan haben sollte, ist mir selbst nach dem zweiten Lesen der Szene doch etwas unklar. Das paßt nicht so recht zur Figur von Jacks Freund. Sein Auftauchen wirkt auch eher unmotiviert. Zumal Frank seine Waffe eigentlich nur braucht, um Jane vor einem Angriff zu retten. Da hätte man die Figur auch gleich ganz außen vor lassen können, aber vielleicht spielt sie später noch eine Rolle, wer weiß.

Fazit:
Bei diesem Thema, Sturm auf die Seelenburg, ist eine Anhäufung von Action-Szenen wohl unvermeidbar, wenn auch etwas ermüdend. De Clerk hat einen soliden MacLachlan geschrieben, auf dem die weiteren Romane aufbauen können.
8 Punkte

Christian Spließ

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