Die Schlacht im Thronsaal der Seelenburg ist geschlagen; McDonald
hat gesiegt. Alle Tore sind von seinen Dienern abgeriegelt. Den
Dämonenjägern und dem Rest der Hüterarmee bleibt somit
kein anderer Ausweg, als tiefer in die Seelenburg einzudringen. Mit
der Hoffnung, vielleicht doch noch aus der verfahrenen Situation
herauszugelangen, wird Frank von EOIN durch die Gänge der Burg
geleitet.
McDonald macht sich indessen an die Aufräumarbeiten und
beauftragt seine Diener, alle Hüter zu vernichten. Daß
sich Malcovic etwas oberhalb des Thronsaals versteckt hält, ahnt
er nicht.
Während ihrer Flucht, die sie tief in die Kellergeschosse der
Burg führt, bemerken die Hüter und die
Dämonenjäger, daß die Bilder an den Wänden immer
plastischer werden. Als eine große Anzahl der Gestaltlosen auf
sie eindringt, können die Hüter sie besiegen. Dennoch
die Lage ist nicht gerade rosig. Schließlich gelangen
sie in einem Raum, in dem sie die Ursache der Magie der Seelenburg
vermuten. EOIN fordert Frank, Jane und Donna auf, ein in die Wand
eingelassenes Pentagramm zu berühren. Kurz bevor D'Arroyo es
ebenfalls tun kann, werden sie erneut von Gestaltlosen
angegriffen.
Frank, Donna und Jane finden sich jeweils in einer Welt wieder, in
der sie noch einmal die Situation erleben müssen, vor der sie
sich am meisten fürchten. Bei Frank ist das der Mord an Claudia
White; Jane findet sich auf dem Altar des Artamesh-Dämons wieder
- Donna in einer Höhle, in der sie einst verschüttet
wurde.
In der realen Welt dagegen kann D'Arroyo nicht verhindern, daß
einer der Gestaltlosen ein Schwert in den Körper von Frank
stößt...
Zwei Bemerkungen vorneweg: Es gibt wieder Leserbriefe in den Romanen
oder habe ich den Leichenkeller vorher übersehen?
Unwahrscheinlich... Und eigentlich hat Jake doch eine zweite
Namensinitiale, oder?
Das sieht ja nun nicht gerade gut für die Guten aus huch,
ein unabsichtliches Wortspiel. ;-) Routiniert erzählt Jake, wie
die Dämonenjäger und die Hüter aus dem Regen in die
Traufe geraten. Oder ist das am Ende die Rettung? EOIN dürfte
seine Gründe haben, warum er das Team an die Quelle von
McDonalds Magie führt. Nett sind die Rückbezüge auf
vergangene Ereignisse in der Serie, wobei ich endlich wirklich gerne
mal mehr über Donnas Vergangenheit erfahren würde.
Dummerweise dürfte die so gut wie nichts mit Dämonen zu tun
haben, aber wer weiß? Hier sind die Kampfszenen gut verteilt,
sie folgen nicht immer aufeinander, sondern werden von Malcovics oder
McDonalds Handeln unterbrochen, was auch recht sinnvoll ist. Sehr
gelungen die Szene, in der sich die Wandbilder persönlich an
McDonald wenden das hat was.
Fazit:
Der zweite Teil der Trilogie vermag den aufgebauten Spannungsbogen
gut und elegant weiterzuführen. Da wartet man doch ungerne auf
den dritten Teil.
12 Punkte