Vergangenheit:
Die Kopfgeldjäger-Gilde ist in alle Winde zerstreut, und der
Anführer einer ihrer Splittergruppen, Bossk, ist zerfressen von
seinem Haß auf Boba Fett. Ihm gibt er die Schuld für all
diese Vorgänge. Davon völlig unbeeindruckt nimmt Fett mit
Bossk Kontakt auf, um ihm einen Handel vorzuschlagen. Gemeinsam mit
ihm will er einen abtrünnigen Sturmtruppler jagen, der dem
Imperium großen Schaden zugefügt hat. Bossks Gier nach
Gold überwiegt in diesem Fall seine Wut auf Fett, und so
fügt er sich in sein Schicksal...
Gegenwart:
Unterdessen sind in der Gegenwart mehrere Personen aktiv. Auf der
einen Seite hat Boba Fett sich soweit erholt, daß er sich mit
seinen Rettern auf die Reise macht, ohne aber eines seiner vielen
Geheimnisse zu verraten.
Auf der anderen Seite sieht sich der Besitzer der mächtigen
Kurat-Werften in ein Komplott gezogen, in dem finstere Mächte
ihre Finger im Spiel haben...
Weiter geht also die Geheimniskrämerei im Star Wars-Universum.
Hier ist alles so voll mit Intrigen und Lügen, daß man
fast glauben könnte, es gäbe dort nichts anderes; und noch
immer ist alles so undurchsichtig, daß man immer noch nicht
weiß, wer wo steht und wieso wer was wann macht. Ich finde, ein
bißchen weniger Intrigen hätten es auch getan. Auf die
Dauer ist es halt doch ein wenig langweilig...
Wenn es aber mal nicht um irgendwelche Intrigen geht, dann handelt es
sich bei dem Sklavenschiff um einen ganz brauchbaren,
durchschnittlichen Action-Roman, der von der bösen
Genialität seines Hauptdarstellers zu leben versucht. Was nicht
immer der Fall ist, denn schließlich gibt's ziemlich viel drum
herum, das nichts mit Boba Fett zu tun hat.
Ansonsten gibt's mal wieder nicht viel über Fett selbst zu
erfahren außer, das er böse-genial oder
genial-böse ist (aus welcher Perspektive man das auch immer
sehen mag). Irgendwie reicht es nicht aus, sich einfach hinter dem
Mythos Boba Fett zu verstecken; hin und wieder muß man den
Lesern auch ein bißchen mehr vorlegen. Sonst bleibt die
große Faszination am Ende dann doch irgendwo in den Weiten des
Star Wars-Universums verborgen.
Genau das ist es, was dem Roman dann am Ende fehlt. Zwar ging es mir
so, daß mir genau die Star Wars-Romane am besten gefallen
haben, in denen keine Jedi-Ritter vorkamen, aber dieser hier
fällt dann doch nicht mit in diese Kategorie, sondern verbleibt
eher bei: Na gut.
Fazit:
Ist nicht wirklich schlecht, aber irgendwie auch nix ganzes und reiht
sich auf diese Weise recht schön und praktisch hinter seinem
Vorgänger ein; das läßt auch für den letzten
Teil nicht wirklich viel erwarten!
6 Punkte
