In der
Stadt Wehrheim haben sich der Zauberer Marwan, die elfische Bardin
Jelais und die Gauklerin Berna über den Winter einquartiert, als
während eines großen Unwetters in ihrer unmittelbaren
Nachbarschaft ein Verrückter entkommt.
Bei einigen zufälligen Ermittlungen stoßen die drei nicht
nur auf ein paar Ungereimtheiten, sondern befinden sich auf einmal
auch zwischen den Fronten von unheimlichen Verschwörern und den
unnachgiebigen Fängen der Praios-Inquisition.
Wie so mancher Roman aus dem DSA-Universum macht diese Geschichte ein
wenig den Eindruck, daß sie aus dem Spiel einer
Rollenspiel-Runde entstanden sei. Und wie die meisten dieser
Geschichte hätte sie auch gut dort bleiben können bzw. wohl
eher in Form eines Abenteuers veröffentlicht werden sollen.
Für einen Roman halte ich nämlich gerade diese Geschichte
für herzlich ungeeignet.
Die Charaktere stolpern ein wenig planlos durch die Handlung und
müssen sich im Lauf der Zeit die Hintergründe aus dem
zusammenpuzzlen, das von außen auf sie auf sie einprasselt
(halt wie ein klassisches Rollenspielabenteuer).
Während aber das Auffinden der wichtigen Informationsquellen und
das "Spiel" mit ihnen zu den faszinierenden Dingen im Rollenspiel
gehört, so ist gerade das in diesem Roman eines der Mankos. Die
meisten Episoden wirken aufgesetzt und unspektakulär
heruntererzählt. Weder die Charaktere noch ihre Gegenspieler
erhalten großartig Farbe und Ausstrahlung. Vor allem leiden sie
aber darunter, daß nie klar wird, worum es in der Geschichte
nun gehen soll, und das Ende ist mehr als unbefriedigend. Für
viele der aufgeworfenen Fragen (und vor allen den Haupteinstieg in
die Geschichte) gibt es keinerlei Auflösung. Schon dadurch legt
man den Roman mit einem Gefühl großer Unzufriedenheit zur
Seite. Das ist besonders dramatisch, wenn man bedenkt, daß es
durchaus einige Elemente in der Geschichte gibt, die im Rahmen der
Verschwörung so aufgebaut werden, daß man als Leser
eigentlich überzeugt ist, daß sie ganz anders sein
müssen, als sie im Moment dargestellt werden. Im Nachhinein ist
man aber nur einem Trugschluß aufgesessen, denn vieles wird
einfach nie wieder erwähnt oder klargestellt.
Ich mag aber dennoch behaupten, daß das nicht an einer genialen
Konstruktion der Geschichte lag, die den Leser in die Irre
führen will, sondern vielmehr an einem ziemlich planlosen
Aufbau.
Fazit:
Keine Spannung, keine Handlung, keine Charaktere. Der einzige Grund,
sich diesen Roman zuzulegen, wäre der, daß man keine
Lücke bei seinen DSA-Romanen haben will.
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