Matt,
Aruula und Aiko setzen ihre Reise zum Kratersee fort. Unterwegs
stoßen sie dabei auf die Nosfera Blair und den Steppenreiter
Reyy, die beide von Barbaren verfolgt werden. Das Trio hilft ihnen,
ohne zu ahnen, daß die beiden nur eine Vorhut sind, die im
Auftrag von Reyys Clan die Gegend rund um die sogenannte Todeszone
erkunden soll. Die Nosfera und der Steppenreiter folgen Matt und
bekommen mit, wie das Trio auf Hydriten stößt. Diese sind
verblüfft über die Tatsache, daß Matt ihre Sprache
beherrscht, und ziehen sich erstmal zurück.
Vergangenheit: Clay sowie die anderen Fischer müssen sich vor
dem Angriff der Steppenreiter zu den großen Türmen von
Sisco zurückziehen - für die Fischer ein Ort, der nicht
gerade sehr ermutigend ist. Schließlich warnen die alten
Geschichten davor, diesen Bereich zu betreten. Doch ihnen bleibt
keine andere Wahl. Nachdem die Fischer die Überreste der
ehemaligen Wolkenkratzer betreten haben und es dort recht wohnlich
finden, wächst die Hoffnung, den Steppenreitern entkommen zu
sein.
Clays Neugier führt ihn in die Tiefe - mit Hilfe seiner Freundin
Rieta erkundet er die überfluteten Stockwerke und trifft dabei
auf eine Hydritin. Diese rettet ihn vor der einstürzenden Decke,
steckt dann aber selber mit einem Bein fest. Clay rettet sie aus
ihrer mißlichen Lage.
Gegenwart: Das Trio gelangt nach Sub'Sisco, eine Stadt, in der
Menschen und Hydriten friedlich beisammen leben. Matt genießt
als "Kiemenmensch" einige Berühmtheit. Da er weiß,
daß die Städte mit Röhren verbunden sind, bringt er
seine Bitte vor, dieses System nutzen zu dürfen, um schneller
zum Kratersee zu kommen. Ul'ia, die OBERSTE, muß dazu erstmal
den HydRat (* Waaaaaahahahaha! ;-) Heike) (* Nein, nein! Er meinte
"der Hydrant"!!! <zeigefingerschwenk> Winy) einberufen - da
erhält sie die Meldung, daß Steppenreiter einen Hydriten
gefangengenommen haben. Und nicht nur das - sie haben gleichzeitig
auch die Mendriten, genetisch gezüchtete Kinder, in ihrer
Gewalt. Matt, Aruula und Aiko versprechen, den Hydriten zu
helfen.
Vergangenheit: Die trügerische Hoffnung, von den Steppenreitern
erstmal verschont zu werden, wiegt die Fischer in Sicherheit. Doch
bald stellt sich heraus, daß die Steppenreiter keineswegs
aufgegeben haben. Zwar sind die Frekkeuscher für die lange
Strecke von der Küste bis zu den Türmen ungeeignet, aber
mit Hilfe von Haltestationen in Gestalt schwimmender Flöße
könnten sie die Fischer erreichen. In dieser ausweglosen
Situation kommen ihnen überraschend die Hydriten zu Hilfe.
Kurzerhand machen sie mit den Steppenreitern kurzen Prozeß. Der
Grundstein für eine Zusammenarbeit ist gelegt.
Die Hydriten sind wieder da - und Bernd Frenz ist eindeutig in seinem
Element. Er läßt sich diesmal viel Zeit für die
Handlung, entwickelt sie erst nach und nach und fängt den Leser
somit ein. Man merkt, ein Zweiteiler läßt den Autoren doch
mehr Spielraum als ein normaler Roman.
Besonders die Unterwasserszenen besitzen einen Charme, dem man sich
kaum entziehen kann. Richtig unheimlich wird es, wenn Clay die
unteren Stockwerke betritt und dabei auf die Hydritin Ul'ia
stößt. Dieses Szenen besitzen fast schon eine morbide
Atmosphäre, der man sich beim Lesen kaum entziehen kann.
Dagegen fallen die routinierten Action-Szenen fast schon ein klein
wenig ab. Sicher, die Steppenreiter - ihr Gott, der Brennende Mann,
dürfte von der Tatsache herrühren, daß es
jährlich in den Staaten ein Festival gibt, an dessen Ende eine
riesige Holzstatue in menschenähnlicher Form verbrannt wird -
sind eine Bedrohung, die man nicht verachten sollte. Dabei sind sie
auch noch relativ clever. Alles in allem eine Mischung, die
Spaß macht. (* Aber sag Bernd mal, daß es *das* Hydrat
heißt... >;-))) Heike)
Fazit:
Bernd Frenz in seinem Element - düstere Unterwasserszenen
wechseln sich mit soliden Actionsequenzen ab. Roman mit
Atomsphäre, der Spaß macht.
13 Punkte