Band 58: "Sub'Sisco"

Autor: Bernd Frenz

Matt, Aruula und Aiko setzen ihre Reise zum Kratersee fort. Unterwegs stoßen sie dabei auf die Nosfera Blair und den Steppenreiter Reyy, die beide von Barbaren verfolgt werden. Das Trio hilft ihnen, ohne zu ahnen, daß die beiden nur eine Vorhut sind, die im Auftrag von Reyys Clan die Gegend rund um die sogenannte Todeszone erkunden soll. Die Nosfera und der Steppenreiter folgen Matt und bekommen mit, wie das Trio auf Hydriten stößt. Diese sind verblüfft über die Tatsache, daß Matt ihre Sprache beherrscht, und ziehen sich erstmal zurück.
Vergangenheit: Clay sowie die anderen Fischer müssen sich vor dem Angriff der Steppenreiter zu den großen Türmen von Sisco zurückziehen - für die Fischer ein Ort, der nicht gerade sehr ermutigend ist. Schließlich warnen die alten Geschichten davor, diesen Bereich zu betreten. Doch ihnen bleibt keine andere Wahl. Nachdem die Fischer die Überreste der ehemaligen Wolkenkratzer betreten haben und es dort recht wohnlich finden, wächst die Hoffnung, den Steppenreitern entkommen zu sein.
Clays Neugier führt ihn in die Tiefe - mit Hilfe seiner Freundin Rieta erkundet er die überfluteten Stockwerke und trifft dabei auf eine Hydritin. Diese rettet ihn vor der einstürzenden Decke, steckt dann aber selber mit einem Bein fest. Clay rettet sie aus ihrer mißlichen Lage.
Gegenwart: Das Trio gelangt nach Sub'Sisco, eine Stadt, in der Menschen und Hydriten friedlich beisammen leben. Matt genießt als "Kiemenmensch" einige Berühmtheit. Da er weiß, daß die Städte mit Röhren verbunden sind, bringt er seine Bitte vor, dieses System nutzen zu dürfen, um schneller zum Kratersee zu kommen. Ul'ia, die OBERSTE, muß dazu erstmal den HydRat (* Waaaaaahahahaha! ;-) Heike) (* Nein, nein! Er meinte "der Hydrant"!!! <zeigefingerschwenk> Winy) einberufen - da erhält sie die Meldung, daß Steppenreiter einen Hydriten gefangengenommen haben. Und nicht nur das - sie haben gleichzeitig auch die Mendriten, genetisch gezüchtete Kinder, in ihrer Gewalt. Matt, Aruula und Aiko versprechen, den Hydriten zu helfen.
Vergangenheit: Die trügerische Hoffnung, von den Steppenreitern erstmal verschont zu werden, wiegt die Fischer in Sicherheit. Doch bald stellt sich heraus, daß die Steppenreiter keineswegs aufgegeben haben. Zwar sind die Frekkeuscher für die lange Strecke von der Küste bis zu den Türmen ungeeignet, aber mit Hilfe von Haltestationen in Gestalt schwimmender Flöße könnten sie die Fischer erreichen. In dieser ausweglosen Situation kommen ihnen überraschend die Hydriten zu Hilfe. Kurzerhand machen sie mit den Steppenreitern kurzen Prozeß. Der Grundstein für eine Zusammenarbeit ist gelegt.

Die Hydriten sind wieder da - und Bernd Frenz ist eindeutig in seinem Element. Er läßt sich diesmal viel Zeit für die Handlung, entwickelt sie erst nach und nach und fängt den Leser somit ein. Man merkt, ein Zweiteiler läßt den Autoren doch mehr Spielraum als ein normaler Roman.
Besonders die Unterwasserszenen besitzen einen Charme, dem man sich kaum entziehen kann. Richtig unheimlich wird es, wenn Clay die unteren Stockwerke betritt und dabei auf die Hydritin Ul'ia stößt. Dieses Szenen besitzen fast schon eine morbide Atmosphäre, der man sich beim Lesen kaum entziehen kann.
Dagegen fallen die routinierten Action-Szenen fast schon ein klein wenig ab. Sicher, die Steppenreiter - ihr Gott, der Brennende Mann, dürfte von der Tatsache herrühren, daß es jährlich in den Staaten ein Festival gibt, an dessen Ende eine riesige Holzstatue in menschenähnlicher Form verbrannt wird - sind eine Bedrohung, die man nicht verachten sollte. Dabei sind sie auch noch relativ clever. Alles in allem eine Mischung, die Spaß macht. (* Aber sag Bernd mal, daß es *das* Hydrat heißt... >;-))) Heike)

Fazit:
Bernd Frenz in seinem Element - düstere Unterwasserszenen wechseln sich mit soliden Actionsequenzen ab. Roman mit Atomsphäre, der Spaß macht.
13 Punkte

Christian Spließ

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