Mitten in
der Eiswüste des Pazifik taucht eine Insel auf, auf der ein
fernöstlich wirkender Palast prangt, der aussieht, als wäre
er gerade eben erst erbaut worden als Matt, Aruula und Aiko
diese Entdeckung machen, ist ihre Neugier geweckt. Zudem scheint die
Insel vollkommen eisfrei zu sein. Aruula ist skeptisch und hält
den Palast für das Werk eines Dämonen, während Aiko
eher eine höherstehende Technologie für verantwortlich
hält. Die Debatte zwischen den beiden wird durch das
plötzliche Auftauchen und das Verschwinden eines mongolischen
Kriegers noch angeheizt.
Alle drei machen sich auf, um die Festung zu erforschen. Matt wird
von Aruula und Aiko getrennt und begegnet erneut dem mongolischen
Krieger, der sich als Führer anbietet. Doch nach einiger Zeit
merkt Matt, daß er, wie zuvor auch, irgendwie im Kreis
umhergeführt wird. Er verlangt nach Antworten, aber der Krieger
verschwindet plötzlich.
Aruula und Aiko sind in der Zwischenzeit mongolischen Kriegern
begegnet, die alles andere als freundlich gesinnt sind. Kurzerhand
sperren sie beide in eine Zelle; kurze Zeit später taucht auch
Matt auf. Ihm sind ebenfalls Krieger begegnet, die vorgeben, gegen
den Herrn der Festung zu kämpfen. In Wirklichkeit sind sie aber
nur eine andere Ausprägung des Herrschers. Etwas ratlos
versuchen Matt, Aruula und Aiko in ihrer Zelle, den Erlebnissen auf
den Grund zu gehen. Matt vergleicht das Ganze mit der Technik des
Holo-Decks bei ST. Womit er, wie er später erfährt, nicht
ganz unrecht hat.
Bald darauf erscheint der Herr der Festung wieder und führt das
Trio zu einem Tor, hinter dem die Antworten auf die Fragen liegen
sollen. Sie entdecken eine mumifizierte Leiche, an der ein
fremdartiger Organismus klebt. Vor rund 300 Jahren kam ein
mongolischer Krieger zu diesen Ort und ging mit dem Organismus eine
Symbiose ein aus seinen Erinnerungen und seinen
Gehirnströmungen formte der Organismus die Festung. Doch jetzt
sind die Energien allmählich verbraucht, und aus dem Trio sollen
die neuen Symbionten werden. Das lehnen die drei aber ab; der
Organismus konfrontiert sie daraufhin mit ihren ureigensten
Ängsten. Einzig Aiko kann Matt und Aruula mit Hilfe seiner
Implantate aus den Klauen des Organismus retten. Als sie später
die Insel verlassen, ahnen sie nicht, daß der Organismus nicht
tot ist, sondern nur auf einen neuen Symbionten wartet...
Nach einiger Zeit der Abstinenz hat Parrish wieder einen
Maddrax-Roman abgeliefert, der in seiner Struktur ein wenig an das
Ethera-Abenteuer in München erinnert hier wie dort
erweist sich das, was als Paradies gedacht war, nicht als das, was es
eigentlich ist.
Wer Action mag, für den dürfte dieser Roman genau der
richtige sein. Denn für einen Mystery-Roman reicht es einfach
nicht; dazu tritt die Frage, wer der Herr der Festung ist, doch zu
rasch in den Hintergrund. Die Auflösung vermag einen da auch
nicht so recht zu befriedigen ein außerirdischer
Organismus. Hmm...
Das Wortduell zwischen Aiko und Aruula erinnert an Scully und Mulders
Auseinandersetzungen in Akte X hier der wissenschaftliche
Vertreter, dort die Barbarin, die eher bereit ist, an die
Dämonen zu glauben als an die Wissenschaft. Wobei man eigentlich
annehmen müßte, daß Aruula mittlerweile an die
Wissenschaft gewöhnt ist; sie hat bei der Reise ja schon so
einiges gesehen. Aber gut, Erziehungsschemata lassen sich nicht so
leicht abschütteln.
Fazit:
Parrishs Abwesenheit von Maddrax habe ich eigentlich nicht so arg
bedauert dieser Roman zeigt mir dann auch, warum. Trotz des
Bemühens, eine rätselhafte Atmosphäre aufzubauen,
bleibt der Roman eher in eingefahrenen Action-Bahnen. Schade
eigentlich; das Thema hätte weit mehr Raum geboten. So bleibt
halt nur die untenstehende Wertung übrig.
5 Punkte