Band 2131: "Der Schwarmer"

Autorin: Susan Schwartz

Doch – ingesamt ein sehr stimmiger und atmosphärischer Roman. Wenn mir auch die Manie der Autoren, ein bestimmtes Volk nur aus dem Sichtwinkel eines einzelnen Individuums desselben zu beschreiben – Beispiele bitte in den aktuellen Bänden selber suchen – allmählich auf den Geist geht. Man könnte es ja auch mal anders machen.
Die Intrigenspiele, die da gesponnen werden, sind zwar ein Teil der Handlung, aber nicht gerade der wichtigste; eher kommt es Susan darauf an, eine gewisse Atmosphäre herzustellen, die die Actionszenen und das Erscheinen von Perry in Maske – na gut, das hatten wir schon etwas länger nicht mehr – etwas in den Hintergrund treten lassen. Nicht, daß keine Spannung da wäre, nein, aber sie ist doch eher im Zusammenspiel der einzelnen Charaktere vorhanden. Was eine sehr nette Abwechslung ist. Daß man allerdings erneut den Handlungsstrang Trümmerimperium in die Länge zieht, das ist nicht so ganz mein Geschmack. Immer mehr habe ich den Eindruck, der Zyklus bewegt sich insgesamt auf der Stelle und kommt nicht so recht in Fahrt – Parallelen zum letzten Zyklus drängen sich da doch sehr auf. Was insgesamt meine Entscheidung mehr und mehr bekräftigt, mit der 2150 aus Perry auszusteigen – falls bis dahin nichts wirklich Wesentliches passiert sein sollte. Ich bezweifle jedoch stark, daß letzteres der Fall sein wird.

Fazit:
In sich stimmiger, sehr viel Wert auf die Atmosphäre legender Roman, der allerdings mal wieder ein Individuum herausgreift, um ein ganzes Volk zu porträtieren.
9 Punkte

Christian Spließ

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