"Die Ga-
die Gaga- die Gallier!" naja, nicht ganz. Diesmal sind es die
Jankaron, die da wieder den Piraten über den Weg laufen. Und die
putzigen Vögel schildert Leo Lukas wirklich derart genial,
daß mich der Roman für die vorherigen mehr als
entschädigt.
Der Roman ist spannend. Warum ist er das? Weil man erstens nicht
genau weiß, was die Jankaron planen. Man bekommt nur
Bruchstücke von Roxos Plan vorgesetzt und fragt sich die ganze
Zeit, was da eigentlich vor sich geht. Dadurch ist natürlich
auch zweitens der Spannungsbogen sehr hoch, und dieser wird
kontinuierlich durchgezogen es gibt einen Höhepunkt und
einen richtigen Schluß. Denn genau das bedeutet das kleine
Wörtchen Coda am Anfang des letzten Abschnittes. Das macht den
Roman "rund".
Drittens machen die Charaktere Spaß. Einerseits sind die
Jankaron wirklich gut dargestellt amüsiert schmunzelt man
bei der Formulierung von Lukas, man sei ja doch erst bei der 132.
Strophe eines Heldenliedes angelangt andererseits
überzeugt seine Darstellung des Zim November. Dieser Charakter
durchläuft eine glaubhafte Entwicklung, und ich hoffe sehr,
daß man das Potential der Figur nicht verschenkt.
Das Sahnehäubchen auf dem Kaffee (* Äh, war das nicht
'auf dem Kuchen'? Heike) sind natürlich die Anspielungen,
die an keiner Stelle bemüht oder aufgesetzt wirken.
Natürlich ist Asterix nicht fern, aber darüber hinaus gibt
es manche Stelle, die einen schmunzeln läßt. Nun gut,
Wichtigwicht und Leberwurst als Namen sind nicht jedermanns
Geschmack, aber wer Pratchett liest... ;-) Und bei "Ruf uns nicht an,
wir rufen dich an" habe ich laut losgeprustet.
Und Lukas ist jetzt fester Autor? Ich begrüße das.
Noch unsicher bin ich mir allerdings, was die Entwicklung von Gucky
betrifft. Lukas gelingt es zwar, diese Szenen mit den zwei Seelen in
einer Brust glaubhaft darzustellen, aber ich frage mich, ob das
wirklich notwendig war. Gut, ein solches Erlebnis, wie Gucky es
hatte, hinterläßt seine Spuren, aber ob das wirklich der
richtige Weg ist? Ich fürchte, da wird so mancher Leser die
Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ich tue es noch
nicht. Ein wenig Dunkelheit im Perryversum ist ja gut und schön,
doch sollte man sie nicht zu weit treiben.
Fazit:
Spannend, lustig und dazu für den Zyklus relevant was
will man mehr von einem Roman? Höchstens die Gucky-Plofre-Szenen
könnten zu einem Punktabzug führen , aber Lukas besitzt
für diese genug Feingefühl.
13 Punkte
Co- (oder auch Haupt-) Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Hansjoachim Kleimann leider kurzfristig aus den Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen ausgestiegen ist, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |