Band 2140: "Der kindliche Herrscher"

Autor: Horst Hoffmann

Kurze Anmerkung zum Titel: Manchmal fragt man sich, ob die Redaktion bei Perry bewußt Anspielungen auf bestimmte Bücher setzt oder ob die – wie nannte das jemand doch so schön – Benamsung (* Igiiiiiitttttt!!! Heike) in diesem Fall ohne Absicht erfolgte. Jeder, der die "Unendliche Geschichte" gelesen hat (* ...oder den entsprechenden Film gesehen... Heike), wird unwillkürlich an die Kindliche Kaiserin denken. Vielleicht am Ende sogar eine clevere PR-Maßnahme, um Gelegenheitsleser anzulocken? Wer weiß, wer weiß...
Tja, was soll man von diesem Roman halten? Er führt die Handlung des letzten weiter, und am Ende steht Perry mit leeren Händen da. Mehr und mehr erinnert mich das an – man verzeihe mir den Vergleich – Akte X, wo Mulder und Scully ja auch stets ohne was Handfestes dastehen. Und wie bei der Fernsehserie werden Haufen von Mysterien aufgebaut, die bisher nur teilweise gelöst werden. Wer hat CAUSIO gebaut? Wir wissen es nicht. (* Ist da nicht ein U zuviel? >:-))) Heike) Werden wir die Eltanen nach 2150 jemals wiedersehen? Keine Ahnung. Was kann die reine Bauzeichnung des Sternentors in Perrys Händen bewirken? Die Rückkehr in die Milchstraße? - Die Taschenbücher, so sei an dieser Stelle erinnert, spielen knapp nach 2150, und da ist Perry mit dabei. Das heißt, spätestens 2150 ist Perry wieder in der Milchstraße. Das nimmt den folgenden Bänden ja doch ein wenig die Spannung... Und da war mal die Andeutung, daß Parrot und sein Assistent noch wichtig werden würden. Entschlüsseln sie am Ende das Geheimnis des Sternentors? Vor allem drängt sich eine Frage auf – warum hat Perry nicht gefragt, ob die Polung von den Eltanen zurückgenommen werden kann? Vermutlich kann sie das nicht, aber war das nicht der ausschlaggebende Grund dafür, nach ihnen zu suchen? Komisch, daß er die Frage nicht erwähnt.
Einen großen Punktabzug gibt es für die kitschig-rührselige Szene, in der da Vivo und Perry sich küssen wollen. Ich gebe dem Leser recht, der schrieb, daß die Autoren, wenn sie noch nicht einmal anständige Schilderungen von "normalen" Beziehungen zustandebringen, besser nicht versuchen sollten, die Beziehungen von Homosexuellen zu schildern. Bester Beweis dafür: diese Szene. Das, was Hoffmann da bringt, ist über die Maßen peinlich. Und das, was Ascari da hinsäuselt, paßt nicht zu ihrem Charakter. Vielleicht sollten sich die Autoren mal endlich entscheiden, was sie mit Ascari eigentlich wollen. Mal tendieren sie zu sehr zum Bild der absoluten Superfrau, dann hingegen geraten sie prompt in das krasse Gegenteil und suggerieren, daß die Gute eigentlich nichts weiter will als einen Mann, viele Kinder und eine Küche in einem arkonidischen Trichter...
Nein, ich habe nichts gegen lyrische Szenen in einem PR-Roman, und ich habe auch nichts gegen Liebesromane, aber da fehlten wirklich nur die obligatorischen Streicher... (* ...wobei sich die beiden dann plötzlich ganz entgeistert umdrehen, und ein Kleinlaster mit einem Kleinorchester :-) fährt vorbei? Zugegeben, sowas darf fast nur einem Mel Brooks einfallen... >;-))) Heike)

Fazit:
Dahinplätschernder Roman, der teilweise recht gut gelungen ist, aber teilweise auch recht schwache Szenen beinhaltet.
4 Punkte

Christian Spließ

Co- (oder auch Haupt-) Rezensenten zu den PR-Romanen gesucht

Da Hansjoachim Kleimann leider kurzfristig aus den Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen ausgestiegen ist, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy.

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