Ty Seneca
sitzt immer noch im Kerker von Baal fest. Daß der tot ist, ahnt
Ty zwar, aber allein kommt er nicht aus dem Kerker heraus. Da taucht
ein Mädchen auf, das ihm Hilfe anbietet. Ty lehnt vorerst
mißtrauisch ab, da er die Bedingungen nicht kennt.
Unterdessen nimmt Roger Brack, verantwortlich für die Finanzen
von Tendyke Industries, Kontakt mit Ombre auf. Er hat ihm nicht
vergessen, daß dieser ihm damals das Leben gerettet hat, und
bietet Ombre einen Job bei Tendyke an. Ombre ist skeptisch - ist ein
derart fremdbestimmtes Leben nach seinem Geschmack? Statt dessen
pumpt Ombre Brack erstmal an und verschwindet in die Nacht. Doch
Roger ist hartnäckig und folgt ihm. Dabei macht er eine
merkwürdige Beobachtung: Eine Ratte entwendet Ombres Ju-ju-Stab
und ist kurz darauf verschwunden. Ombre beharrt jedoch darauf, einer
jungen Frau begegnet zu sein. Für Roger Grund genug, Zamorra
anzurufen.
Erneut erscheint die junge Frau in Senecas Zelle, und diesmal folgt
ihr der Sohn des Asmodis. Kurze Zeit später steht Rico Calderone
Seneca gegenüber. Dieser ist im Besitz des Ju-ju-Stabs. Damit
hofft er seine Stellung innerhalb der Hölle festigen zu
können. Und mit einem Vertrag, den Seneca gegen seinen Willen
unterschreibt - damit ist er bis auf weiteres an Calderone
gebunden.
An Ort und Stelle finden Zamorra und Ombre bald heraus, daß die
Ratte durch ein Loch geflohen ist. Als Zamorra sich auf die Ratte
konzentriert, landet er in einer fremden Dimension; kurze Zeit
später taucht auch Ombre auf. Dieser hatte sich allerdings auf
Zamorra konzentriert - woraus der Prof folgert, daß sie sich
jetzt nur auf die Ratte konzentrieren müssen, um der Spur des
Ju-ju-Stabes zu folgen.
Die beiden finden sich in einer Art Labyrinth wieder - doch
während Zamorra direkt an Calderone gerät, muß sich
Ombre erstmal im Labyrinth zurechtfinden.
Währenddessen hat Calderone Seneca kurzerhand eingesperrt; mit
Hilfe der Ratte kann er aber entfliehen. Die Kontrahenten
stoßen zuletzt dort zusammen, wo sich der Ju-ju-Stab befindet -
ein Pyritgeschoß vernichtet diesen schließlich zusammen
mit dem Vertrag. Kurze Zeit später befinden sich alle wieder in
New Orleans, die Polizei sammelt Seneca und Calderone ein, und
Zamorra erhält einen Anruf von Nicole, daß sie zu einer
Tagung eingeladen worden sind, die in L.A. stattfindet.
Überleitung zum nächsten Band. ;-)
Es wird aufgeräumt und für Neues Platz gemacht. Der
Ju-ju-Stab ist also verbrannt. Nun gut, für Ombre mag das eine
Katastrophe sein - vermutlich wird er dann doch den Job bei Tendyke
Industries annehmen - aber für den Leser der Serie ist das nicht
unbedingt ein tragischer Verlust. Zu selten trat der Stab als Waffe
auf.
Robert spinnt den roten Faden um Calderone weiter, der immer mehr
versucht, sich in der Hölle als eigenständiger Machtfaktor
zu etablieren. Daß Seneca zu Recht meint, das könnte eine
Weile dauern, hört Calderone natürlich nicht besonders
gern.
Ansonsten bietet der Roman nette Unterhaltung - nicht mehr und nicht
weniger.
Fazit:
Nett zu lesender Roman, der weder besondere Höhen noch besondere
Tiefen hat. Ein routinierter Lamont.
9 Punkte