Professor Zamorra

Band 728: "Lichter der Verdammnis"

Autor: Robert Lamont

Ty Seneca sitzt immer noch im Kerker von Baal fest. Daß der tot ist, ahnt Ty zwar, aber allein kommt er nicht aus dem Kerker heraus. Da taucht ein Mädchen auf, das ihm Hilfe anbietet. Ty lehnt vorerst mißtrauisch ab, da er die Bedingungen nicht kennt.
Unterdessen nimmt Roger Brack, verantwortlich für die Finanzen von Tendyke Industries, Kontakt mit Ombre auf. Er hat ihm nicht vergessen, daß dieser ihm damals das Leben gerettet hat, und bietet Ombre einen Job bei Tendyke an. Ombre ist skeptisch - ist ein derart fremdbestimmtes Leben nach seinem Geschmack? Statt dessen pumpt Ombre Brack erstmal an und verschwindet in die Nacht. Doch Roger ist hartnäckig und folgt ihm. Dabei macht er eine merkwürdige Beobachtung: Eine Ratte entwendet Ombres Ju-ju-Stab und ist kurz darauf verschwunden. Ombre beharrt jedoch darauf, einer jungen Frau begegnet zu sein. Für Roger Grund genug, Zamorra anzurufen.
Erneut erscheint die junge Frau in Senecas Zelle, und diesmal folgt ihr der Sohn des Asmodis. Kurze Zeit später steht Rico Calderone Seneca gegenüber. Dieser ist im Besitz des Ju-ju-Stabs. Damit hofft er seine Stellung innerhalb der Hölle festigen zu können. Und mit einem Vertrag, den Seneca gegen seinen Willen unterschreibt - damit ist er bis auf weiteres an Calderone gebunden.
An Ort und Stelle finden Zamorra und Ombre bald heraus, daß die Ratte durch ein Loch geflohen ist. Als Zamorra sich auf die Ratte konzentriert, landet er in einer fremden Dimension; kurze Zeit später taucht auch Ombre auf. Dieser hatte sich allerdings auf Zamorra konzentriert - woraus der Prof folgert, daß sie sich jetzt nur auf die Ratte konzentrieren müssen, um der Spur des Ju-ju-Stabes zu folgen.
Die beiden finden sich in einer Art Labyrinth wieder - doch während Zamorra direkt an Calderone gerät, muß sich Ombre erstmal im Labyrinth zurechtfinden.
Währenddessen hat Calderone Seneca kurzerhand eingesperrt; mit Hilfe der Ratte kann er aber entfliehen. Die Kontrahenten stoßen zuletzt dort zusammen, wo sich der Ju-ju-Stab befindet - ein Pyritgeschoß vernichtet diesen schließlich zusammen mit dem Vertrag. Kurze Zeit später befinden sich alle wieder in New Orleans, die Polizei sammelt Seneca und Calderone ein, und Zamorra erhält einen Anruf von Nicole, daß sie zu einer Tagung eingeladen worden sind, die in L.A. stattfindet. Überleitung zum nächsten Band. ;-)

Es wird aufgeräumt und für Neues Platz gemacht. Der Ju-ju-Stab ist also verbrannt. Nun gut, für Ombre mag das eine Katastrophe sein - vermutlich wird er dann doch den Job bei Tendyke Industries annehmen - aber für den Leser der Serie ist das nicht unbedingt ein tragischer Verlust. Zu selten trat der Stab als Waffe auf.
Robert spinnt den roten Faden um Calderone weiter, der immer mehr versucht, sich in der Hölle als eigenständiger Machtfaktor zu etablieren. Daß Seneca zu Recht meint, das könnte eine Weile dauern, hört Calderone natürlich nicht besonders gern.
Ansonsten bietet der Roman nette Unterhaltung - nicht mehr und nicht weniger.

Fazit:
Nett zu lesender Roman, der weder besondere Höhen noch besondere Tiefen hat. Ein routinierter Lamont.
9 Punkte

Christian Spließ

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