Professor Zamorra

Band 732: "Monsterklauen"

Autor: Robert Lamont

Auf dem Silbermond ist es Gevatter Tod gelungen, einen Lebensbaum zu erwecken. Während Padrig Julian und Reek Norr präsentiert, kommt Vali in den Hain der Lebensbäume – irgendwie spürt sie, daß bei der Erweckung des Baumes etwas falsch gelaufen ist. Schließlich ist es ihr Lebensbaum. Sie rät deshalb davon ab, weitere Bäume ins Leben zurückzuholen. Doch Julian hält sich nicht daran, und in seiner Arroganz weckt er alle Bäume.
Auf der Erde haben Zamorra, Nicole und die Peters-Zwillinge vom Silbermond geträumt. Da sich Julian seit einigen Jahren nicht mehr auf der Erde gezeigt hat, ist es sowieso mal Zeit, wieder auf dem Silbermond vobeizuschauen. Dafür braucht Zamorra aber jemanden, der ihn dahinbringt – deswegen ruft er Shado an. Zwar ist der alles andere als erfreut darüber, mitten in der Nacht geweckt zu werden, aber er träumt Zamorra auf den Silbermond.
Doch etwas läuft schief. Julian hat bei dem Versuch, alle Bäume zu erwecken, einen Traum in einem Traum erschaffen, aus dem er nicht allein entkommen kann. Zudem ist da etwas, das ihn bedrängt. Als Shado Zamorra zurückholt, holt er auch Julian auf die Erde. Oder eher eine Projektion von ihm. Auf Julians und Zamorras Bitten schickt Shado beide zurück auf den Silbermond, und dort gelingt es Zamorra, Julian aus dem Traum zu katapultieren.
Währenddessen sind die Bäume, die Julian erweckt hat, zu schwarzen Monstern mutiert, die Hunger nach Lebensenergie haben. T’Carra, die versucht, sich gegen die Monster zu wehren, füttert diese unwillentlich. Es gelingt ihr zwar, die Bäume zu vernichten, aber sie fühlt sich schuldig. Mittlerweile haben Reek Norr und die anderen mitbekommen, daß die Bäume sich verändert haben, und schießen mit einem Gleiter auf den Hain – in dem sich Vali befindet. Und auch Zamorra, der nur knapp dem Schicksal des Gefrostet-Seins entgeht. Reek Norr schlägt vor, die Priester der Kälte mit der Aufklärung des Phänomens zu beauftragen – ein Vorschlag, dem Zamorra, Gevatter Tod und Vali mit Skepsis begegnen, aber sie sehen auch keine andere Möglichkeit.
Julian befördert Zamorra zurück auf die Erde, wo die Peters-Zwillinge und Nicole schon auf ihn warten. Sie haben daran gedacht, Regenbogenblumen mitzunehmen, damit sie in Zukunft nicht mehr auf Julian angewiesen sind. Da Julian Zamorra eine Rückfahrkarte versprochen hat, materialisieren alle auf dem Silbermond. Allerdings nicht dort, wo Zamorra aufgebrochen ist. Nachdem die Blumen gepflanzt sind, widmen sie sich dem Problem der Monsterbäume. Offenbar sind in ihnen die Seelen der Silbermonddruiden gefangen. Und diese schnappen sich T’carra und Vali.

Uff! Spannungsgeladen, unerwartete Wendungen, das Auftauchen von alten Bekannten – das ist mal ein Zamorra-Roman, den man von Anfang bis Ende verschlingen kann. Und daß das der erste Teil eines Zweiteilers ist, ist geradezu fies. ;-)
Von Anfang bis Ende wird man von der Handlung gefesselt – daß Gevatter Tod die Lebensbäume erweckt, damit hätte man nach all den Andeutungen rechnen können, deswegen ist es keine Überraschung. Aber was sich aus dem Projekt von Padrig YeCairne entwickelt, ist alles andere als vorhersehbar.
Daneben zeigt der Roman aber auch auch, wie man Macht mißbrauchen kann, indem man sie einfach nur einsetzt. Julian überlegt gar nicht erst, was er mit seiner Magie anrichten könnte; es geht ihm nur um schnelle Ergebnisse. Die leider anders aussehen, als er es gedacht hätte.
Die Rivalität zwischen T’Carra und Vali ist zwar bisher nicht so ganz zum Tragen gekommen, wird aber wohl noch eine bedeutende Rolle spielen. Und daß jetzt hinter Reek Norrs Wohnei Regenbogenblumen wachsen – das wird in Zukunft noch sehr interessant werden.

Fazit:
Spannend, temporeich, mit Tiefgang – was soll man da noch sagen? Bester Lamont seit langem.
13 Punkte

Christian Spließ

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