Professor Zamorra

Band 733: "Die Silbermond-Bestie"

Autor: Robert Lamont

Vali und T’Carra sind von den Bäumen entführt worden – während Vali gezwungenermaßen in der Gesamtmasse aufgeht, zu der sich die Bäume zusammenschließen, ist T’Carras Lage nicht ganz so rosig. Es gelingt ihr zwar, sich in einer Höhle ihrer Angreifer zu erwehren; allerdings verausgabt sie sich dabei so sehr, daß sie kaum aus eigener Kraft die Höhle verlassen kann. So kann sie sich auch nicht gegen die Pläne Siebenauges wehren.
Zamorra und die Peters-Zwillinge versuchen zusammen mit den Sauroiden, Vali aufzuspüren. Etwas, das mit Hilfe Julians zwar gelingt, aber dieser beansprucht die Sauroiden-Magie, von der er bisher nicht wußte, daß er sie gebrauchen kann, über die Maßen. Das sorgt nicht gerade für freundschaftliche Gefühle zwischen ihm und den Sauroiden.
Vali ist währenddessen von dem Monster, zu dem sich die Bäume fortentwickeln, freigelassen worden. Allerdings nur zu dem Zweck, den Träumer in eine Falle zu locken. Vali wähnt sich von dem Monster befreit und springt zu Julian.
Dieser hat kurz zuvor den Experimenten der Priester der Kälte beigewohnt und dabei eine Entdeckung gemacht: Wenn er den Baum berührt, sprühen schwarze Funken aus ihm heraus. Der Tempelherr bestätigt seine Vermutung: Schwarze Magie hat die Bäume erweckt. Ist bei Julian das Erbe seines Großvaters zum Vorschein gekommen? Diese Entdeckung veranlaßt Julian zum Nachdenken.
Erneut versuchen Zamorra und die Zwillinge, Vali aufzuspüren, und diesmal gelingt es ihnen auch. Mit einem Gleiter gelangen sie zum Hain der Lebensbäume, wo Zamorras Dhyarra-Kristall die Aktivität eines weiteren anzeigt. Beim Hain erleben sie, wie Julian die Dhyarra-Magie einsetzt und damit das Monster vernichtet.
T’Carra jedoch, die unwillentlich die Trägerin war, hat sich derart verausgabt, daß sie stirbt. Eine Tatsache, die Julian erschüttert. Bedrückt verabschieden sich Zamorra, die Zwillinge und Nicole vom Silbermond – ohne zu wissen, daß Padrig neben dem Lebensbaum von Vali noch einen weiteren erweckt hatte: den von Luc Avenge.

An den ersten Teil reicht dieser Roman leider nicht so ganz heran. Bis ungefähr zur Hälfte vermag er noch zu fesseln; danach aber hat man das Gefühl, daß die vielen Handlungsstränge jetzt unter allen Umständen zu einem schlüssigen Ende verarbeitet werden mußten. Der Epilog des Romans ist ein Mosaikstein, der zwar einiges Licht auf Luc Avenge wirft, aber noch nicht so ganz erklärt, warum der Druide den Professor haßt. Hat es mit der Tatsache zu tun, daß die erste Wiederkehr der Druiden nicht von Dauer war? Jetzt müßte man noch mal die 600er zu Rate ziehen, das wäre sicherlich interessant. Die Zeit der Druiden ist auf alle Fälle vorbei, der Schlußstrich, den Robert hier zieht, ist endgültig – so, wie auch T’Carra aus der Serie scheidet. Vielleicht hätte man mit der Figur noch einiges anstellen können, aber letztendlich ist es vernünftiger, eine reine Nebenfigur aus der Serie zu schreiben, als daß man sie mitschleppt, ohne ihre Talente richtig einsetzen zu können. Ich denke mal, die Fans werden T’Carra auch nicht besonders vermissen. Eine große Rolle hat sie ja eigentlich nie gespielt.

Fazit:
Nicht ganz so gelungen wie der erste Teil, aber trotzdem immer noch ein guter Lamont. Mehr davon.
10 Punkte

Christian Spließ

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