Band 31: "Die Spur des Wolfs"

Autor: Michael J. Parrish

Der Angriff auf die Burg Lichtenfels hat sich zerschlagen, woraufhin Lukian Torn zu sich zitiert. Ein erneutes Versagen wird der Abt nicht dulden. Anlaß für Torn, den inneren Zwiespalt zu beenden und in der Gestalt eines einfachen Soldaten den Grafen zu warnen. Seine Warnung wird natürlich nicht ohne Skepsis zur Kenntnis genommen, aber der Graf hält sich an sie, woraufhin die erneute Stürmung der Burg - wenn sie gefallen ist, ist der Weg des Heeres ins restliche Europa frei - scheitert. Torn wechselt jetzt endgültig die Seiten und schlägt sich zu den Lichtenfels' und in die Nähe von Callista, mit der ihn irgend etwas verbindet. Aber was?
Währenddessen breitet sich der Fluch von Torvoch in der Burg des Grafen aus. Ein Werwolf hat zwei Wachen angefallen, und diese verwandeln sich jetzt in Lupanen. Da Lukian etwas davon erwähnt hat, daß dem Schwarzen Ritter noch menschliche Empfindungen anhängen... Und kurze Zeit später bestätigt sich auch Torns Verdacht. Lukian ist für den Angriff verantwortlich. Graf Lichtenfels hat den Bestien nicht viel entgegenzusetzen - nur ein Bericht in der Bibliothek könnte Licht ins Dunkel bringen. Als Torn den Bericht in den Händen hält, ist er überrascht: Der Abt eines Klosters hat diesen in der Sprache der Lu'cen verfaßt. Er enthält die Geschichte, wie Lukian zum Lupanen wurde - was Torn allerdings momentan nicht weiterhilft.
Und gerade jetzt greift das Heer unter Lukanos die Burg an.

Hmm - Schlachtengetümmel nur wegen des Schlachtengetümmels war noch nie so mein Fall. Und in diesem Roman geht es sehr deftig zur Sache. Tut mir leid, aber als reinen Selbstzweck kann ich diese Szenen nun wirklich nicht gutheißen. Und die Story ist nicht so tragfähig, daß sie die erwähnten Szenen auffängt. Leider nicht, obwohl sie einige Fakten hat, die es in sich haben.
Wer hat den Mönch aus dem Kloster die Schrift der Lu'cen gelehrt? Und zu welchem Zweck eigentlich? Nur, damit Torn Lukanos' Entstehungsgeschichte kennenlernt? Das wäre irgendwie billig. Ich hoffe, MJP hat da eine bessere Lösung.
Lukanos - ist im Orden der Lupanen einer der etwas Höhergestellten? Auf alle Fälle war er es, der den Schwarzen Ritter zu einem Lupanen gemacht hat - voller Vorsatz, denn dieser sollte eigentlich Morowiens König im Duell töten. Dafür spricht noch, daß Lukanos offenbar im Auftrag Mathrigos handelt. (Natürlich, wer auch sonst. Gegen einen anderen Gegner im Hintergrund hätte ich ja auch nichts - aber Mathrigo ist schon einige Zeit nicht mehr bei Torn aufgetaucht.)
Nun gut, der nächste Band wird bestimmt mehr Licht in etliche Fragen bringen.
Bye the way: Wer hat sich eigentlich die Idee einfallen lassen, auf der Rückseite des Heftcovers ein Postermotiv aufzubringen? Kann sich Bastei kein Poster in der Heftmitte leisten? Bei MX 50 und 51 und diversen anderen Romanen habe ich das ja noch als netten Zusatzgag empfunden, aber welcher Sammler trennt denn das Cover von dem Roman ab? Außer, man kauft sich zwei Exemplare - eines zum Sammeln, eines zum Lesen. Aber das würde mir bei Torn nun nicht gerade einfallen...

Fazit:
Schwacher Roman, der zwar einiges an interessanten Fakten zu bieten hat, aber eher Vorbereitung auf den nächsten Roman zu sein scheint.
4 Punkte

Christian Spließ

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