Der
Angriff auf die Burg Lichtenfels hat sich zerschlagen, woraufhin
Lukian Torn zu sich zitiert. Ein erneutes Versagen wird der Abt nicht
dulden. Anlaß für Torn, den inneren Zwiespalt zu beenden
und in der Gestalt eines einfachen Soldaten den Grafen zu warnen.
Seine Warnung wird natürlich nicht ohne Skepsis zur Kenntnis
genommen, aber der Graf hält sich an sie, woraufhin die erneute
Stürmung der Burg - wenn sie gefallen ist, ist der Weg des
Heeres ins restliche Europa frei - scheitert. Torn wechselt jetzt
endgültig die Seiten und schlägt sich zu den Lichtenfels'
und in die Nähe von Callista, mit der ihn irgend etwas
verbindet. Aber was?
Währenddessen breitet sich der Fluch von Torvoch in der Burg des
Grafen aus. Ein Werwolf hat zwei Wachen angefallen, und diese
verwandeln sich jetzt in Lupanen. Da Lukian etwas davon erwähnt
hat, daß dem Schwarzen Ritter noch menschliche Empfindungen
anhängen... Und kurze Zeit später bestätigt sich auch
Torns Verdacht. Lukian ist für den Angriff verantwortlich. Graf
Lichtenfels hat den Bestien nicht viel entgegenzusetzen - nur ein
Bericht in der Bibliothek könnte Licht ins Dunkel bringen. Als
Torn den Bericht in den Händen hält, ist er
überrascht: Der Abt eines Klosters hat diesen in der Sprache der
Lu'cen verfaßt. Er enthält die Geschichte, wie Lukian zum
Lupanen wurde - was Torn allerdings momentan nicht weiterhilft.
Und gerade jetzt greift das Heer unter Lukanos die Burg an.
Hmm - Schlachtengetümmel nur wegen des Schlachtengetümmels
war noch nie so mein Fall. Und in diesem Roman geht es sehr deftig
zur Sache. Tut mir leid, aber als reinen Selbstzweck kann ich diese
Szenen nun wirklich nicht gutheißen. Und die Story ist nicht so
tragfähig, daß sie die erwähnten Szenen
auffängt. Leider nicht, obwohl sie einige Fakten hat, die es in
sich haben.
Wer hat den Mönch aus dem Kloster die Schrift der Lu'cen
gelehrt? Und zu welchem Zweck eigentlich? Nur, damit Torn Lukanos'
Entstehungsgeschichte kennenlernt? Das wäre irgendwie billig.
Ich hoffe, MJP hat da eine bessere Lösung.
Lukanos - ist im Orden der Lupanen einer der etwas
Höhergestellten? Auf alle Fälle war er es, der den
Schwarzen Ritter zu einem Lupanen gemacht hat - voller Vorsatz, denn
dieser sollte eigentlich Morowiens König im Duell töten.
Dafür spricht noch, daß Lukanos offenbar im Auftrag
Mathrigos handelt. (Natürlich, wer auch sonst. Gegen einen
anderen Gegner im Hintergrund hätte ich ja auch nichts - aber
Mathrigo ist schon einige Zeit nicht mehr bei Torn aufgetaucht.)
Nun gut, der nächste Band wird bestimmt mehr Licht in etliche
Fragen bringen.
Bye the way: Wer hat sich eigentlich die Idee einfallen lassen, auf
der Rückseite des Heftcovers ein Postermotiv aufzubringen? Kann
sich Bastei kein Poster in der Heftmitte leisten? Bei MX 50 und 51
und diversen anderen Romanen habe ich das ja noch als netten
Zusatzgag empfunden, aber welcher Sammler trennt denn das Cover von
dem Roman ab? Außer, man kauft sich zwei Exemplare - eines zum
Sammeln, eines zum Lesen. Aber das würde mir bei Torn nun nicht
gerade einfallen...
Fazit:
Schwacher Roman, der zwar einiges an interessanten Fakten zu bieten
hat, aber eher Vorbereitung auf den nächsten Roman zu sein
scheint.
4 Punkte